Radical Dreamer
26.07.2002, 21:28
Ja, ich gestehe.
Ich besitze ein Exemplar - eigenhändig bestellt.
Erstauflage.
Der aquamarinfarbene Buchrücken strahlt mir noch heute aus meinem Wandregal entgegen.
Vermaledeit - Dabei wollte ich mir "Dragic Master" schon aus Prinzip (wörtlich:) "nie antun".
Zugegeben;
Ich war eine der wenigen, denen die Qualität der auf den Seiten des ANIMEXX einst publizierten (und seitens der unermeßlichen Horde an Zynikern gerne als "Kartoffelcomic" deklarierten) "Leserprobe" zugesagt hat.
Die Zeichnungen schrammten zwar um Welten an der gängigen "Profi-Liga" vorbei (wozu - wie ich finde - vor allem die äußerst dürftig imitierte Utatane-Stilistik ihr übrigstes leistete), doch die Erstimpressionen vermittelten zweifelsohne Ansätze, die auf ein gelungenes Marktexperiment seitens Carlsen hoffen ließen (welches nicht zuletzt unzähligen passionierten Hobby-Manga-Ka´s (zu denen auch meine Wenigkeit zählt) den Leitsatz, dass ein Aufstieg in den Profi-Manga-Ka-Olymp in deutschen Gefielden nun kein Ding des Unrealisierbaren mehr darstellte, nahegelgt hätte).
Am Resultat der rund einjährigen Arbeiten an Lab´s Debutwerk scheiden sich noch heute die Geister der Szene in derart divergent geartete Extreme, wie es zuletzt 1998 (Stichwort: Moonie-Invasion) der Fall war.
Und auch ich stehe, zugegebenerweise, mit diesem "Machwerk" (<< wie ich es so gerne tituliere ;) ) im Zwiespalt.
Für das Unterfangen, deutschstämmige Manga-Ka´s "salonfähig" zu machen, war in meinen Augen weder Labs noch Marx (dessen Zeichen-Niveau sogar ich - von einigen anderen Zeichengenies aus dieser Forenriege gar nicht erst zu reden - mühelos erreicht hätte) der richtige Ansatz.
Tatsächlich war mir die seitens Carlsen bereits Monate vor dem Release ins Rollen gebrachte Hype-Lawine noch nie ganz geheuer gewesen; Das gen Labs gerichtete Hohelied seiner (im übrigen unbestritten vorhandenen) Fertigkeiten täuscht einfach nicht über gewisse (mehr oder weniger schwerwiegende) "Talentsdefizite" hinweg; Die immense, dem "Künstler" seitens Carlsen eingeräumte Ideen- und Handlungsfreiheit (tatsächlich wurden [b:post_uid0]sämtliche[/b:post_uid0] Erstentwürfe (qualitativ "stimmig" oder nicht) vom Verlag widerspruchslos akzeptiert! ) hat ihren Tribut gefordert.
So ist die Rahmenhandlung und das Szenario auf den ersten Blick zwar innovativ und fesselnd gestaltet, der (offensichtlich als "homuresk wirkend" intendierte) Wortwitz und die stellenweise schlichtweg sinnesarme Situationskomik (Stichwort: Mae´s und Ted´s unergründliches, aber offensichtlich permanent vorhandenes Bedürfnis, unbekleidet durch die Panels zu marschieren) hingegen einfach nur ärmlich.
Des weiteren ist die Qualität der Zeichnungen derart schwankend (tatsächlich ist von Kinderkrippenkritzelei bis hinreichendes Profi-Niveau so ziemlich jede Nuance der Stil-Palette in nur einem DM-Band anzutreffen! ), dass sich mir der Verdacht, Labs Manuskripte seien nur beiläufig in der Verlagskantine überflogen und sogleich als "druckfertig" eingestuft worden, mehr als nur peripher aufgedrängt hat.
Aber nun gut;
Dies nur für alle bewundernswerten Manga-Puristen da draußen, die bis heute "standhaft geblieben" (<< und sich somit ein gewisses Maß an "Otaku-Ehre" bewahrt haben), und dem Versuchung, ein Exemplar von Labs´Erstlingswerk zu erstehen, erfolgreich widerstanden haben und demzufolge im Bezug auf Inhalt und qualitative Einstufung desselben nicht bewandert sein sollten.
An all diejenigen higegen, die sich ebenfalls mit diesem gar schon hähmisch anmutenden Buchrücken in ihrem Manga-Regal herumzugrämen haben, sei an dieser Stelle folgendes Appell nahegelegt:
Beichtet! XDD (<< und schreibt bei Glegenheit [b:post_uid0]Eure[/b:post_uid0] Eindrücke dieses Manga-Ka-"Pioniers" in all ihrer Begeisterung/Dysphorie nieder ;) )
-Radical, fragt sich mittlerweile, inwiefern der Begriff "Marxismus" neu auszulegen ist XDD
Ich besitze ein Exemplar - eigenhändig bestellt.
