Farmer Fran
18.01.2006, 23:01
Abschnitt#1
29.05.2005 - 28.06.2005
Scar29.05.2005, 14:53
Die riesige Wüste umschließt Tel-Nida mit trostlosen Sanddünen und Stürmen. Wer hier zu Fuß geht ist schon beinahe hoffnungslos verloren- deshalb nutzt man Sandschlitten (Schlittenartige Gefährte mit Steuerruder und Segel; für ungeübte Fahrer gefährlich) um vorwärts zu kommen.
Die zahlreichen Felsenplateaus nutzen Räubergilden, um ahnungslose Händler zu überfallen.
--------------------------------------------------------------------------------
Eni-Meister06.06.2005, 16:17
Eine viertel Stunde später war die Stadt nicht mehr zuerkennen.
Nur mein Umhang und die Kaputze schützen mich vor der prallen Sonne.
Eine halbe Stunde noch, dann sollte ich meinen ersten Zielpunkt erreichen.
--------------------------------------------------------------------------------
Van06.06.2005, 16:43
Yueh sah die Felswand aus der Ferne. Er erinnerte sich an seine früheren Besuche. Im Sonnenuntergang hatte er gesessn und den Sanddünen beim wandern zugeschaut, während seine Klienten auf sich warten ließen. Es war ein toller Ort. Die Höhlen boten einen guten Schutz vor der Mittagssonne, auch weil das Höhlensystem durch die Schornsteinähnliche form sehr gut durchlüftet war.
Plötzlich schreckte er hoch, er war der Felsformation nahe gekommen und hatte nicht bemerkt, dass er sich einem aus dem Sand ragenden Felsen genähert hatte. Zum ausweichen war es nun zu spät. Reflexartig griff er nach seinem Proviantrucksack und sprang ab. Wie erwartet rammte der Sandschlitten den Felsen und schleuderte mit lautem Getose gegen die Felswand. Die darauf folgende Explosion lies seinen heißgeliebten Sandschlitten vollends zu Schrott werden.
Doch nun fiel es ihm ein. Der Rucksack in dem sich die Fälschung vom Kaiserlichen Dokument befand war noch am Sandschlitten. Yueh lief langsam, noch benommen von dem harten Fall auf den Trümmerhaufen zu. Er konnte seine rechte Schulter nicht bewegen und seine Handgelenke, die den Sturz abgefangen hatten schienen auch nicht mehr ganz heil zu sein. Er suchte verzweifelt nach dem Rucksack, doch konnte nichts finden. Nach einer verzweifelten, anstrengenden und vor allem schmerzhaften Suche sah er das kaiserliche Siegel aus Wachs, das langsam im Sand zerfloss. "Nein....." Erschöpft von den letzten fünfzehn Minuten sackte Yueh zusammen
--------------------------------------------------------------------------------
Eni-Meister06.06.2005, 19:10
"Endlich!"
Langsam bremse ich meinen Sandschlitten ab.
Als er stillsteht steige ich ab und gehe ein paar Schritte gradeaus.
Vor meinen Augen sehe ich dann einen Abgrund; ich stehe auf einem Sandberg.
"Hier muss es sein."
--------------------------------------------------------------------------------
Eni-Meister06.06.2005, 19:57
"Zu steil, hier komme ich nicht runter..."
Ich blicke zuerst nach rechts, dann links und erblick aus der Ferne einen flachen Abstieg.
Dann eile ich schnell zu meinem Sandschlitten und hole meine Wasserflasche hervor und gönne mir einen kräftigen Schluck. Leider ist das Wasser nicht kühl, sondern vielmehr körperwarm.
Mit dem Handrücken meiner rechten Hand wische ich mir den Schweiß von der Stirn und mit der Handfläche vom Dekolte. Erst jetzt merke ich, dass mein Körper vom Sand übersäht ist.
Die Wasserflasche packe ich zurück und starte den Sandschlitten.
Nun fahre ich zum flachen Abstieg und bald darauf erreiche ich das Sandtal.
Misstrauisch blicke ich mich um.
"Überall diese steilen Abhänge; wer hier angegriffen wird, hat keine Überlebenschance."
--------------------------------------------------------------------------------
Van07.06.2005, 17:00
~Yueh stand in einer großen Halle. Er war schon früher hier gewesen um Geschäfte abzuwickeln. So und nur so hatte er es geschafft über die Runden zu kommen. Er ging auf D'schulak zu. D'schulak war ein unglaublich dünner Mann, zumindest schien er so, denn der Rest seines Körpers verbarg er sitzend hinter seinem Schreibtisch unter einer Decke. "Hast du ihn?" fragte er. "Natürlich" antwortete Yueh "habe ich dich jemals enttäuscht?" - "Das solltest du auch niemals tuen, Yueh. Du weißt was dich sonst erwartet."
Yueh gab D'schulak schweigend den Reisepass. Er benötigte ihn um ungehindert Schmuggelwaren nach Tel-Nida und wieder heraus zu bringen. D'schulak schaute zufrieden. Er faltete das Dokument zusammen
und gab es einem diener, der sofort schweigend aus dem Raum trat um das Dokument wegzubringen.
Offensichtlich war es ihm wirklich wichtig. "Nun zu deiner Belohnung, Yueh" D'schulak öffnete seine Schreibtischschublade und holte einige Münzen heraus, er gab sie einem Diener, der sofort zu Yueh schritt um ihn zu Belohnen. "10 Goldene Imperatoren, das ist ein großer Verdienst. Gib es nicht für Unsinn aus." Yueh wurde schon schwindelig dabei das Geld anzusehen...~
Yueh wachte auf. Er blickte auf seine Hände, das Geld war weg. Wie zu erwarten, wie konnte er nur so viel Geld haben...doch plötzlich schoss es ihm durch den Kopf. D'schulak wollte den Resiepass wirklich haben. Aber...es ist bei der Explosion zerstört worden. "Oh mein Gott" dachte Yueh. "D'schulak wird mir den Kopf abreißen lassen." Erst etzt schaute Yueh sich um. Er war in einem Fein zugerichteten Zimmer mit Himmelbett und teurer Einrichtung. "Nein, D'schulak's Palast!" Als er versuchte aufzustehen schmerzte seine Schulter stark. Sie war verbunden und offensichtlich behandelt worden.
--------------------------------------------------------------------------------
NPCs07.06.2005, 17:47
Anjali / Wüste Tor
Der Boden beginnt plötzlich zu beben. Ein kleines glänzendes Objekt stößt dabei durch die Sanddecke.
--------------------------------------------------------------------------------
Eni-Meister07.06.2005, 18:01
Alles bebt unter meinen Füssen; ich versuche mein Gleichgewicht zu halten, jedoch falle ich auf meinen Hintern.
Etwas Unbekanntes ist vor mir aufgetaucht.
Ein Artefakt?
Ich rappel mich auf und gehe vorsichtig, mich immer wieder umblickend, drauf zu.
Genau vor dem Objekt bleibe ich stehen und betrachte es mir genau.
--------------------------------------------------------------------------------
NPCs07.06.2005, 18:07
Anjali / Wüste Toro
Wie ein Pfeil schießt der schwarze Schwanz des Wüstenskorpiones aus dem Sand und verfehlt nur knapp die verwunderte Anjali. Der riesige Chitinkörper folgt sogleich nach. Acht riesige Füße und ein gigantischer Schwanz türmen sich vor ihr auf.
--------------------------------------------------------------------------------
Eni-Meister07.06.2005, 18:18
Ich hebe erstaunt meinen Blick und schlucke laut.
"Verdammt...", sage ich leise.
"Verdammt...", lauter werde.
Schließlich brülle ich "Verdammt!" aus mir heraus.
Vorsichtig trete ich ein paar Schritte zurück.
Noch ist der Skorpion nicht ganz aus den Sandmassen befreit.
Ich nutze meine Chance und renne so schnell ich kann zu meinem Sandschlitten, der nur zwanzig Meter von mir entfernt ist.
Angstüberströmt schmeiße ich mich auf den Sandschlittensitz, jedoch zeiht kein Wind auf. Die Segel hängen schlaff herunter. Ich blicke zurück und sehe, dass der Skorpion nun komplett aus dem Sandreich emporgestiegen ist. Schnell blicke ich zu meinem Segel, der noch immer schlaff herunterhängt, doch dann ein Windstoss.
Mit Vollgas versuche ich dem Skorpion, der in mir einen Imbiss sieht, zu entfliehen. Den flachen Aufstieg rase ich mit meinem Sandschlitten empor.
Dicht hinter mir verfolgt mich der riesige Skorpion.
Ich schreie laut auf: "Hi~lfe~!"
Kurz blicke ich zurück und erschrecke mich.
Der Skorpion schnappte um haaresbreite an mir vorbei.
Mein Herz rast, gleich wird es mir aus der Brust herausschiessen.
Wieder nach vorne blickend sehe ich das Nichts.
Kein Punkt am Horizont; nur die endlose Wüste.
Wie lange soll diese Jagd noch dauern?
