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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [Film] Review: Boogeyman - Der schwarze Mann


Black Corpse
09.04.2005, 04:28
Boogeyman - Der schwarze Mann

Grusel, Mystery und Nervenkitzel versucht dieser Streifen zu vermitteln.
Nun gut, in Sachen Schockeffekte toppt er wohl wirklich alles.
Dafür muss aber leider die Story leiden. Besser gesagt, diese ist praktisch nicht vorhanden.
Die ersten 10 Minuten presst es einen nur so in den Sitz. Hochspannung, als der schwarze Mann zum ersten Mal zuschlägt.
Überhaupt ist der Film von Anfang bis Ende voller Action und Nervenkitzel.
Oder doch nur übertriebene Effekte zum Überdecken der schwachen Story?
Nach den ersten Schocks und einem eher vielversprechenden Intro lässt der Satz "15 Jahre später" dann doch wieder an 08/15 Horrors erinnern.
Wie dem auch sei, weiterhin bleibt man nicht verschont von den, zugegeben, sehr übertriebenen visuell schwachen, dafür lautstarken Gruseleinlagen.
Die Story lässt sich wie erwartet relativ kurz fassen: Der Junge Tim wird seit seiner Kindheit von dem Boogeyman geplagt. Ihm wird eingeredet, dass alles nur eine Geschichte wäre. Als der inzwischen Erwachsene Tim dann aber im Haus seiner verstorbenen Mutter übernachten will, beginnt für ihn der Horror erst richtig. Der Boogeyman gibt keine Ruhe, jagt Tim.
Tim tritt mit einem mysteriösen Mädchen in Kontakt, er sieht Tote und kommt langsam auf die Spur des schwarzen Mannes.
Schliesslich findet er heraus, dass er sich dem Boogeyman stellen muss, undzwar dort, wo damals alles begann.

Ok, genug gespoilert. Zusammenfassend kann ich sagen: Der Film ist von der Story her relativ flach und teilweise verwirrend. Dafür hat man sich wohl gedacht, man knalle ein paar Herzkasperverursachende Effekte rein und das Ding würde laufen.
Was die Kamera und die Schauplätze angeht, ist von meiner Seite aus nichts negatives zu erwähnen.
Man könnte den Film als 08/15-Wir-basteln-ma-eben-nen-Schocker abstempeln. Dennoch sind einige nette Szenen zu finden, wie z.B. jene, in der Tim am Steuer etwas abwesend ist und ihm ein Rabe volles Rohr in die Scheibe bombt. Etwas Witz kommt auf, als er versucht den Kadaver mit dem Scheibenwischer zu entfernen.
Was den Zuschauer letztendlich so verwirrt, ist wohl in erster Linie die Fragmenthafte Story. Dazu kommen Szenen, in denen sich Tim in der Vergangenheit zu bewegen scheint. Dabei kann man auch nie so genau einschätzen ob er alles nur träumt oder nicht, geschweigedenn wann sich das ganze überhaupt abspielt. Komisch sind auch Einlagen, in denen er von Schrank zu Schrank - von Haus zu Haus - spaziert.
Da hat man sich wohl auch gedacht "beam me up, Scotty".
Whatever.

Fazit:
Nichts für schwache Nerven! Wer auf feuchte Finger und Schocker der zweiten Klasse steht, kommt hier auf seine Kosten.
Wer übertriebenen Audioeffekten eher abgeneigt ist und Wert auf eine tiefe Story legt, wird nicht viel Besonderes an dem Streifen finden und sollte ihn daher besser meiden.

Meine Wertung:
Kamera/Schnitt: **** von *****
Story/Charaktere: ** von *****
Sound/Atmosphäre: ** von *****
Spannung/Action: **** von *****
Gesamt: *** von *****





MfG
blacky

Sparkfist
09.04.2005, 10:26
Habe den Film auch vor Kurzem gesehen und konnte ihm leider nicht viel abgewinnen. Die Charaktere fand ich eher langweilig, die Story eintönig, die Atmosphäre ebenso, weshalb sie irgendwann nicht mehr wirklich ihren Zweck erfüllte und den Film so ein bisschen ins Leere laufen ließ.
Leider hat der Film auch keine konkrete Aussage. Jedenfalls wäre diese völlig an mir vorbeigegangen. So habe ich eigentlich keinen Grund zu behaupten, dass ich es nicht bereue meine 5 Euro für den Schmarn ausgegeben zu haben.

Fazit:
Kann ich nicht empfehlen!