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Sarazene
09.04.2005, 22:53
Hoi,

Aus einigermaßen aktuellem Anlass (Schülerdiskussion) wollte ich euch mal fragen, was ihr zu diesem Thema meint.

Erst einmal ein paar Infos zur Diskussion:

Es ging um die jahrelang vernachlässigte Integration der Einwanderer (bei denen man einfach davon ausging, dass sie nach einer Weile wieder in ihr Heimatland verschwinden würden ("Gastarbeiter")) und ein neues Integrationsprogramm, das jetzt verpflichtend in Kraft treten soll.
Das bedeutet einen Sprachkurs von 160 Stunden Sprachunterricht mit anschließender Abschlussprüfung, einen Kurs über hiesige Regeln und Gesetze (ebenfalls mit Prüfung) und einen "feierlichen" Eid auf das Grundgesetz für die Immigranten.
Die Beteiligung für den Sprachkurs liegt bei 1 Euro pro Stunde, und wer daran nicht teilnimmt, oder mehrfach durch die Prüfung fällt, erhält 20% weniger Geld.

Nun würde mich folgendes von euch interessieren:

Glaubt ihr, dass ist ein Schritt in die richtige Richtung?
Wenn ja, glaubt ihr, er reicht aus, oder müsste noch viel mehr getan werden?
Und wie seht ihr dabei den Konflikt zwischen Religion bzw. Identität und dem Gesetz? (Da man davon ausgehen muss, dass Einwanderer völlig verschiedene Mentalitäten haben, und von heute auf morgen unsere Werte anerkennen sollen)

Ich freue mich auf eure Meinung! =)

PS: Der Titel bezieht sich auf die internationalen Sprachen, nicht die Menschen an sich.

Aki
09.04.2005, 23:03
Ich denke, dass diese Massnahme durchaus sinnvoll ist und ich hoffe, dass sie so erfolgreich ist wie sie verspricht zu sein. Insbesondere der Sprachkurs ist, denke ich, sehr wichtig, denn sonst haben wir weiterhin das Problem, dass sich viele Einwanderer nicht integrieren, weil sie zu verschuechtert sind wegen mangelnder Sprachkenntnisse. Natuerlich hat die fehlende Integration auch andere Gruende, nicht zuletzt, dass sie sich nicht integrieren wiollen sondern nur ein besseres Leben fuehren wollen.
Bisher haben wir das Problem, dass insbesondere die Kinder der Einwanderer grosse Schwierigkeiten haben (ueber dieses Thema bin ich, glaube ich, so ziemlich am meisten informiert): Sie unterliegen der Schulpflicht, wie alle anderen Kinder in Deutschland auch ind er Schule wird von ihnen erwartet, dass sie sich integrieren, dass sie Deutsch koennen (und ohne Deutsch koennen sie sich nciht integrieren) und dass sie moeglichst verhaltensunauffaellig sind. In jedem Fall sollen sie so Deutsch wie moeglich sein.
Nach dem Unterricht gehen die Schueler nach Hause, und weil die Eltern zu sehr auf die Traditionen der Heimat bestehen, und teilweise auch, weil sie nichts anderes kennen, wird von den Kindern verlangt, dass sie sich vollkommen den ueblichen Braeuchen und allem anpassen. Vor allem wird zu Hause meist die Heimatsprache, also die Sprache der Eltern gesprochen, sei es türkisch, russisch, kA.
Dadurch erhaelt das Kind keinerlei Unterstuetzung fuer die Schule und ist dort absolut erfolglos. Dies wiederum unterstuetzt, dass die Kidner sich in der Schule wenmiger integrieren.

Zuletzt verpflichtet sich unser Staat gegenueber den Einwanderern auch noch mehr, sie nach diesen Kursen in allen Punkten zu unterstuetzen.
In Deutschland gilt z.B. die Religionsfreiheit, d.h. der Staat ist dazu verpflichtet, die Menschen in der Ausuebung ihrer eigenen Religion zu unterstuetzen und sie gegen Angriffe durch Verfechter andere Religionen zu verteidigen - nur als Beispiel.