--------------------------------------------------------------------------------
Van11.06.2005, 12:20
Langsam stand Yueh auf. Er hoffte das D'schulak nicht allzu sauer sein würde, schließlich hatte er bisher jeden Auftrag zu seiner Zufriedenstellung ausgeführt. Er zog sich seine Sachen an, die gefaltet über einem Stuhl auf der anderen Seite des Raumes lagen. Wie auf Bestellung öffnete ein Diener die Tür "Ahh, wie ich sehe sind sie wach Meister Yueh. Mein Herr D'schulak erwartet sie bereits!" Yueh folgte dem Diener zum Trohnsaal. Wie in seinem Traum saß D'schulak auf seinem Trohn. Dünn wie eh und je. "Nun, Yueh ich hatte schon auf dich gewartet. Wie ich sehe hattest du einen kleinen Unfall in der Wüste." - "Ja, und euer Dokument....." - "Ich verstehe Yueh. Du weißt was jedem blüht der seinen Auftrag nicht ausführt." - "Aber...!!" - "Ihr seit mein bester Mann Yueh, deshalb wäre der Tod nicht angemessen für sie" Er fing an Yueh zu sie-tsen. Das konnte nichts Gutes bedeuten, dachte Yueh. "Ich denke einige Jahre im Steinbruch werden dich lehren mich nicht zu enttäuschen..." Sofort erschienen zwei Wachen hinter Yueh um ihn abzuführen...
--------------------------------------------------------------------------------
Eni-Meister14.06.2005, 18:24
Schon etliche Minuten jagt mir der Skorpion hinterher.
Ich blicke wieder zurück.
Der Riesenskorpion scheint müde zu werden, da er sich mir immer weiter entfernt. Dann bleibt es stehen und blickt mir hinterher.
Erleichtert atme ich aus. Mein Adrenalinpegel sinkt langsam.
Ich blicke wieder nach vorne.
Doch wo bin ich gelandet? Fragend blicke ich mich um, aber weit und breit ist nur Sand zusehen.
Kurzerhand entschließe ich mich im großen Bogen umzudrehen, damit ich dem Skorpion nicht erneut begegne. Doch erstmal eine kurze Pause.
Die Segel ziehen ich herunter, sodass ich keinen Antrieb mehr habe.
Nachdem ich meine Wasserflasche auspackte und mich an die Kante meines Sandschlitten saß, trank ich einen kleinen Schluck. Die Flasche war leicht, was bedeutet, dass ich nicht mehr viel Wasser bei mir habe. Ich muss schnellstens eine Oase oder eine Stadt finden, aber wie ohne Karte?
Bin ich in der Wüste verloren und werde der Hitze erliegen?
Nein!
Ich schüttelte meinen Kopf und schob eine hervorstehende Strähne, vor meinem Auge, zurück. Eine Schweißperle rinnt mir am Gesicht entlang und tropft auf dem heißen Wüstensand, worauf es kurzerhand verdampft.
Die Flasche packte ich wieder zurück und stieg auf meinen Sandschlitten.
Ich setzte die Segeln und schon rasste ich davon.
In der prallen Sonne werde ich immer müder.
Die ersten Stunde kann ich mich wachhalten, doch dann wird mein Blick blass und verschwommen.
Ich versuchte mich wachzuhalten, aber vergebens.
Eingeschlafen auf dem Sanschlitten sauste ich in der Wüste entlang.
Langsam löst sich mein fester Griff vom Sandschlitten und ich falle auf den heißen Wüstensand. Wenige Meter weiter überschlägt sich mein Sanschlitten und bleibt liegen.
Bewusstlos liege ich mitten in der Wüste.
--------------------------------------------------------------------------------
Farmer Fran14.06.2005, 19:24
An diesen Post anschließend (http://rpga.info:8000/forum/showpost.php?p=278448&postcount=427)
Ich sitze aufrecht und lächelnd an Deck.
Genau genommen bin ich zu einer Salzsäule erstarrt, deren Mundwinkel durch den Fahrtwind nach hinten oben gezogen werden.
Ich hatte nie erwartet, dass es so schnell wird... und ich hatte auch nicht erwartet, dass mir schlecht wird. Ich zittere - es sollte keine Gefahr geben, schließlich ist Tî am Ruder, aber... das ist meine erste Fahrt abseits eines Mistkarrens...
Ich wette darauf derweil grün angelaufen zu sein. Was soll man tun, wenn sowas passiert? Genau, einen nahen Punkt fixieren! Ich sehe über den Rand des Wüstenschiffes, der sandige Boden rauscht vorbei und verschwimmt zu einer gelben Wand.
Schreiend stürze ich zurück und kralle mich am Boden fest, binde mir das Handtuch vor die Augen. Hoffentlich sind wir bald da...
--------------------------------------------------------------------------------
NPCs14.06.2005, 19:30
Das Schicksal / Frans Wüstenexpedition
Der Wind wird stärker und das Wüstenschiff noch schneller. Tî wird nervös. Die Kontrolle über das Wüstenschiff ist sehr schwer. Der Sandsturm tritt ein.
Dreizig Minuten später hat der Sturm ein beträchtiges Ausmaß angenommen. Das Schiff schlackert gefährlich und Tî sieht nicht mehr die Strecke vor dem Gefährt.
"Festhalten!", brüllt er durch den lauten Sturm.
Der Boden verhärtet sich, der Schiff klappert laut.
"Verdammt!", brüllt Fran.
Das schnelle Schiff fährt auf einer Felsplatte und... das Schiff fliegt die drei Meter hohe Felswand hinunter. Schreiend kommen die Passagiere am Boden an. Das Schiff zersplitter, die Kisten krachen in den weichen Wüstenboden und die Fracht verstreut sich. Die Leute sinken in den Wüstensand ein. Der Sandsturm heult erneut auf.
Es sieht nicht danach aus, als würde er die kommenden Stunden aufhören. Man sieht die Hand vor Augen nicht. Eine lebensgefährliche Situation.
Gestrandet.
--------------------------------------------------------------------------------
Snowsorrow14.06.2005, 19:34
Ich spucke den Sand aus dem Mund und binde mir benommen meinen Gesichtsschutz um. Schwer atmend liege ich mitten in einem Sandsturm nach einem tiefen Fall am Boden.
Langsam richte ich mich auf und versuche die anderen zu erkennen. Ba'Phan liegt neben mir, scheinbar unverletzt.
"Wir müssen die anderen finden.", schreie ich.
Nach einigen Sekunden deutet er an, das er mich nicht versteht.
"WIR MÜSSEN DIE ANDEREN FINDEN!", brülle ich erneut. Er nickt und verdeckt sich das Gesicht mit einem Halstuch.
--------------------------------------------------------------------------------
NPCs14.06.2005, 19:37
Das Schicksal / Anjali Khan
Unter dem Sandsturm beugt sich eine Gestalt über die ohnmächtige Gestalt. Sie merkt, das Anjali völlig fertig ist. Die Person legt Anjali in ihren geschlossenen Karren und nimmt sie mit sich.
> Anjali liegt nun in einem Käfig in Tel Nida. Dieser ist in einem dunklem Gewölbe. Ein Keller?
--------------------------------------------------------------------------------
Lucifer McGilroy14.06.2005, 19:38
Die halbe Maultasche noch zwischen den Zähnen festgehalten, den Hut auf meinem Kopf festhaltend und meine Sonnenbrille noch höher auf die Nase heraufrückend, so dass ich weniger Sand in die Augen bekomme, kämpfe ich gegen den Sturm an und sammle unsere Fracht wieder ein. Zum Glück kann nichts davon weggeweht werden, und wenn ich mich beeile wird es auch nicht sofort vom Sand verschüttet. Die anderen sollten ebenfalls dabei sein, unser Gepäck einzusammeln und im Schiffswrack zu verstauen, andernfalls werden wir es mit Schaufeln ausgraben dürfen. Hoffentlich bemerken sie das...wo stecken sie denn überhaupt alle?
Einige Meter weiter kann ich die Silhouette eines Aggares ausmachen. Ist es Ba'Phan oder Tî? Egal, ich werde ihn schnell ausgraben...
--------------------------------------------------------------------------------
Farmer Fran14.06.2005, 19:41
Ich höre Knarren, Schreie und rufe intuitiv "Verdammt!", obwohl ich dank Handtuch nichts sehen kann. Plötzlich spüre ich den Segler nicht mehr unter mir, rudere wild mit den Armen und Beinen, bis ich schließlich auf den Boden klatsche. Ich entferne das Handtuch - Sandsturm, keine Sichtweite. Geistesgegenwärtig binge ich mir das Tuch vor Nase und Mund, sodass ich weiter atmen kann. Ich spähe in den Sturm, doch nichts lässt sich sehen.
"Pahn! Tî! Serringard!", kreische ich unter meinem Gesichtsschutz, doch als sich nach wenigen Sekunden nichts vernehmen lässt gebe ich auf.
Ich hätte gerne eine Bewusstlose gefunden, aber der NPC ist mir zuvorgekommen, also werde ich damit vorlieb nehmen müssen blind durch den Sand zu kriechen.
