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Snowsorrow
06.04.2005, 15:47
Nun, ich habe eine neue Story angefangen, inspiriert durch Illuminati.
Ich werde wahrscheinlich bei regen Interesse in täglich ein weiteres Kapitel posten, da diese nicht all zu lang werden.
Na dann, ich hoffe, euch gefällt es und ich bekomme Meinungen zu hören.
Heute der Prolog:



Code: Unknown


Prolog



Das polternde Dröhnen des Zuges war ein Zeichen seiner Abfahrt.

Erschöpft hielt Nikolas Orson inne und sah sich schwer atmend um.

Habe ich sie abgehängt?

Er schütteltw empört über diesen Gedanken den Kopf. Es war ihm klar, das er sich das nur einredete. Seine Verfolger waren auf solche Fälle ausgebildet- sie waren das Nonplusultra des stillen und effizienten Einsatzes. Ihre Aufträge erledigten sie hinter ihrer schützenden Fassade still und erfolgreich. Ihr handeln erfolgte mit militärischer Unbeirrbarkeit und hoher Priorität.

Nein, er wusste das sie sich immer noch in der Nähe befanden. Beflügelt über das erneute Einkehren dieser Einsicht drehte er sich wieder um und rannte von der Treppe, die zu dem Bahnhofssteig, den er als vermeidlichen Fluchtweg genutzt hatte, hinaufführte. Die Nacht war kein Grund für die zahlreichen Leute, die, teils schläfrig, teils genervt, auf ihren Zug warteten. Die dämmerigen Lichter, die einzigen Lichtquellen der Plattform, waren spärlich angebracht, und befanden sich in riesigen Abständen an der gläsernen Bedachung des Bahnhofsteiges, und hüllten ihre Umgebung in einen kränklichen Gelbton.

Nikolas umschloss den Grund seiner Flucht fester mit seiner zitternden Hand und rannte stolpernd vorwärts.

Er sah sich im rennen nach einem weiteren Fluchtweg um, doch der Bahnsteig endete nach knapp fünfzig Metern an einem Geländer, das die gesamte Plattform abgrenzte. Diese war weit über einen breiten Fluss gebaut und ragte viele Meter im Stile eines Balkons über dem Wasser. Nur die Bahnschienen verliefen über eine schmale Brücke über den Strom.

Sackgasse, fluchte Nikolas und überlegte angestrengt nach einer Lösung seiner jetzigen Situation. Der einzige Ausgang von dem Bahnsteig war die Treppe, die er gerade verlassen hatte.

Wie ein zusätzlicher Druck in eine offene Wunde bescherte ihm der Anblick, den er über einen raschen Blick über die Schulter gewonnen hatte. Seine Verfolger waren bereits auf dem Bahnsteig und preschten hinter ihm her. Der Zug, der in gleicher Richtung den Bahnhof verließ, in die er rannte, beschleunigte sein Tempo. Der letzte Waggon, der bekanntlich als Gepäckabteil diente, fuhr gerade an ihm vorbei. Nikolas erkannte ein Fenster an dem Gefährt- weit geöffnet.

Augenblicklich fasste er einen gewagten Entschluss. Bei dem Wurf des Objektes, hinter dem seine Verfolger herwaren, war es Nikolas, als würde es endlos langsam durch die Luft schweben, das ein barbarisch verängstigendes Gefühl in ihm hervorbrachte, doch schließlich streifte es schwankend den Rand des offenen Fensters und fiel in das Innere des davonfahrenden Zuges. Nun war es sicher. Er wollte, falls es ihm gelingen sollte, vor seinen Verfolgern zu fliehen, dann den Zielort der Bahn herausfinden, doch nun befriedigte ihn wenigstens der Gedanke, die Begierde derer, die hinter ihm her waren, außer ihrer Reichweite gebracht zu haben. Nun musste er überlegen, wie er sich aus seiner schlechten Lage bringen wollte. Er erreichte das Geländer und hielt panisch inne. Der Wind durchfuhr friedlich sein Haar. Die drei Verfolger waren nun nur noch einige Meter von ihm entfernt. Sie hatten ihre Hände in ihren Manteltaschen, in denen ohne Zweifel schussbereite Waffen waren. Der Überlebensinstinkt schlug in Nikolas höher und er drehte sich dem Geländer zu, um sich darüber zu schwingen, doch eine starke Hand packte ihn inmitten dieser Ausholbewegung und drückte ihn mit dem Oberkörper weit über das Geländer. Er spürte wie ihm einer der Verfolger den Lauf einer Waffe in den Rücken drückte.