.ashitaka
09.04.2005, 23:07
Grenzen aufreissen, wir sollten leben können, wo wir wollen. Wer hier wohnt, der hat meiner Meinung nach auch das Recht, sein Religionshaus zu besuchen, seine Sprache zu sprechen, und der darf sich auch nach Belieben isolieren, wenn er möchte.

Sprachkurse aufzwingen... und das auch noch für Geld? Alles klar.

Toshiya
09.04.2005, 23:27
Glaubt ihr, dass ist ein Schritt in die richtige Richtung?
Definitv nicht, klingt nach Geldgierigkeit des Staates.

Wenn ja, glaubt ihr, er reicht aus, oder müsste noch viel mehr getan werden?
Muhaha, am besten verlangen wir noch Ausländersteuer oder Dönersteuer (Dieses Beispiel ist zufällig gewählt, darf aber ohne vorherigen Bezug nicht gepostet werden).

Und wie seht ihr dabei den Konflikt zwischen Religion bzw. Identität und dem Gesetz?
Ich bin sowieso gegen Religionen, aber solln die Menschen doch glauben was sie wollen/ihnen ein 90 (?) Jahre alter (jetzt verstorbener) Sack sagt.

Die Menschen aus fremden Ländern kommen nach Dtl., weil sie sich hier eine Zukunft erhoffen (hahaha) und Geld machen wollen und sicherlich keines groß für solch einen Schmarrn ausgeben wollen.

.ashitaka
09.04.2005, 23:31
Nein Sev, viele Menschen kommen auch her, weil sie in ihrer Heimat von Gewehrsalven gejagt werden. Denen dann noch den großen Integrations-Stempel auf die Stirn zu drücken, finde ich ziemlich daneben. Jeder sollte überall willkommen sein.
Aber keine Angst, wenn alle brav CDU wählen, sieht's hier bald wieder ganz anders aus, dann habt ihr eure Anti-Integrations Maschinerie ;)

Toshiya
09.04.2005, 23:37
weil sie sich hier eine Zukunft erhoffen (hahaha)

Ähm, ja. Hoffnung ist ein großes Wort und anscheinend hast du meine Bedeutung nicht so wirklich verstanden.

Am besten man wählt niemanden, dann gewinnen die Rechten und alles ist toll :)

Issy²
10.04.2005, 01:08
Yoa, ist meiner Meinung nach auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung. Soweit ich weiß ist das in einigen anderen Ländern schon seit längerer Zeit an der Tagesordnung, glaube sogar mit der Konsequenz wenn man die Sprache nach ner bestimmten Zeit nicht beherrscht, dass man das Land wieder verlassen muss. Momentan scheint es ja so auszusehen, dass sich gerne irgendwo diese Ghettos bilden, man siehe beispielsweiße in das Gewalt Thema hier und schaue sich den Post von AriesT an, der von nem Ausländerviertel erzählt, in das sich nicht mal mehr Einheimische getrauen. Auch bei uns gibt es so ein Viertel, auch liebevoll Klein Istanbul genannt, indem größenteils Ausländer leben. Diese Viertel haben nun mal zur Folge, dass Ausländer garkein Deutsch sprechen müssen, wenn sie irgendwas brauchen gibt es Läden etc. in denen ihre eigene Sprache gesprochen wird, dazu noch ne Menge andere Landsleute in der Umgebung, wunderbar, wozu da noch deutsch lernen.
Deswegen halte ich diesen Pflichtkurs für keine schlechte Idee.
Sehr nett find ich auch diesen Punkt "einen Kurs über hiesige Regeln und Gesetze". Das erinnert mich an nen kleinen Bericht, den ich vor einiger Zeit im Fernsehen gesehen hab. Darin ging es um Russlanddeutsche, es wurde da ne Gruppe interviewt und einer von ihnen meinte, dass er hier ja die Gesetze und Regeln nicht kennt, wenn ihn halt jemand schief anguckt haut er ihm halt auf die Fresse, er kennt ja die Gesetze hier nicht.