Zufällig entdecke ich eine Kiste, in der ich zumindest meinen Oberkörper verstecken kann - endlich wieder Luft, und sehen kann ich jetzt auch, nämlich eine Holzwand. Ganz klasse Situation... das habe ich mir schon immer gewünscht.
--------------------------------------------------------------------------------
Snowsorrow14.06.2005, 19:43
Der Mönch gräbt mich aus. Ich klopfe ihm dankend auf die Schulter.
"Hast Du alles gefunden?", schreie ich gegen den Sturm an
Er nickt.
"Wir müssen ein Lager aufschlagen, bis der Sturm vorbei ist. So können wir nicht weiterziehen."
Ich sehe mich nach dem Schiff um. Vielleicht können wir uns darunter aufhalten, bis der Sturm vorbei ist.
"Wir sollten schauen, ob das Schiff noch ganz ist, und möglicherweise darunter schlüpfen um uns vor dem Sturm zu schützen, bis er vorbei ist", brülle ich Ba'Phan zu.
--------------------------------------------------------------------------------
Lucifer McGilroy14.06.2005, 19:46
Nach dem Schiff suchend kämpfen wir uns weiter durch den Sturm...
Au!
Ich stolpere über eine der Holzkisten und kann mich nur mit Müh und Not abfangen, bevor ich im Sand gelandet wäre.
Die Kiste sammeln wir wpäter wieder ein, da sie nicht einfach evrschüttet werden kann.
Aber wo ist das Schiff...?
--------------------------------------------------------------------------------
Van14.06.2005, 19:47
Die zwei Wachen schubsen mich durch die Gänge des Palastes, immer weiter hinunter bis wir schließlich zum hinterausgang gekommen sind. Als wir den Ausgang nach draußen sehen strahlt mir schon die unglaublich helle Sonne ins Gesicht. Es ist wirklich unglaublich eine riesige Grube mitten in der Wüste umrandet von einer Mauer, wohl um kleinere Dünen fernzuhalten. "Und was passiert bei einem Sandsturm?" frage ich die Wachen "Ich meine dann wird doch alles verschüttet!"
Lächelnd schaut mich die eine Wache an. "Das ist ganz einfach mein Freund. Die Arbeiter schaufeln das ganze innerhalb eines Tages frei oder es gibt keine Yakumilch als Verpflegung. Du musst wissen wir lassen dich nicht bis zur Erschöpfung arbeiten. Meister D'schulak weiß aus verlässlichen Quellen, dass..." Die andere Wache schlug ihm gegen die Schulter. "Er ist ein Arbeiter, kein Informant! Gib ihm eine Hacke, den Eimer da und eine Schaufel!" Die Wache tat dies. "Deine Arbeit kannst du dir von den andern Arbeitern erklären lassen und solltest du etwas finden und behalten gibt es Strafen die dir sicherlich nicht gefallen werden, verstanden?" Ich nickte und ging auf die Felswand zu.
--------------------------------------------------------------------------------
En-Saba-Nur14.06.2005, 19:48
Ich verstehe fast kein Wort. Der Wüstensturm ist viel zu laut.
Ich versuche einen Zauber zu entfesseln, um wenigstens einen kleinen Schild zu erzeugen, der uns vorübergehend schützt. Ich versuche einen kleinen Windkanal zu machen, der den Sturm um uns herum lenkt, doch das einzige was ich schaffe ist den Sand mit einem Blitz zu verglasen.
Glas?
Der wehende Sturm wird zu Glas und krümmt sich wie eine Halbkuppel. Der Sturm tost weiter und die Kuppel wächst ein wenig. Ein Mini-Iglu entsteht und man sieht, sowie hört den Sturm. Ich folge den anderen beiden und hoffe, dass die Gals-Kuppel wenigstens einen kleinen Schutz gewährt, bis wir einen besseren Unterschlupf gefunden haben. Das Glas wird vom Sturm verkratzt und birst an manchen Stellen.
Verdammt ... ich muss mich konzentrieren, damit das Ding nicht in Millionen Teile zersplittert. Ich hoffe nur, dass es den anderen gut geht.
--------------------------------------------------------------------------------
Farmer Fran14.06.2005, 19:54
Ich habe es mir in meiner Kiste wohnhaft gemacht, sie ist jetzt auf den Kopf gestellt, sodass ich rundum geschützt bin und auf Sand sitze. Mit meinem Buttermesser und der Hebelwirkung habe ich die Spalte zwischen zwei Brettern etwas geweitet, sodass Licht hereinfällt.
Ich habe hier drinnen etwas Milch und Brot; daran wird es also nicht mangeln. Ich krame mein Tagebuch und die Feder aus meiner Tasche, einen Tagebucheintrag werde ich nicht machen, aber mit Stift und Papier kann man sicher irgendetwas anstellen... vielleicht male ich etwas, Zeit genug habe ich.
--------------------------------------------------------------------------------
Snowsorrow14.06.2005, 19:56
Jetzt kann man wenigstens reden. Einige Meter vor mir sehe ich das Schiff. Zertrümmert, ohne Kufen und mit gebrochenem Segel. Doch die enge, kuppelartige Tragefläche ist ohne größere Schäden davor gekommen.
Ich sehe, wie Ba'Phan sich anstrengen muss, um die Glaskugel aufrecht zu erhalten.
"Halte nur noch kurz aus.", rufe ich zu. Der Sandsturm lässt die Glaskuppel eklig knirschen.
Ich renne zu dem Mönch, um ihm die Kisten, in die er die meisten der mitgenommenen Sachen reingestopft hat abzunehmen und stolpere dabei über eine zitternde Kiste.
Zitternde Kiste?
Fran schaut ziemlich veriwirrt unter seinem improvisorischem Versteck heraus.
"Schnell, unter das Schiff.", sage ich, während ich mit dem Mönchen zusammen die Kisten mit der geschlossenen Seite herum um das Schiff herum stelle. Fran duckt sich unter dem Schiff und hält mit seinem Stab das Schiff wie eine Plane über ihm.
"Beeil euch.", ruft Ba'Phan.
"Komm!", schreit Fran.
Ich schaufele noch schnell Sand um die Kisten auf und vergrabe sie dadurch etwas, um sie fester zu machen und dränge mich dann mit dem Aggares unter das Schiff. Gerade lässt Fran das Gewölbe herunterkrache, als auch schon die Glaskuppel laut zersplittert und der Sandsturm wieder in animalischer Lautstärke aufbrüllt und uns einschließt.
--------------------------------------------------------------------------------
Farmer Fran14.06.2005, 19:59
Schade, es war gerade so gemütlich in der Kiste... aber gut, hier habe ich wenigstens Gesellschaft. Wo ist eigentlich... ah, sieht ganz danach aus als hätte ich mein Tagebuch verloren, ich habe nur noch die Feder in der Hand. Muss wohl weggeweht sein.
Ich krieche näher an das schützende Holz und versuche mit der Feder etwas einzuritzen, tatsächlich funktioniert es. Ich konzentriere mich darauf meinen blühenden Hof und ein paar spielende Kinder zu malen, um den Sturm um mich herum zu vergessen...
--------------------------------------------------------------------------------
Snowsorrow14.06.2005, 20:02
Still sitze ich gehockt in diesem engen Gewölbe. Das Sturm rauscht an die Wände unserer improvisorischen Schutzbehausung. Wie ein winziges Iglu erscheint mir dieses Schiff.
Es ist so dunkel. Aber trotzdem versuche ich nicht zu nörgeln. Zwar weiß ich, das wir verdammt Glück gehabt haben, aber das ist schon Geschehen. Jetzt sind wir in einer mehr oder weniger gemütlichen Behausung und warten den Sturm ab.
Und dann?
--------------------------------------------------------------------------------
En-Saba-Nur14.06.2005, 20:04
Ich bin fast taub ... die empfindlichen Ohren eines Aggares sind nicht so sonderlich gut an die Wüstenstürme angepasst. Ich frage mich, ob Tî auch so schlecht hört wie ich.
Aus ein paar Spalten dringt Sand ein und der Segler bebt ein wenig. Das Schaben der Sandkörner setzt alle Anwesenden zu. Jeder zuckt und schaut sich um. Ich verschließe die kleinen Risse mit verglastem Sand und höre das Knirschen der unendlich vielen Sandkörner des Sturmes. Es macht mich voll nervös ... und wenn ich Nervös werde, dann kann ich meine magischen Kräfte nicht mehr so ganz unter kontrolle halten. Ich sehe wie winzige Funken aus meinen Händen sprühen.
Ohoh ...
Es fühlt sich an, als ob gleich ein gewaltiger Blitz aus meinen beiden Händen fahren würde ...
--------------------------------------------------------------------------------
Farmer Fran14.06.2005, 20:08
Pahn hat das Essen warm gemacht.
Wie zuvorkommend.
Ich greife zu und kümmere mich dann wieder um meine Höhlenmalerei.
--------------------------------------------------------------------------------
Snowsorrow14.06.2005, 20:10
Ich sehe, wie Ba'Phan nervös wird und auf seine funkenden Hände schaut.
"Ah", sage ich, "Nimm das und steck es Dir in die Ohren. Sonst wirst Du dauerhaft taub. Oder, wenn Du Glück hast, nur einen schlimmen Tinitus."