»Wo ist es?«, die männliche Stimme drang barsch und drohend zu Nikolas.

Sie wissen also nicht wo es ist, dachte Nikolas zufrieden. Er würde sogar über seine Selbstfreude grinsen, wenn er nicht in dieser tot ernsten Lage wäre.

»Wo ist es?«

Dieses mal sprach der Verfolger mit sichtlich ungeduldigerem und wütendem Unterton.

Die Gestalten standen unauffällig am Geländer, als würden sie dem abgefahrenen Zug hinterher blicken. Sie verdeckten Nikolas vor den anderen Menschen auf dem Bahnsteig und drückten ihm scheinbar nur nebenbei den Schaft ihrer Waffen in den Rücken, doch ihr Handeln erfolgte mit professioneller Routine. Ein weiterer Mann tastete Nikolas ab.

»Er wird nicht antworten.«, der zweite Verfolger sprach mit eiskalter Ignoranz, »Töte ihn.«

Nikolas schluckte. Er wusste, das er nur noch wenige Sekunden zu leben hatte.

Er kannte die Verfolger, auch ihre Ausbildung- und ihre eiskalte Eigenschaft Befehlen Folge zu leisten.

Geistesgegenwärtig packte Nikolas mit beiden Händen nach dem Geländer und nutzte seine prekäre Haltung und drückte sein gesamtes Gewicht vor. Durch diese unerwartete Bewegung entglitt er der Hand seines Verfolgers und stürzte schlackernd von der Bahnsplattform. Unkoordiniert trudelte er den plätschernden Wogen entgegen.

Augenblicklich richtete der zweite Mann an der Brüstung seine Waffe auf den fallenden Körper und drückte ab. Die Kugel stieß in den Körper des fallenden Mannes, ließ ihn eine Rolle in der Luft vollführen und schließlich im kalten Wasser versinken.

Der Schuss war lautlos. Ihre Waffen waren auf dem neuesten Stand der Technik, so hatte keiner der Menschen auf dem Bahngleis etwas von der Tat gehört.

Versichernd warteten sie, ob in der dunklen Flut der Mann wiedererwarten lebendig auftauchen würde. Nichts.

Die drei Männer drehten sich um.

»Wo hat er es hingeschafft? Bei sich hatte er nichts. Ob er es ins Meer geworfen hat?«

Die Verfolger steckten ihre Schießeisen zurück in ihre Manteltaschen.

»Sicherlich nicht.«

Plötzlich veränderte sich der Gesichtsausdruck von einem der Verfolger. Er starrte an die Decke.

Im rhythmischem blinken lachte ihnen eine Wachkamera als einziger Zeuge der Tat stumm entgegen.

Scar
06.04.2005, 15:56
Hm.....von der Story her nicht schlecht. Du solltest unbedingt darauf achten Wörter nich zu schnell zu wiederholen...am Anfang wird das Wort "Grund" unangenehm schnell wiederholt und am Ende das Wort "Mann". Deine Formulierungen sind teilweise nicht so brickeln, du umschreibst manches irgendwie mit merkwürdigen Adjektiven. Auch solltest du versuchen die Umgebung und Atmosphäre etwas eingehender zu beschreiben.
Dennoch muss man sagen, hat die Geschichte mein Interesse geweckt, schreib ruhig weiter, bin gespannt.

Snowsorrow
06.04.2005, 17:07
Das war eine Sache die ich auch störend fand. Es sollte nicht geschrieben werden, was der Grund war, deshalb musste ich dies immer als "Grund" oder "Objekt" beschreiben.
Danke für den Tipp mit der "Mann" Wiederholung. Wird im Script sofort geändert.