Ach und..
Definitv nicht, klingt nach Geldgierigkeit des Staates.
Was soll an der Sache bitte geldgierig sein? Der eine Euro pro Stunde? Ist doch lachhaft, mit nem Euro von jeden werden die wohl kaum die Kosten für so einen Kurs decken können. Möcht nicht wissen wie viel sonst hier so ein Sprachkurs kostet. Der Beweggrund für das ganze ist bestimmt nicht möglichst viel Kohle zu scheffeln.

Black Corpse
10.04.2005, 03:50
Ich find die Maßnahme vollkommen angebracht. Dann lernen die Kanacken auch mal dass es "ich hau dir aufs Maul" heisst und nicht "ich hau dich aufs Maul".
Und wie seht ihr dabei den Konflikt zwischen Religion bzw. Identität und dem Gesetz? (Da man davon ausgehen muss, dass Einwanderer völlig verschiedene Mentalitäten haben, und von heute auf morgen unsere Werte anerkennen sollen) Welchen Konflikt? Hier darf wohl jeder seine Religion ausleben wie er möchte. Dass Ausländern Werte und Moral aufgezwungen werden, wie du anscheinend meinst, ist mir auch unbekannt.
Klar sollte man in Deutschland nicht gerade Menschen opfern wie es vll in östlichen Regionen Brauch ist, aber ansonsten seh ich da keine allzu gravierenden Einschränkungen für diese Menschen.



MfG
blacky

[Septic]
10.04.2005, 05:40
Black Corpse, hüte deine Zunge.
Sieh dies als Verwarnung. Noch so einen Ausrutscher dulde ich nicht.

Sanguis
10.04.2005, 11:28
Das ist absolut dumm und wiederspricht sogar den Menschenrechten der BRD.

Artikel 2 [Allgemeine Handlungsfreiheit; Freiheit der Person; Recht auf Leben]
(1)Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßigte Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.

d.h. sollange die "Kanackensprache" nicht gegen das Sittengesetz verstösst, euch verletzt, o.ae. ist es nicht euer Bier dass sie ein gesittetes Deutsch sprechen.

Artikel 3 [Gleichheit vor dem Gesetz; Gleichberechtigung von Männern und Frauen; Diskriminierungsverbote]
(1)Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
(3)Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen banachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

In meinen Augen ist so etwas eine indirekt -wenn nicht gar direkte- Diskriminierung. Wenn hier alle Menschen gleich sind, wieso sollte dann nicht jeder das Recht auf seine eigene Sprache haben? Ich wüsste nur, wenn zB mein Vater zu solch einem Kurs geladen wird, würde er sich verdammt verarscht vorkommen. Und dann noch das mit den 20 % weniger lohn? omg?

Es gibt desweiteren noch das Asylrecht (Artikel 16a.) dass darauf beruft dass verfolgte hier in Deutschland Asyl bekommen und sich daher hierer sicher flüchten können. Wollen die dann hier aus Pflicht noch einen deutschen Sprachkurs besuchen?
Ich denke das waren genug Beispiele, oder?

Die Idee ist in meinen Augen absurt und unnütz. Und wie solle man das Regeln? Müsste ich nun zB auch zu so einer Einrichtung und sie würden testen ob ich gutes Deutsch spreche? Ich glaube zT sowieso nicht was hier so alles steht. Einmal der Odin der meint alle Kanacken sprechen "Ich hau dich aufs Maul.", die anderen die alle Kanacken unter einen Hut packen, das ist einfach diskriminierend.