Mit einem Ächzen schnalle ich meine Hüfttasche ab und lege sie mir auf die Füße, die ich im gemütlichem Schneidersitz habe und öffne sie. Schnell finde ich die gewollten Kräuter und hole sie heraus. Ich reiße ein buschiges Bündel aus, lege sie mir auf die Oberschenkel und reiche Ba'Phan ebenfalls eines.
"Schluck das. Es macht Dich taub, da sich dein Gehörgang verschließt. Das hält knapp sieben Stunden und Du hörst währenddessen nichts, doch es schützt unser empfindliches Gehör."
Er schaut etwas kritisch auf die Kräuter in seiner Hand und schaut mir dann zu, wie ich die bitteren Kräuter erst sorgfältig zerkaue und dann Schlucke.
Gleich sollte lange Stille über mich kommen.
--------------------------------------------------------------------------------
Lucifer McGilroy14.06.2005, 20:13
Eingeschlossen während eines Sandsturmes.
Ob Ba'Phan den Boden unter uns zu Glas schmelzen kann, sodass wir mit dem Schiff darüberrutschen können? Ich schreibe es auf einen Zettel und stecke ihn Ba'Phan zu, es kann ja nicht schaden!
Während Fran ein magischn aufgewärmtes Mahl geniesst, esse ich die restliche Hälfte meiner Maultasche, die ich unter meinem Hut vor dem Sand geschützt habe.
Ein Sandsturm, was solls! Sowas hält mich nicht auf, ich hab's im Gefühl...!
--------------------------------------------------------------------------------
En-Saba-Nur14.06.2005, 20:23
Stille ... wie angenehm.
Ich schließe die Augen und beginne zu meditieren. Ich muss meditieren. Mit der Meditation nimmt meine Konzentration zu und ich werde ruhiger. Irgendwann werde ich eine Ruhe erreichen wo Meditation nicht mehr nötig ist. Bis dahin ... sollte ich mindestens einmal pro Tag meditieren.
Der Mönch schubst mich, um meine Aufmerksamkeit zu erregen, reicht mir einen Zettel und fragt mich, ob ich nicht den Boden verglasen kann, um das Schiff darüber rutschen zu lassen. Ich nicke ihm zu.
Ich konzentriere mich. Doch plötzlich wird mir schwarz vor Augen ... kurz bevor ich Ohnmächtig werde sehe ich, wie Tî es sich bequem gemacht hat und ebenfalls wegkippt ... Eine Nebenwirkung der Kräuter? Wahrscheinlich, so ruhig wie Tî ist. Aber wie lange werden wir wegdämmern?
--------------------------------------------------------------------------------
Lucifer McGilroy14.06.2005, 20:27
Ba'Phan hat meine Notiz im Empfang genommen, sie mit einem Nicken bestätigt und ist anschleissend eingenickt. Sammelt er Kräfte um das Schiff nach Gor rutschen zu lassen? Nun, ich bleibe geduldig, während Tî ebenfalls zu schlafen scheint, Fran fröhlich herumkritzelt und der Sandsturm unentwegt weiterbläst.
--------------------------------------------------------------------------------
Van14.06.2005, 21:01
Ich gehe auf einen Arbeiter zu und frage ihn nach meiner Arbeit hier. Er schaut mich nur verdutzt an, guckt böse und dreht sich von mir weg. "Hey Jungchen komm mal rüber" ein älterer Mann. Ich ging auf den Mann zu "Was willst du?" - "Du musst dich nicht wundern, dass hier einige so Abweisend sind. Manche von denen haben seit mehr als 5 Jahren ihre Familien und Freunde nicht gesehen." - "So lange habe ich nicht vor zu bleiben. Ganz davon abgesehen habe ich keine Freunde...." - "Willst du etwa fliehen? Jeder der das bisher versucht hat wurde Opfer von D'schulaks sadistischer Vorliebe für einen Kampf Mensch gegen Wüstenwolf....alle die hier sind sind zu verzweifelt um einen Fluchtversuch zu starten."
--------------------------------------------------------------------------------
Farmer Fran15.06.2005, 10:54
Der Sandsturm hat aufgehört, endlich. Serringard, Pahn und Tî scheinen zu schlafen; habe ich auch geschlafen? Ich kann mich nur noch daran erinnern gemalt zu haben, vermutlich bin ich auch eingedöst. Wie spät es wohl ist? Draußen ist kein Sturmlärm mehr zu hören, also traue ich mich hinaus. Die Sonnen stehen hoch am Himmel und brennen auf den Sand. Ächzed renne ich zurück unter unser Wrack und puste auf meine Füße; verdammt heißer Untergrund. Ich wickle meine Weste um den einen, mein Handtuch um den anderen Fuß und traue mich wieder hinaus.
Unser Wrack liegt hier im Radius von gut zwanzig Metern verteilt, das größte Stück war heute unsere Unterkunft. Kisten lugen unter dem Sand hervor, sind beinahe vom Sandsturm vergraben worden. Hier und da lassen sich noch Formen von Gegenständen erahnen, ich glaube, dass wir nachher ein wenig graben müssen, um alles wiederzufinden.
Mitten in der Wüste knallt die Sonne noch viel stärker als in der Stadt und ich befürchte, dass meine provisorischen Schuhe bald Feuer fangen.
Ich klettere auf das Wrack des Seglers, die Segel sind zerrissen und es ist windstill. Ohne weiteres werden wir hier nicht mehr wegkommen. Ich lockere das Ruder und nehme es aus der Verankerung, grabe mit dem Gerät nach meinem Frühstück. Ein sandiges Brot und Yakumilch lassen sich schnell finden, und da ich hier draußen nicht verbrennen will verziehe ich mich damit wieder unter das Wrack, hänge meine Schuhe zum Abkühlen auf und genieße das Essen.
Ich komme mir wie ein kleines Kind vor, das herausfindet, dass Kuchen aus Matsch und Sand ungenießbar sind...
Wir werden wohl nach Tel-Nida zurückkehren müssen, befürchte ich, oder aber nach Gor, was auch immer näher sein sollte. Bei der irrwitzigen Geschwindigkeit des Seglers bin ich mir nicht sicher.
--------------------------------------------------------------------------------
En-Saba-Nur15.06.2005, 11:49
Ein irrer hoher Ton weckt mich auf. Mit einem Ruck stehe ich auf und stoß mir meinen Kopf an. Jetzt kommt die Erinnerung wieder ... ich bin unter dem umgekippten Segler in der Wüste Toro; es hat einen mächtigen Sandsturm gegeben und mit Müh und Not haben wir uns retten können. Die Luft ist muffig und die Hitze nimmt von Augenblick zu Augenblick zu.
Ich betatsche vorsichtige meine Ohren ... sie tun nicht mehr weh und ich höre auch wieder einwandfrei, wenn nicht sogar besser. Wenn alle wach sind, können sie den Zettel lesen, den ich von Serringard bekommen habe und an der Innenwand des Seglers befestigt habe. Ich beginne zu meditieren und sammle meine Kräfte.
--------------------------------------------------------------------------------
Snowsorrow15.06.2005, 14:33
Blinzelnd wache ich auf. Die Kräuter haben mich eingeschläfert. Ohne sie hätte ich gar keinen Schlaf gefunden. Die Luft unter dem Schiff ist abgestanden und warm, doch immerhin haben wir hier überlebt. Draußen hätten wir keine Chance gehabt. Ich reibe mir das Gesicht und setze mich aufrecht hin.
Ba'Phan begrüsst mich, während er in einer starren Position verharrte und die Augen geschlossen hielt.
"Hallo...", sage ich und falle als ich das Schiff anheben möchte über Serringard, der friedlich neben mir schläft.
"'tschuldigung.", sage ich, doch er dreht sich nur auf die andere Seite und schläft weiter. Seinen Schlaf möchte ich haben.
Vorsichtig hebe ich unser Iglu hoch, das erstaunlich schwer ist, und schlüpfe hinaus in den hellen Tag. Die Sonnen strahlen heiß vom Himmel. Ich lasse das Schiff wieder sinken und bemerke Fran, der sich am Holz festhält und angeekelt an einem Brot kaut.
"Guten... Morgen?", sage und lächele ihn an. Das ich still an einem Fleck stehe bereue ich schnell- Ich zische als der heiße Sand meine Pfoten scheinbar verglüht und springe an das rettende Schiff und klettere zu Fran hinauf.
"Der Sand ist verdammt heiß...", nörgele ich und reibe an den schmerzenden Stelle. Er nickt schmatzend.
"Hast Du noch etwas zu essen? Ich habe seit vorgestern Abend nichts mehr gegessen."
Verdammt lange her.
--------------------------------------------------------------------------------
Farmer Fran15.06.2005, 17:53
Scheint so, als bräuchte Tî auch etwas zu essen. Ich binde mir meine Schuhe fest zu und springe hinunter in den Sand, greife das Ruder und grabe wild. Schon nach kurzer Zeit bringe ich ein paar kleine Behälter mit Fisch zum Vorschein; Katzen sollten sowas mögen. Ich greife mir ein paar und renne wieder los. Die Behälter sind gut gekühlt, offenbar ist es tief drinnen im Sand nicht so heiß wie hier oben.