Erstauflage.
Der aquamarinfarbene Buchrücken strahlt mir noch heute aus meinem Wandregal entgegen.
Vermaledeit - Dabei wollte ich mir "Dragic Master" schon aus Prinzip (wörtlich:) "nie antun".
Zugegeben;
Ich war eine der wenigen, denen die Qualität der auf den Seiten des ANIMEXX einst publizierten (und seitens der unermeßlichen Horde an Zynikern gerne als "Kartoffelcomic" deklarierten) "Leserprobe" zugesagt hat.
Die Zeichnungen schrammten zwar um Welten an der gängigen "Profi-Liga" vorbei (wozu - wie ich finde - vor allem die äußerst dürftig imitierte Utatane-Stilistik ihr übrigstes leistete), doch die Erstimpressionen vermittelten zweifelsohne Ansätze, die auf ein gelungenes Marktexperiment seitens Carlsen hoffen ließen (welches nicht zuletzt unzähligen passionierten Hobby-Manga-Ka´s (zu denen auch meine Wenigkeit zählt) den Leitsatz, dass ein Aufstieg in den Profi-Manga-Ka-Olymp in deutschen Gefielden nun kein Ding des Unrealisierbaren mehr darstellte, nahegelgt hätte).
Am Resultat der rund einjährigen Arbeiten an Lab´s Debutwerk scheiden sich noch heute die Geister der Szene in derart divergent geartete Extreme, wie es zuletzt 1998 (Stichwort: Moonie-Invasion) der Fall war.
Und auch ich stehe, zugegebenerweise, mit diesem "Machwerk" (<< wie ich es so gerne tituliere ;) ) im Zwiespalt.
Für das Unterfangen, deutschstämmige Manga-Ka´s "salonfähig" zu machen, war in meinen Augen weder Labs noch Marx (dessen Zeichen-Niveau sogar ich - von einigen anderen Zeichengenies aus dieser Forenriege gar nicht erst zu reden - mühelos erreicht hätte) der richtige Ansatz.
Tatsächlich war mir die seitens Carlsen bereits Monate vor dem Release ins Rollen gebrachte Hype-Lawine noch nie ganz geheuer gewesen; Das gen Labs gerichtete Hohelied seiner (im übrigen unbestritten vorhandenen) Fertigkeiten täuscht einfach nicht über gewisse (mehr oder weniger schwerwiegende) "Talentsdefizite" hinweg; Die immense, dem "Künstler" seitens Carlsen eingeräumte Ideen- und Handlungsfreiheit (tatsächlich wurden [b:post_uid0]sämtliche[/b:post_uid0] Erstentwürfe (qualitativ "stimmig" oder nicht) vom Verlag widerspruchslos akzeptiert! ) hat ihren Tribut gefordert.
So ist die Rahmenhandlung und das Szenario auf den ersten Blick zwar innovativ und fesselnd gestaltet, der (offensichtlich als "homuresk wirkend" intendierte) Wortwitz und die stellenweise schlichtweg sinnesarme Situationskomik (Stichwort: Mae´s und Ted´s unergründliches, aber offensichtlich permanent vorhandenes Bedürfnis, unbekleidet durch die Panels zu marschieren) hingegen einfach nur ärmlich.
Des weiteren ist die Qualität der Zeichnungen derart schwankend (tatsächlich ist von Kinderkrippenkritzelei bis hinreichendes Profi-Niveau so ziemlich jede Nuance der Stil-Palette in nur einem DM-Band anzutreffen! ), dass sich mir der Verdacht, Labs Manuskripte seien nur beiläufig in der Verlagskantine überflogen und sogleich als "druckfertig" eingestuft worden, mehr als nur peripher aufgedrängt hat.
Aber nun gut;
Dies nur für alle bewundernswerten Manga-Puristen da draußen, die bis heute "standhaft geblieben" (<< und sich somit ein gewisses Maß an "Otaku-Ehre" bewahrt haben), und dem Versuchung, ein Exemplar von Labs´Erstlingswerk zu erstehen, erfolgreich widerstanden haben und demzufolge im Bezug auf Inhalt und qualitative Einstufung desselben nicht bewandert sein sollten.
An all diejenigen higegen, die sich ebenfalls mit diesem gar schon hähmisch anmutenden Buchrücken in ihrem Manga-Regal herumzugrämen haben, sei an dieser Stelle folgendes Appell nahegelegt:
Beichtet! XDD (<< und schreibt bei Glegenheit [b:post_uid0]Eure[/b:post_uid0] Eindrücke dieses Manga-Ka-"Pioniers" in all ihrer Begeisterung/Dysphorie nieder ;) )
-Radical, fragt sich mittlerweile, inwiefern der Begriff "Marxismus" neu auszulegen ist XDD