Edit: Alles abgeschrieben aus meinen Grundgesetzbüchern. Ich hab noch nen paar, vielleicht will ja wer eins haben?
Das erspart vielleicht ein paar Threads hier. ;)

Sanguis

Holo
10.04.2005, 14:09
Ich frage mich gerade, wieso ich trotz "Die Zeit" und der Tagesschau nichts so genaues über diese Änderungen mitbekommen habe, aber gut. oO
Ich gehe mal davon aus, dass Du da gute Quellen hast. :)

Dieses neue Gesetz scheint mir überaus sinnvoll zu sein.
Wer vorhat, länger in Deutschland zu bleiben, muss sich nunmal auch unserer Kultur anpassen. Dazu gehören Sprache, Gesetze, Sitten, etc.
Das gilt auch anders herum, also wenn wir ins Ausland ziehen wollen.
Man kann hier eigentlich auch mal auf die Visa-Affäre verweisen. Fischer hat damit nunmal eine Menge Ausländer ins Land gelassen, die teils u.U. auch Steuergelder kassieren. Ich bin nicht dagegen, dass Ausländer aller Art ins Land kommen, aber sollte dies zum einen genau überwacht, betreut und damit auch integriert werden. Ist absehbar, dass jene in Deutschland nicht an einem Job interessiert sind und sich nicht dafür bemühen (wozu auch Deutsch lernen benötigt wird), kann man jene ja eigentlich zurecht (auch wenns nen harter Ausdruck ist) als Schmarotzer bezeichnen. Wenn sich die Einwanderer aber bemühen, Deutsch zu lernen und einen Job zu bekommen und damit die Steuerkasse zu entlasten, können jene natürlich auch gern nach Deutschland kommen. Vor allem im Zusammenhang mit dem neuen Gesetzentwurf, dass Ausländer hier zu den gleichen Konditionen wie in ihrem Heimatland arbeiten können, sehe ich dies als nötig an.
In anderen Worten sollte einfach ein guter Grund vorhanden sein, der jene dazu bewegt, sich nach Deutschland zu begeben. Und dies sollte auch individuell bei jedem geprüft werden.
Wer in Deutschland bleibt, hat nunmal die Deutsche Sprache zu sprechen.

Artikel 2 [Allgemeine Handlungsfreiheit; Freiheit der Person; Recht auf Leben]
(1)Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßigte Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.

d.h. sollange die "Kanackensprache" nicht gegen das Sittengesetz verstösst, euch verletzt, o.ae. ist es nicht euer Bier dass sie ein gesittetes Deutsch sprechen.
Den Paragraphen kannst Du nicht in Zusammenhang dazu setzen. Sprache ist kein Persönlichkeitsaspekt in dem Sinne, wie Du ihn nennst.

Artikel 3 [Gleichheit vor dem Gesetz; Gleichberechtigung von Männern und Frauen; Diskriminierungsverbote]
(1)Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
(3)Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen banachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

In meinen Augen ist so etwas eine indirekt -wenn nicht gar direkte- Diskriminierung.
Der Einwanderer wird ja auch nicht seiner Herkunft wegen benachteiligt, sondern einfach, weil er unsere Sprache nicht zu sprechen lernt.
Diskriminierung ist das erst recht nicht. Das neue Gesetz zur Diskriminierung gegen Minderheiten und Ausländer is btw ein wenig sehr krank. Ähnlich dumm wie die "Quotenfrauen".

Wenn hier alle Menschen gleich sind, wieso sollte dann nicht jeder das Recht auf seine eigene Sprache haben?
Alle Menschen sind aber nicht gleich. Vor allem ist dies hier nunmal kein Multikulti-Land, sondern Deutschland. Wer seine eigene Sprache weiterhin sprechen will, kann ja auch da bleiben, wo er ist.