Schließlich gelange ich wieder an der schattigen Stelle auf dem Schiff an und reiche Tî das Fresschen.
Vorerst sollten wir durch Graben an Futter kommen, die Frage ist lediglich, wie viel noch unter der Sandfläche vergraben liegt... das, was wir hier essen, könnte das letzte sein, was wir finden.
Ich verdränge den Gedanken und konzentriere mich stattdessen darauf, den Gedanken an Sand zu verdrängen.
Ich sehe mich um; nichts hilft mir dabei.
--------------------------------------------------------------------------------
Snowsorrow15.06.2005, 18:21
Ich schlucke den Fisch gierig hinunter und krusche in meiner Hüfttasche herum und hole meine Bandagen heraus und wickele sie mir fest um die Füße. Jetzt müsste ich unbeschadet auf dem Sand laufen können. Vorsichtig rutsche ich am Schiff hinunter und lande auf dem warmen Sand. Nichts. Lächelnd gehe ich einige Schritte und springe erfreut hoch und schlage beide Fußfersen aneinander. Die halten.
Ich mache mich auf und buddele pfeifend die Holzkisten aus dem Sand und betrachte den Inhalt. Kaum zu essen. Nur Schwerter, Laken, Öl und andere, mehr oder weniger nützliche Dinge in der Wüste. Dann mache ich mich auf und bücke mich immer wieder nach den herausstehenden Objekten im Sand und werfe sie in einen Behälter. Nach einiger Zeit wische ich mir den Schweiß von der Stirn und schaue auf unsere Habseligkeiten, die sich um die Hälfte verkleinert haben.
Zwei Kisten sind völlig zersplittert und völlig unbrauchbar. Unsere Kufen liegen neben diesem Holz- wäre es kalt, könnten wir sie wenigstens verbrennen. Nach der Sammelarbeit gehe ich wieder zu Fran, der amüsiert meiner Arbeit zugeschaut hat.
"Tî, wo sind wir hier?", fragt er und legt Hand an seinem Badetuchschuhen an.
Ich lecke mir kurz an den Finger und hebe ihn in die Luft. Dann blinzele ich in die stechenden Sonnen und drehe mich im Kreis. Die Wolken ziehen nach Westen. Schließlich gehe ich auf die Hoche, hebe ein wenig Sand und lasse ihn zwischen den Fingern zu Boden gleiten.
Dann springe ich zu Fran auf das Schiff und atme tief ein.
"Ich...", ich schaue nocheinmal kurz in den Himmel, "...habe keine Ahnung."
Stille.
"Irgendwo zwischen Gor und Tel-Nida.
--------------------------------------------------------------------------------
En-Saba-Nur15.06.2005, 19:22
»Wie geht`s euch da oben?« Rufe ich mit meinem lautstarken Organ und klopfe an die Decke - was früher mal der Boden des Wüstenseglers war. »Ich hoffe ihr vergesst uns hier unten nicht.«
Obwohl es schön dunkel und kühler als draussen ist, mache ich mich ebenfalls daran nach draussen zu kommen. Ich verschmelze mit den Schatten und tauche zur Überraschung von Fran urplötzlich aus dem Segelschatten wieder aus. Tî kennt meine Fähigkeit in Schatten zu reisen bereits.
»Buh!« Ich grinse fies, als ich sehe wie schreckhaft er ist. Nach einem 360°Turn schüttle ich den Kopf. Keine Schatten - Nur drei pralle Sonnem, die auf uns niederknallen. Als mein Magen knurrt nehme ich mir einen Fisch, der in der Sonne anfängt zu braten und verschlinge ihn richtiggehend.
»Wir sollten weiterziehen. Sonst kommen wir noch um.« Tî und Fran zucken mit den Schultern. Keiner von beiden weiss wo wir sind. Obwohl Fran technisch begabt ist kriegt er sowas leichtes wie eine Ortsbestimmung nicht hin. Peinlich - für ihn.
Ich breche von einer Kiste einen Stab heraus und werfe ihn Senkrecht in den Sand, so das er stecken bleibt. Über die Schatten des Stabes und den Stand der drei Sonnen finde ich heraus in welcher Richtung Tel-Nida liegt und in welcher dann Gor liegen muss.
Solch einfache Ortsbestimmungen sollte eigentlich schon jeder als kleines Kind gelernt haben.
»Da lang.« Ich deute zum Heck des Seglers und hoffe mal, dass man mir Vertrauen schenkt.
Hüpfend kommt jetzt auch der Mönch Serringard an Deck, den früheren Boden des Seglers, und zeigt den Zettel her, der schon die ganze Zeit über an der Wand gehängt hat.
Ba`Pahn, kannst du den Sand unter uns zu Glas machen?
Dann können wir uns unter den Segler begeben und ihn als Sonnenschild benutzen, während wir den Segler über das Glas gleiten lassen, um nach Gor zu gelangen.
Ich nicke und sehe fragend die Anderen an, denen ich das Blatt reiche.
--------------------------------------------------------------------------------
Snowsorrow15.06.2005, 19:41
"Aber der Raum darunter ist zu eng. Für eine längere Reise können nur darunterPersonen darunter liegen. Diese müssen dann auch Holzschildern liegen, um keine Schürfwunden zu bekommen. Das schmerzt verdammt.", sage ich ernst. Die Idee ist nicht schlecht. Aber gefährlich, "Wir könnten auch zu viert rein, aber dann wird es ungemütlich eng. Und außerdem...", ich wende mich Ba'Phan zu, musst Du auf dem Schiff sein und vorne sitzen, um vor dem Schiff den Sand zu Glas zu schmelzen."
Ich springe vom Schiff zu ihm hinunter und zeige ihm die Stelle, wo er sitzen würde.
"Wenn man da vorne noch ein Brett rannageln würde, könntest Du wie bei einem Pferdewagen auch deine Füße darauf ausruhen, ohne das sie herumschlackern."
Jetzt gehe ich zum anderen Ende des Schiffes und fasse an das Holz.
"Und da muss ein neues Steuerruder hin, sonst fahren wir immer nur geradeaus, und so würden wir nie richtig ankommen. Ich würde dann an dieser Stelle sitzen, um das Schiff zu bewegen."
Ich wende mich jetzt Serringard und Fran zu, die gespannt meinen Worten lauschen.
"Ihr müsst dann mit unseren Sachen unter dem Schiff liegen. Es wird zwar etwas ungemütlich, aber besser als an der heißen Sonne."
--------------------------------------------------------------------------------
Farmer Fran15.06.2005, 19:43
Während Pahn den Zettel an Tî weiterreicht springe ich hinunter in den Sand und sehe mir den Stab, den Pahn hier hingeworfen hat, genauer an; ganz offensichtlich kann man damit die Himmelsrichtung bestimmen oder herausfinden, wo man ist oder wo ein anderer Ort ist.
Wie das wohl funktioniert?
In erster Linie können wir davon ausgehen, dass man einen beliebigen Stab dazu nutzen kann, denn Pahn hat willkürlich einen aus der Holzkiste gebrochen.
Weisen solche Bretter womöglich ein besonderes Flugverhalten auf?
Ich werfe das Gerät hoch in die Luft und kann nur knapp ausweichen, mir ist nichts besonderes aufgefallen.
Womöglich hat die Sache etwas mit den Schatten zu tun? Nein, unmöglich, diese sollten rund um die Stadt herum gleich sein, zumindest in einem gewissen Radius, auch wenn der Schatten zu anderen Tageszeiten natürlich länger oder kürzer ist.
Ob man daraus eine Uhr bauen könnte? Das wäre doch mal eine Idee, eine Uhr, die sich am Tageslicht orientiert. Ich nenne sie... Tagelichtsuhr.
Nein... Sonnenuhr!
Da ich aber weiterhin nicht herausfinden kann, warum Pahn so plötzlich die Richtung kennt, trete ich das Holz achtlos weg und klettere wieder zu den anderen hoch. Tî scheint sich derweil den Zettel angesehen zu haben.
Es gibt offenbar einen Konstruktionsplan, wie er Serringard und mir verrät... na dann ans Werk, es ist Bastelstunde!
--------------------------------------------------------------------------------
Snowsorrow15.06.2005, 19:58
Ich hebe meinen Daumen und zeige Fran das ich bereit bin. Dann bücke ich mich zu einer der ohnehin zerstörten Kisten und versuche ein Brett hinauszuhebeln. Es knackt und ich breche ein Stück des Holzes ab, doch es ist an den Seiten gerade geschnitten und die Nägel darin stecken noch gerade drin.
"Passt das, Meister?"
Ich werfe Fran das Brett elegant zu.
Dann mache ich mach an die Arbeit, ein zweites Brett hinaus zu kriegen.
--------------------------------------------------------------------------------
Farmer Fran15.06.2005, 20:13
Ich sehe mir das Holz an; wir haben wohl keine Möglichkeit es zu glätten, aber zumindest für Pahns Fußablage sollte dieses reichen.
