.ashitaka
15.04.2005, 21:09
[Lyrics] Globale Probleme oder persönlicher Herzschmerz?
Ist lange her, dass ich 'n Topic eröffnet habe. Ist einfach ein Thema, dass mich seit geraumer Zeit schon interessiert, wei es da die unterschiedlichsten Ansichten gibt. Mal sehen, was ihr so sagt.
Ich zitiere an dieser Stelle mal Conrad Keely, seines Zeichens Sänger der texanischen Folk-Stoner "And You Will Know Us By The Trail Of Dead" (www.trailofdead.com), der fest davon überzeugt ist, dass "Diese ganzen Idioten, die in ihren Songs ihrer Alten nachheulen, einfach nutzlos sind. Es gibt wichtige Themen, über die man texten sollte. Kein Schwein will wissen, ob du Probleme im Schlafzimmer hast, wenn draußen die Welt verreckt." Auf der einen Seite stimme ich Keely nickend zu. Wenn man die Chance hat, Sprachrohr zu sein, sollte man sie nutzen. Auf der anderen Seite berühren mich persönliche Texte, direkt aus dem Leben des Songwriters, ungemein und eben diese lassen sich schnell mit den eigenenen kleinen Problemen vergleichen.
Als persönliches Beispiel nehme ich mal Bloc Party's (www.blocparty.com) "Like Eating Glass", dass meinen Kopf immer wieder hochreisst, egal wie tief er gerade hängt. Ebenfalls packt es mich richtig derb, wenn yourcodenameis:milo (www.yourcodenameismilo.com) Zeilen wie "where have you gone tonight? / i follow you / but then i not get back home" in die Welt schreien, und ihrem ganz individuellen Frust mal freien Lauf lassen.
Als Sänger oder Songwriter wird man allerdings gehört, man stößt auf offene Ohren. Das ist eine gewisse Verantwortung, die man nicht missbrauchen sollte . Ich denke also, sofern man eine politische Meinung hat, und sich nicht davor scheut, sie zu verbreiten, sollte man durchaus Musik als Medium benutzen, und Botschaften austeilen. Wie viele Songs gegen die USA haben wir in den letzten zwei Jahren gehört? Etliche, und das ist gut so. Politiker können reden so viel sie wollen, der Großteil der Jugend hört auf Idole. Wenn diese Idole dann Sinn und Verstand predigen, kann ich das nur gutheißen.
"Wer seine Kreativität für persönlichen Schund misbraucht, gehört verboten.", meint der Keely.
... und was meint ihr? Lieber Lyrics von geplatzten Träumen, der Freundin mit 'nem Fremden im Bett, dem Todesfall in der Familie oder dem ersten Korb an der Highschool, oder doch eher aggressive Hasstiraden gegen den gemeinen Amerikaner, einen Appell an die Benzinindustrie oder eine Ode an die Politik?
Würde mich mal interessieren.
Ist lange her, dass ich 'n Topic eröffnet habe. Ist einfach ein Thema, dass mich seit geraumer Zeit schon interessiert, wei es da die unterschiedlichsten Ansichten gibt. Mal sehen, was ihr so sagt.
Ich zitiere an dieser Stelle mal Conrad Keely, seines Zeichens Sänger der texanischen Folk-Stoner "And You Will Know Us By The Trail Of Dead" (www.trailofdead.com), der fest davon überzeugt ist, dass "Diese ganzen Idioten, die in ihren Songs ihrer Alten nachheulen, einfach nutzlos sind. Es gibt wichtige Themen, über die man texten sollte. Kein Schwein will wissen, ob du Probleme im Schlafzimmer hast, wenn draußen die Welt verreckt." Auf der einen Seite stimme ich Keely nickend zu. Wenn man die Chance hat, Sprachrohr zu sein, sollte man sie nutzen. Auf der anderen Seite berühren mich persönliche Texte, direkt aus dem Leben des Songwriters, ungemein und eben diese lassen sich schnell mit den eigenenen kleinen Problemen vergleichen.
Als persönliches Beispiel nehme ich mal Bloc Party's (www.blocparty.com) "Like Eating Glass", dass meinen Kopf immer wieder hochreisst, egal wie tief er gerade hängt. Ebenfalls packt es mich richtig derb, wenn yourcodenameis:milo (www.yourcodenameismilo.com) Zeilen wie "where have you gone tonight? / i follow you / but then i not get back home" in die Welt schreien, und ihrem ganz individuellen Frust mal freien Lauf lassen.
Als Sänger oder Songwriter wird man allerdings gehört, man stößt auf offene Ohren. Das ist eine gewisse Verantwortung, die man nicht missbrauchen sollte . Ich denke also, sofern man eine politische Meinung hat, und sich nicht davor scheut, sie zu verbreiten, sollte man durchaus Musik als Medium benutzen, und Botschaften austeilen. Wie viele Songs gegen die USA haben wir in den letzten zwei Jahren gehört? Etliche, und das ist gut so. Politiker können reden so viel sie wollen, der Großteil der Jugend hört auf Idole. Wenn diese Idole dann Sinn und Verstand predigen, kann ich das nur gutheißen.
"Wer seine Kreativität für persönlichen Schund misbraucht, gehört verboten.", meint der Keely.
... und was meint ihr? Lieber Lyrics von geplatzten Träumen, der Freundin mit 'nem Fremden im Bett, dem Todesfall in der Familie oder dem ersten Korb an der Highschool, oder doch eher aggressive Hasstiraden gegen den gemeinen Amerikaner, einen Appell an die Benzinindustrie oder eine Ode an die Politik?
Würde mich mal interessieren.