Es gibt desweiteren noch das Asylrecht (Artikel 16a.) dass darauf beruft dass verfolgte hier in Deutschland Asyl bekommen und sich daher hierer sicher flüchten können. Wollen die dann hier aus Pflicht noch einen deutschen Sprachkurs besuchen?
Pflicht nicht - nur Wille. Niemand wird nach Deutschland verschleppt - außer vielleicht von der Mafia, aber das is was anderes.
Und wer Asyl beantragt, muss nicht unbedingt lange bleiben. Normalerweise gilt, dass man wieder heimkehrt, wenn jene Probleme im Heimatland behoben sind. Wem es hier aber gefällt, der kann auch Deutsch lernen.

Wenn man genau nach dem GG gehen würde, würde Black Corpses Aussage auch unter den Paragraphen der freien Meinungsäußerung fallen. Direkt gegen die Sitten ist er ja nur indirekt. Auch wenn der Satz da ziemlicher Bockmist war.

.ashitaka
10.04.2005, 14:14
Wer vorhat, länger in Deutschland zu bleiben, muss sich nunmal auch unserer Kultur anpassen. Dazu gehören Sprache, Gesetze, Sitten, etc.

Warum?

Holo
10.04.2005, 14:21
Warum?
Weil es schlicht und einfach eine Kommunikation ermöglicht. Gesetze sollten klar sein. Was Sitten angeht, so meine ich öffentliche. Wenn die unter sich Werweißwas machen, was gegen kein Gesetz verstößt, können sie natürlich machen, was sie wollen.
Und Sprache ist nunmal erforderlich, damit man sich auch versteht. Wenn wir in die Türkei reisen, müssen wir ebenso türkisch lernen. Es ist nunmal ein Prinzip. Und was spricht dagegen, sich einmal pro Woche oder so zu einem solchen Kurs zu begeben?

Scar
10.04.2005, 14:22
Weil Kultur etwas wichtiges ist und ich nicht der Meinung bin, man sollte einfach alle Kultur wegwerfen und ein fröhliches mutlikuliland baun...
Außerdem ist es nur sinnvoll, wenn Ausländer, die in Deutschland leben wollen unsere Sprache erlernen, schon allein um ihretwillen im alltäglichen Leben.
Sry, ich hab absolut nix gegen ausländer, viele meiner Freunde sind ursprünglich nicht aus Deutschland, aber ich hasse es, abends über den Hauptmarkt bei uns zu gehn und einfach kein Wort zu verstehn, dass um mich rum gesprochen wird...

Gorden89
10.04.2005, 14:54
Glaubt ihr, dass ist ein Schritt in die richtige Richtung?
Ja für Deutsche und Ausländer da man sich besser verständigen kann.

Wenn ja, glaubt ihr, er reicht aus, oder müsste noch viel mehr getan werden?
Nein man sollte das so machen wie in Amerika, wo man richtig lernen muss.

Und wie seht ihr dabei den Konflikt zwischen Religion bzw. Identität und dem Gesetz?
Kein Prob können machen was sie wollen. (Ist ja eh alles das selbe will nur keiner wahrhaben)

.ashitaka
10.04.2005, 15:00
Wenn ja, glaubt ihr, er reicht aus, oder müsste noch viel mehr getan werden?
Nein man sollte das so machen wie in Amerika, wo man richtig lernen muss.

Och, keine Angst, wenn alle brav auf eure Vorschläge hören, sieht's hier eh bald aus wie in Good Ol' Texas :D

Gorden89
10.04.2005, 15:11
Och, keine Angst, wenn alle brav auf eure Vorschläge hören, sieht's hier eh bald aus wie in Good Ol' Texas http://www.rpgmaker2000.4players.de:1027/forum/images/smilies/biggrin.gif

Wenn alles so weiter wie jetzt geht und es mehr Arbeitslose gibt könnte es wahr werden. Man hört ja schon fast jeden Tad von Einbrüchen.
In Deutschland gibts dann den Wilden Westen der Zukunft!http://www.rpgmaker2000.4players.de:1027/forum/images/smilies/biggrin.gif

Fenryl
10.04.2005, 15:11
Oh mein Gott, Sanguis, was du da schreibst schmerzt mir sehr. Da will ich mich für die Intregration von Ausländern einsetzen und du behauptest hier ernsthaft, das verstösst gegen das Grundgesetz?