Als Ruder können wir das alte Ruder nehmen, das ich zuvor als Schaufel missbraucht habe. Mit meinem Buttermesser - ich liebe Allzweckwerkzeuge - drehe ich die Schrauben aus der Konstruktion, in die das Ruder eingesetzt war. Mit Dreh- und Hämmerbewegungen setze ich sie am neuen Heck ein und stecke das Ruder in sie zurück. Hartes Brot ist ein hervorragender Hammer und unser Steuer sollte jetzt gut sitzen.
Fehlen noch Fußablage und Serringard/Fran-Ablage.
Für ersteres können wir das Brett nehmen, das Tî mir zugeworfen hat, aber wie soll ich es befestigen? Nägel oder Schrauben haben wir keine mehr, Kaugummi würde bei dieser Temperatur nicht lange halten.
Ich leihe mir Serringards Sichelwaffen und missbrauche sie als Nägel, eine andere Wahl scheine ich nicht zu haben...
Es sieht wirklich skurril aus, aber nach einigem festen Klopfen stelle ich fest, dass alles hält, vorerst...
Nun brauchen wir noch eine Konstruktion an der Unterseite, in die Serringard und ich gelegt werden können. Tîs Schild reicht, um sich mit dem Bauch darauf zu legen, eine weitere Platte können wir aus den kaputten Kisten gewinnen.
Ich binde den länglichen Stoff, den ich von zu Hause mitgenommen habe, um eines der Bodenbretter des Schiffes und lasse ihn nach unten hängen, knote ihn zusammen, vorher wird er jedoch durch den Griff des Schilds gelegt. Somit hätten wir eine Sitzfläche für Serringard.
Ich habe noch Nadel und Faden, damit kann ich nichts anfangen, die anderen Stoffe sind zu kurz und unter dem Zeug sind keine Seile.
Allerdings gilt es noch einige Kisten und mich selbst zu befestigen... nur wie?
"Soweit so gut?", frage ich an Tî gewandt, der derweil weiteres Baumaterial recycelt hat. Meine Hände schmerzen langsam, seine vermutlich auch...
--------------------------------------------------------------------------------
Snowsorrow15.06.2005, 20:22
"Nein, das Segel fehlt noch.", sage ich und hole ein an einigen Stellen zerfetztes Stück Leinen heraus. Kein Aujssenstehender hätte ohne Vorwissen gewusst, das es mal unser Segel war.
"Das müssen wir noch befestigen und irgendwie flicken."
Er nickt und fängt das Bündel auf. Er klettert geschickt auf unser neues Gefährt und breitet das Laken aus. Er holt Flickzeug hervor. Der Typ hat an alles gedacht.
Ich spaziere ein wenig herum und hoffe die Segelhalterung wiederzufinden, die bei dem Sturz entzwei gebrochen war. Ha, Glückgehabt. Etwas längliches skizziert sich aus dem Sand heraus. Ich bücke mich und greife nach einer Schlange, die böse aufzischt, als ich sie in der Hand halte. Erschreckt schreie ich auf und werfe sie weit weg. Sofort vergräbt sie sich in den heißen Sand und verschwindet.
"Da ist es!", einige Meter vor mir liegen die beiden Teile der Segelhalterung. Meine Adern in den Oberarmen spannen sich, als ich die beiden schweren Standen zurück zum Schiff trage und sie in den Sand werfe.
"Verdammt schwer...", keuche ich. "Wie kriegen wir die beiden Stücke wieder zusammen und auf das Gefährt?"
--------------------------------------------------------------------------------
Farmer Fran15.06.2005, 20:36
In Tîs Abwesenheit habe ich eine Skizze (http://img296.echo.cx/img296/9485/skizze4uh.png) der bisherigen Konstruktion angefertigt. Ich befürchte, dass ich aus guten Gründen kein Maler geworden bin...
Wir brauchen noch eine Halterung für mich, die Kisten, und natürlich für das Segel. Tî hat den Mast gefunden, super, er hat sogar zwei...
Wir bräuchten ein Verbindungsstück, allerdings müssen Mast und Halterung einiges aushalten, lediglich Holz dazwischen zu hämmern würde nicht reichen.
Möglicherweise können wir das Segel anders befestigen?
Ich ziehe meinen Rosenstab, spitze ihn mit dem Messer an und ramme den Stab dann in das Deck des Segelschiffes, den oberen Teil des Segels knote ich an der Spitze fest, die linke und rechte untere Ecke werden links und rechts am gesplitterten Holz des Schiffes befestigt. Die Fläche, in die der Wind blasen kann, ist nur sehr klein, aber da wir über Glas fahren werden könnte es reichen, auf einen Versuch kommt es an.
Schweiß steht mir auf der Stirn, langsam werde ich müde, aber ich kann nicht einfach aufhören und mich ausruhen, auch wenn meine Hände aufgrund des aufgeheizten Materials schmerzen... unser Proviant ist stark begrenzt und jeder Tag zählt, gar jede Stunde. Hoffentlich gibt es in Gor eine Quelle oder etwas ähnliches...
Was ist noch auf unserer Liste verblieben? Tragflächen für mich und die Kisten.
Ratlos sehe ich zu Tî.
"Hast du eine Ahnung, wie wir die Transportfähigkeit erhöhen können?"
--------------------------------------------------------------------------------
Snowsorrow15.06.2005, 21:02
Ich nehme zwei kleine Holzbretter und breche ein weiteres, längeres, auf die gleiche Länge in zwei. Jetzt habe ich vier gleich lange Stücke. Dann gebe ich Fran den Befehl die erste Kiste an der Seite des Schiff hochzuheben und an das Gefährt zu lehnen. Ba'Phan werfe ich zwei Holzstücke zu, die er überanderer legt und von innen des Gefährtes an das Holz hält. Jetzt nehme ich meine Sensen heraus, ramme sie durch die Holzwand der Kiste durch das Gefährt in die beiden Holzbretter auf der anderen Seite und hoffe.
"Loslassen." Ba'Phan und Fran lassen gleichzeitig los und... die Kiste hält wie ein Regal an dem Gefährt. Ich lächele.
"Es hält."
Das gleiche wiederholen wir mit der zweiten Kiste und meiner zweiten Sense an der anderen Seite. Dann nehme ich mir eines der Kurzschwerter aus der Kiste und schlage damit an die obere Fläche des Gefährtes zwei Münzgroße Löcher.
Während ich die Waffe zurück in die improvisorisch an das Schiff gehämmerten Tragetaschen erkläre ich, das dadurch Luft nach unten gelangt und sie genügend Sonnenlicht bekommen.
Dann lege ich schnell ein Pergament auf das Schiff und beginne zu zeichnen.
Nahc einigen Kritzelaien präsentiere ich allen die exate Zeichnung (http://img.photobucket.com/albums/v285/Mithila-Rpg/130f9534.jpg) unseres neuen Gefährtes.
--------------------------------------------------------------------------------
Lucifer McGilroy15.06.2005, 21:17
Lalala...Hevenu Schalom Alechem...Kyrie Eleison...
Ich höre schöne Musik...sagt mal, können ich und meine fünf Immobilienmakler den Pinguin hier Essen? Er hat so lecker aussehnde Ohren...
Nachdem sich Fran mit einem "Oh, Entschuldige" für seinen Ausrutscher mit einem Balken entschuldigt hat setze ich mich auf und streiche mir den Schweiss und die von diesem festgeklebten Haare von der Stirn.
Es ist heiss...
Vor meinen Augen flimmert alles und ich kann mich nur unter großen Anstrengungen rürhen. Ich mag zur See gefahren sein, aber schon anhand meiner schweren Kleidung kann ich sehen, dass ich nicht für die Wüste tauge...
Egal. Ich habe nicht einmal eine Wahl.
Meine Kleidung abzulegen kommt nicht in Frage, die Expedition nach Gor darf für mich ebenfalls nicht ausfallen. Ich kann mich aber auf jeden Fall nicht überanstrengen, ohne wieder in Umnachtugn zu fallen...
Die anderen haben scheinbar meinen Zettel mit der Schnapsidee gelesen. Nun, ich bin eben ein Genie, ob ich will oder nicht...
--------------------------------------------------------------------------------
Farmer Fran15.06.2005, 21:34
Unser Schiff ist fertiggestellt.
Ich lege Serringard, der offenbar nicht mehr ganz bei Sinnen ist und geisteskranke Sätze für mich aufschreibt, auf den Schild, an dem er sich sogar festhält. Vielleicht kühlt ihm der Fahrtwind ein wenig den Kopf ab...
Tî und Pahn haben ebenfalls ihren Platz an Bord, ich begebe mich an meine Position an der Unterseite. Somit sollten wir bereit zum Durchstarten sein. Mit dem Handtuch wische ich mir Schweiß von der Stirn; hoffen wir, dass die Konstruktion hält, für eine weitere Reparatur reicht es wohl nicht...
Oder nur knapp...
--------------------------------------------------------------------------------
En-Saba-Nur16.06.2005, 11:13
Ich habe bereits zwei Zeichnungen geseh nun die Dritte (http://img291.echo.cx/my.php?image=frpgkopfstandsegler4uj.jpg) habe ich gerade fertig gestellt. Irgendwie scheint jeder eine andere VOrstellung zu haben. Nunja ... solange es bis nach Gor durchhält ist es eigentlich egal, wie es aussieht. Ich schätze mal, dass wir in Gor genügend Material von unseren Vorgängern finden, um wieder was Neues zu basteln. Ich sehe Fran von der Seite an und denke mir, dass er mir die Idee der Sonnenuhr geklaut hat ...
Die drei Sonnen knallen auf uns herunter und ich kann nur hoffen, das wir genügend Geschwindigkeit drauf bekommen, damit der Fahrtwind uns einigermaßen abkühlt. »Alle bereit?« frage ich. Anscheinend. Der Wind genügt um loszusegeln, also fange ich an als erstes den Boden unter dem Schiff zu verglasen. Dann setze ich mich an meinen Platz und beginne - rote Blitze umziehen meinen Körper und bündeln sich in meinen Händen - ein gewaltiger anhaltender Blitz schiesst in den Sand hernieder und verglast ihn.
Ich schreie »Auf auf nach Gor!«
Wir sausen durch die Wüste, der Segler knirscht über das Glas, und hinter uns ziehen wir einen Schweif aus Feuer mit.
Schweif aus Feuer?
Verdammt!
Die Strahlen der drei Sonnen sind so stark, dass sie das Glas noch weiter bündeln und den Untergrund in eine zähe Flüssigkeit verwandelt, deren unglaubliche Hitze alles -selbst Glas, Sand und anscheinend die Luft- zum Brennen bringt.
Wenn wir in Gor ankommen, dann müssen wir wohl oder übel abspringen und den Schrotthaufen von Wpstensegler seinem letzten Schicksal überlassen. Ausser natürlich wir erreichen Gor im Schutze der Dunkelheit, sodass sich nichts mehr entzünden kann, aber ich glaube nicht das das passieren wird ... irgendwann geht mal jede Glückssträhne zu Ende.
--------------------------------------------------------------------------------
Farmer Fran16.06.2005, 11:17
Das Schiff brennt.
Ich befinde mich in einer Situation, in der ich es nicht für angebracht halte irgendetwas hinzuzufügen. Solange die Flammen nicht auf mich überspringen bleibe ich einfach regungslos hier sitzen.
--------------------------------------------------------------------------------
En-Saba-Nur16.06.2005, 11:32
Au Weia ...
Ich weiss nicht warum das Schiff Feuer gefangen hat, wir sind immer noch etwas schneller als der Feuerschweif hinter uns.
Ich sehe öfters nach hinten und dann wieder nach vorne. Es hilft nichts ... Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Ich schreie zu Fran, dass er einen Stofffetzen suchen und ihn Tî geben soll. Gesagt getan. Tî sieht mich verwundert an. »Ab in den Mund und drauf rumkauen. Wenn es feucht genug ist, kannst du damit versuchen das Feuer zu löschen.« Tî sieht mich total entgeistert an. »Wenn es dir lieber ist, dass das Schiff abfackelt und wir hier in der Wüste qualvoll verbrennen ...« Tî sieht widerwillig den Stofffetzen an und öffnet den Mund. Er murmelt etwas, was sich ungefähr nach 'widerlich' anhört. Fran springt plötzlich auf und schreit »Yaku-Milch!« Alle sehen ihn an. Fran hat noch etwas von dieser Flüssigkeit da, tränkt den Fetzen in die Milch und er sowie Tî löschen das Feuer. Brand gelöscht, Schrotthaufen noch intakt, Feuerschweif in noch akzeptablen sicheren Abstand, aber nix mehr zum trinken da. Was für ein Glück. *Kopf schüttel*
--------------------------------------------------------------------------------
Lucifer McGilroy16.06.2005, 13:08
Phantastisch.
Es wird wohl oder übel gut gehen müssen. Ob es will oder nicht. Na, der Zufall kann nicht dahitnerstecken...
--------------------------------------------------------------------------------
Snowsorrow16.06.2005, 13:24
Das Feuer ist gelöscht, doch die Flammenstraße verfolgt uns, als wäre sie menschlich und würde uns aus ihrem Jagdtrieb verfolgen. Doch sie folgte nur unserem Glasweg. Wenn wir unser Tempo halten werden, wird uns das Feuer nicht einholen, doch sollten wir stehen bleiben werden wir sterben. Die Flammen werden uns umzingeln und unser Schiff zu unserem Scheiterhaufen machen, dessen tödliche Hitze uns langsam aber sicher zum Wahnsinn treiben wird. Das Feuer wird uns zwicken und unsere Haut abpellen und uns langsam und qualvoll verbennen. Dabei werden wir schreien und hoffen, das es schnell vorbei ist.
Optimistisch lege ich mich fester in's Zeug und steuere das schwere Ruder.
Wegen dem Glas unter uns gleiten wir schneller als normal, gut und gern' mit doppelter Geschwindigkeit. Wenn nicht sogar mehr. Doch dadurch schlackert das Schiff stark und die Steuerung fällt mir schwer. Aber irgendwie genieße ich diese Situation- ich fühle mich frei.
"Normalerweise müssten wir knapp zwei Tage mit dem Wüstensegler reisen, und das bei gutem Wind", rufe ich Ba'Phan zu, "doch da schneller als sonst fahren müssten wir heute schon ankommen. Vielleicht schon in ein drei-vier Stunden, wenn wir Glück haben."
--------------------------------------------------------------------------------
Lucifer McGilroy16.06.2005, 14:11
Wenn wir in Gor anhalten, sollten das wöglichst so tun, dass wir über die von Ba'Phan verglaste Strecke hinausrutschen und somit wenigstens vorerst den Flammen entkommen. So hätten wir genügend Zeit, das Gepäck abzuladen und ausser Reichweite der Flammen zu bringen. Einen solchen Stopp wird das Wüstenschiff zwar kaum aushalten können, aber es ist eh nicht mehr zu retten.
Mir kommt es vor, als wäre das Wüstenschiff schneller als gewöhnliche Schiffe...aber es muss inzwischen eine Weile her sein, dass ich zum letzten Mal auf einem Schiff war...
--------------------------------------------------------------------------------
En-Saba-Nur16.06.2005, 15:14
Stunde um Stunde vergeht in der die Flammenwand sich uns stetig genähert hat.
Jetzt allerdings, als der Abend anbricht, wird die Flammenwand kleiner. Aber dennoch - sie ist noch da und der Sand kühlt nicht so schnell aus. Die Dünen nehmen langsam grössere Ausmaße an und ich vermute mal, dass wir uns langsam Gor nähern. Tî bestätigt meine Vermutung. Urplötzlich taucht eine grosse Düne vor uns auf und aus der gläsernen Strasse wird eine Rampe.
»Festhalten!« Schreie ich. Der Segler schiesst über die Rampe und mitten in der Luft hört die Glas-Strasse auf - gibt ja auch keinen Sand mehr, den man in Glas schmelzen kann. Als wir nach unten sehen, sehen wir in die Tief des Tals Gor, wo wüste Stürme herrschen. Der Segler fliegt weiter und setzt auf der anderen Seite des Grabens auf. Der kleine Spalt muss wohl mit der zeit entstanden sein.
Mit der Landung zerschellt auch der Segler in seine Einzelteile und verstreut alle Sachen in mehreren Meter Umfang. Während Serringard und Fran die Sachen zusammenkruschen; sehen Tî und ich in das Tal hinunter. Es muss mindestens zwei Kilometer im Durchmesser haben, wenn nicht sogar noch mehr. Nein, die zwei Kilometer sind die Sehweite. Dann werden die Stürme viel zu dicht, als das man erkennen könnte, was sich dahinter verbirgt. Tî zuckt plötzlich zusammen und deutet in Richtung der Sturmfront. »Sie kommen.« Flüstert er. Ich sehe nichts. Wahrscheinlich, weil ich nicht weiss auf was ich achten muss.
--------------------------------------------------------------------------------
Snowsorrow18.06.2005, 21:39
Die Geschwindigkeit ist viel schneller als bei einem Wüstensegler. Oder irre ich mich, weil ich geschlossene Augen habe? Ah, keine Ahnung, hauptsache, wir kommen schnell Zuhause an.
Zuhause... ja, hatte ich denn ein Zuhause? Nein...
Seufzend frage ich Fran:
"Sag, Fran... wenn wir wieder in Tel-Nida angekommen sind... dürfte ich dann... irgendwie bei Dir in einer Ecke deiner Farm einen Schlafplatz einnehmen? Ich meine, ich habe kein Haus in Tel-Nida, und Geld habe ich auch nicht..."
--------------------------------------------------------------------------------
Farmer Fran18.06.2005, 21:40
Tî scheint kein Heim in Tel-Nida zu haben.
Ob ich ihn bei mir wohnen lassen sollte?
"Du willst eine Schlafecke in meinem Haus haben?", frage ich spöttisch.
"Äh... ja... aber wenn du dagegen bist...", beginnt er.
"Hey", unterbreche ich ihn. "Du kriegst das erste Stockwerk."