Du bringst das Grundgesetz völlig falsch ein. Wo wird die Persönlichkeitsentfaltung denn gestört? Dürfen sie ihre Muttersprache nicht mehr sprechen? Natürlich dürfen sie das, allerdings ist es nur vorteilhaft, wenn sie in diesem Land deutsch reden. Meine Eltern hätten sich damals über so etwas gefreut, denn sie sind diese "Gastarbeiter", die niemals diese Sprache einwandfrei gelernt haben. Solche Kurse gab es damals nicht - zumindest nicht kostengünstig.

Scheinbar sprechen deine Eltern einwandfreies deutsch, aber meine Eltern haben schon Probleme beim Einkaufen. Stell' dir mal vor, du musst mit 6 Jahren mit auf's Amt und als Dolmetscher dienen. Beamtenbegriffe sind aber selbst für ein Kind auf deutsch kaum begreifbar, wie sollst du dann erst das spanische Wort dafür kennen?

Wo soll übrigens so etwas Diskriminierung sein? Das musst du mir mal klar erläutern. Du weißt scheinbar nicht so richtig, was "Diskriminierung" heißt. Ganz im Gegenteil, dieser Kurs soll helfen.

Außerdem: Was hat dein Asylgesetz hiermit zu tun? Glaubst du jeder Ausländer kommt nach Deutschland, weil er in seinem Heimatland verfolgt wird? Nicht jeder, es gibt genügend, die hier ein besseres Leben führen wollen. Lies' dir mal dein Asylgesetz durch, Absatz 2 erklärt einiges. Für Asylanten würde dies hier wohl auch gelten, aber sie müssten nicht mit 20% weniger Geld rechnen... Das sind ganz andere Gegebenheiten, als bei manch anderen Migranten. Die haben vielleicht nicht mal die 160 Euro Selbstbeteiligung für den Kurs.

Da kann ich nur sagen: Deine Argumentation hat mehr Löcher als ein Harem.
Ich persönlich halte das gar nicht für eine schlechte Idee, allerdings sind die Konsequenzen für mich nicht in Ordnung. Deutsch gehört zu den schwierigsten Sprachen die es gibt, dass weiß ich aus eigener Erfahrung und von vielen Bekannten, die selbst mit dieser Sprache nicht zu recht kommen. Da sind diese Konsequenzen nicht so einfach durchführbar. Ich stelle es mir schwer vor für einen Menschen aus Persien vor, der eine andere Schrift gelernt hat und dessen Sprache gar nicht mit unserer vergleichbar ist. Selbst Spanier und Italiener, die eine romanische Sprache sprechen, habe große Probleme mit der germanischen Sprache. Die meisten Einwanderer kommen ja heute aus diesen Ländern.

Man bekämpft damit aber keine bereits vorhandenen Probleme. Neuköln oder Berlin Kreuzberg sind Viertel, in denen die Ausländer die Sprache nicht beherrschen und auch nicht müssen. Sie sind dort unter ihresgleichen, haben eigene Läden. Selbst die Folgegenerationen sprechen kein einwandfreies Deutsch. Wie man das in den Griff kriegen möchte, weiß ich nicht.

Ich frage mich gerade, wieso ich trotz "Die Zeit" und der Tagesschau nichts so genaues über diese Änderungen mitbekommen habe, aber gut. oO
Ich gehe mal davon aus, dass Du da gute Quellen hast. :)
Ich zitiere:
Aus einigermaßen aktuellem Anlass (Schülerdiskussion) wollte ich euch mal fragen, was ihr zu diesem Thema meint.

Sanguis
10.04.2005, 17:33
Ich habe es da falsch interprätiert, k.
Jedoch -wenn man soetwas einführt- freiwillig, keine Pflichtmaßnahme.

@Fen: Mein Vater kann kaum Deutsch, nur ein wenig. Damals kein Stück.

Sanguis

LaKriz
11.04.2005, 13:18
Da kann ich nur sagen: Deine Argumentation hat mehr Löcher als ein Harem.

:rolleyes:

Ich muss zum Tema sagen, dass ich diese Kurse befürworte.
Ich finde, wer hier wohnen möchte, soll sich auch verständigen können.
Mal ein Beispiel:
Ich war jetzt für eine längere Zeit im Krankenhaus und hab da Sachen mitbekommen...
Wenn da ein Kind verunglückt ist, von dem die Eltern aus einem anderen Land kamen, gabs schon öfters Probleme bei der Verständigung.
Die Ärzte wussten nicht, WAS genau passiert ist, weil die Eltern nur Bruchteile von der deutschen Sprache wussten.
Ein Kind, was ich so 5 schätze konnte nicht mal ein Wort deutsch.

Gegen Religionen und Bräuche habe ich ja nichts, außer gegen die Hochzeitszwänge und "Frauendiskriminieung", die in manchen Ländern herrscht. Sowas verstößt gegen unser Gesetz und das sollten die Migranten auch wissen.

Und ein Kind, das eingeschult wird und kein bisschen Deutsch kann, hat hier auch keine dolle Zukunft..



Es ist halt wichtig, die Gesetze eines Landes und die Sprache zu kennen, wenn man da wohnt. Man muss sich halt an die Gesellschaft anpassen.
Das müssen Eingeborene, sowie Immigranten. Sonst funktioniert das ganze System nicht.
Meine Meinung dazu.

Nathan
11.04.2005, 15:35
Nunja, ich denke man sollte unterscheiden zwischen:
-In Deutschland leben
und
-Deutsche Staatsbürgerschaft bzw. Ansprüche auf Sozialleistungen des Staates.
Im ersteren Fall kann es einem recht egal sein, denke ich. Aber in zweitem Fall kann es passieren dass der Herr/die Frau Einwanderer/in deutsche Steuergelder bezieht. In dem Fall denke ich dass man zumindest die Sprache als grundlage für die Berufssuche können sollte. Der Eid auf das Grundgesetz ist mir allerdings ein wenig zuwider, denn afaik hat das kaum ein Deutscher je in seinem Leben gemacht

Daniel
29.04.2005, 16:43
So schlecht finde ich das Gesetz nicht. Denn das gibt dann den ausländern (ich gehöre auch dazu) die Möglichkeit sich besser mit den Sprachgewohnheiten anzupassen.

Ich finde es toll das die Bundesregierung so etwas in die wege leitet.
Weil in anderen ländern ist dem nicht so. Dort heißt es lerne es selbst.

Meine Mutter hätte sich darüber gefreut als sie vor 15 jahren hier her kam.

Dort gab es diese Unterstützung nicht wirklich.

[Septic]
29.04.2005, 17:04
Mhm... Ohne entsprechende Zeugnisse betreffend Dänisch-Kenntnissen darf auch ein Deutscher nicht in Dänemark leben. Nur, um mal die Diskussion weiter anzuheizen =)

Daniel
30.04.2005, 18:46
Genauso ist es glaub ich auch in Japan.

Zwiebelmeister
30.04.2005, 20:16
Ne, die Japaner interessieren sich mehr oder weniger dafür, ob du es dir leisten kannst, da zu wohnen, ohne den Staat zu belasten (sprich: ob du Vermögen, Einkommen, einen Job, was weiss ich, hast). Ob du japanisch kannst, interessiert die herzlich wenig. Das gilt zumindest für den Staat. Es ist natürlich durchaus möglich, dass die Firma Sprachkenntnisse verlangt. Und ohne Japanischkenntnisse in Japan wohnen zu wollen, ist doch ziemlich aussichtslos, denn entgegen der landläufigen Meinung können Japaner mehr schlecht als recht Englisch.