--------------------------------------------------------------------------------
En-Saba-Nur18.06.2005, 21:41
Wir sind wieder in der Wüste Toro und sausen mit enormer Geschwindigkeit Tel-Nida entgegen. Schon seit Stunden im Schutze der Dunkelheit und es kommt mir wie eine Ewigkeit vor.
Aber ... was ist das?
Da am Horizont glüht etwas. Es sollte Tel-Nida sein, aber alle Fackeln der Stadt könnten zusammen nie so hell scheinen. Das kann nur eines bedeuten und ich schreie es raus. »Tel-Nida brennt!«
--------------------------------------------------------------------------------
Lucifer McGilroy18.06.2005, 21:41
Ein erregtes Grinsen huscht unerklärlicherweise über mein Gesicht. Verwundert ob meiner verwechselten Emotionen schaue ich wohl eher skeptisch als besorgt drein.
Tel-Nida brennt, die Schiffe im Hafen wohl auch...
Wie komme ich nun von dieser Welt aus Sand und Fels wieder weg? Was für eine Schlamperei...
--------------------------------------------------------------------------------
Farmer Fran18.06.2005, 21:44
Pahn schreit rum. Tel-Nida brenne.
Na und? Tel-Nida brennt alle halb Stunde, was regt der sich auf...
Auf meinem Hof ist ohnehin nichts mehr, was nicht schon abgefackelt wäre.
Hach... nichts als Stress hier...
--------------------------------------------------------------------------------
Snowsorrow18.06.2005, 21:46
"Danke.", sage ich Fran, doch Ba'Phan brüllt plötzlich "Tel-Nida brennt."
Erschrocken öffne ich die Augen und blicke zu einer brennenden Stadt. Nein, nicht alle Häuser brennen. Aber irgendetwas großes hat Feuer gefangen. Oder viele Gebäude. Wahrscheinlich haben irgendwelche betrunkenen Gildenmitglieder Häuser angezündet.
Nach einigen Minuten erreichen wir die Stadttore von Tel-Nida. Langsam kommt der Wurm zu stehen. Wir springen ab und blicken uns um.
"Was zur Hölle war hier los?"
Die Stadttore weit aufgerissen. Wir blicken die große Hauptstraße entlang, die voller Leichen und zerstörten Marktständen ist. Chaos. Eine bedrückende Stille hängt über der zerstörten Stadt.
Weit im Hintergrund sehe ich, wie der Hafen brennt. Scheinbar nur der Hafen.
--------------------------------------------------------------------------------
Lucifer McGilroy18.06.2005, 21:48
Warum amüsiert es mich nur so? Es muss ja unangenehme Temperaturen in dieser eh schon trockenen Stadt geben...wäre ich doch bloss in meinem lauschigen Zimmer im "Tel-Nidas Traum" geblieben.
--------------------------------------------------------------------------------
Van19.06.2005, 20:34
"Das glaube ich dir gut und gerne. Diese Wachen machen auf mich auch keinen besonders netten Eindruck" sagte ich. Der Mann gab mir einen wink und ich folgte ihm. "Ich heiße übrigens Yueh" - "Mein Name ist Lorrêk" Ich folgte dem Mann weiter, während ich meine Hacke immernoch hinter mir her schliff. Er führte mich wohl zu seinem "Stammplatz". Auf dem Weg sah ich wie es hier im Steinbruch zu ging. Keiner der Arbeiter war unterernährt oder durstig. Alle wurden zu Genüge versorgt. D'schulak musste damit irgendetwas bezwecken. Vielleicht suchte er irgendetwas.....hier im Sand.
Lorrêk blieb stehen. "Nun hier sind wir. Es ist schattig und die Wachen kommen selten hier hin."
Ein paar Meter weiter hörte ich eine weibliche Stimme. "Vater bist du wieder da?" In der Ecke stand eine junge Frau. Sie hatte uns den Rücken zugekehrt. Ihre mittelkurzen braunen Haare waren verschwitzt. "Ja, mein Schatz ich bin wieder da." Lorrêk drehte sich zu mir um. "Yueh, das ist meine Tochter"
--------------------------------------------------------------------------------
Mäde20.06.2005, 06:23
Zwei Tage quäle ich mich schon durch die unwirtliche Wüste Toro. Die Hitze ist unerträglich. Tagsüber habe ich mich mit einem Strick an den Bauch meines Tieres gebunden, um der Sonne nicht ganz so hilflos ausgesetzt zu sein.
Meine Wasservorräte gehen zu neige. Und ich weiss nicht, wo mein Ziel ist.
Schicksal, führe mich!
--------------------------------------------------------------------------------
NPCs20.06.2005, 22:08
Das Schicksal / Maen Nin (Mäde)
Maen Nin verliert aufgrund der sengenden Hitze das Bewusstsein und wird für ungewisse Zeit von ihrem Reittier durch die schier endlosen Öden der Wüste Toro getragen.
Mit letzter Kraft erreicht das Tier den Stadtrand Mithilas, einer Oase inmitten der Wüste, wo es dann zusammenbricht.
Glücklicherweise wird er nicht von den zahlreichen Dieben gefunden, sondern von einer älteren Dame aufgelesen, die ihn durch den Sand nach Hause zerrt und verpflegt.
--------------------------------------------------------------------------------
Van23.06.2005, 21:15
Als sich Lorr^ks Tochter umdrehte erschrak ich. Ihre beiden Augen waren von einem Artefakt verdeckt. Schnell find ich mich wieder. "Guten Tag, mein Name ist Yueh" - "Schönen Tag, ich bin ....." gerade als sie das letzte Wort aussprechen wollte verdreht sie ihren Kopf und fiel, scheinbar vor Anstrengung, nach hinten um. Lorrêk und ich stürmten sofort auf sie zu. Lorrêk griff nach ein paar Tüchern, die in einem zugedeckten Eimer mit Wasser lagen. Er band sie um den Kopf seiner Tochter um ihn zu kühlen. Danach stand er auf. "Sie ist nicht für ein solches Leben geschaffen" - "Warum seit ihr überhaupt in diesem Loch?" - "Hmm...." - Eine Wache ging an uns vorbei.... - "Nun gut, du hast das Artefakt an ihren Augen gesehen, oder?" - "Ja natürlich" - "Dschulak's Doktoren, oder wie auch immer er sie nennt, haben es ihr angelegt. Sie taten es auf meinen Wunsch." - "Warum das? Ist es Sitte bei euch seine Töchter si zu bestrafen" - "ES IST KEINE STRAFE", schrie er, "Sie hat mit 8 fast ihr Augenlicht verloren, dieses Artefakt stellt es mehr als wieder her!"
--------------------------------------------------------------------------------
Mäde27.06.2005, 06:30
Wo bin ich?
Ich höre das plätschern von Wasser. Riche das Leben, das mich umgibt.
Leben?, Wasser?
Ich fühle mih recht ausgeruht. Langsam öffne ich die Augen. Schliesse sie gleich wieder, denn das Licht scheint stark.
Mit einer Hand halte ich das Licht von meinen Augen fern und sehe mich um.
Ich finde mich in einem grossen Zelt wieder, recht stattlich eingerichtet, so scheint mir.
Ich stehe auf, um mich etwas umzuschauen.
"Oh, du bist aufgewacht!",ertönt eine etwas tiefe Stimme hinter mir.
Blitzartig, da erschrocken, drehe ich mich um.
Ich sehe eine alte Frau. Sie ist seltsam gekleidet, ganz anders als die Bewohner Tel-Nidas.
"Gut geschlafen?"
Ich nicke ihr mit dem Kopf zu.
Darauf drängt mich die Neugier; "Wo sind wir hier?"
--------------------------------------------------------------------------------
NPCs28.06.2005, 16:15
NPCs / Lorrêk
Der Mann regt sich schnell wieder ab, Yueh konnte schließlich die Umstände nicht kennen. Seine Tochter erholt sich überraschend schnell wieder, offenbar war es nur ein kurzer Anfall von Schwäche, einer der Arbeiter gibt ihr lauwarme Milch zur Abkühlung.
"Komm", sagt Lorrêk. "Ich werde dir deine Aufgaben zeigen... du wirst vermutlich ziemlich viel Zeit damit verbringen Steine zu zerschlagen..."
29.05.2005 - 28.06.2005
Scar29.05.2005, 14:53
Die riesige Wüste umschließt Tel-Nida mit trostlosen Sanddünen und Stürmen. Wer hier zu Fuß geht ist schon beinahe hoffnungslos verloren- deshalb nutzt man Sandschlitten (Schlittenartige Gefährte mit Steuerruder und Segel; für ungeübte Fahrer gefährlich) um vorwärts zu kommen.
Die zahlreichen Felsenplateaus nutzen Räubergilden, um ahnungslose Händler zu überfallen.
--------------------------------------------------------------------------------
Eni-Meister06.06.2005, 16:17
Eine viertel Stunde später war die Stadt nicht mehr zuerkennen.
Nur mein Umhang und die Kaputze schützen mich vor der prallen Sonne.
Eine halbe Stunde noch, dann sollte ich meinen ersten Zielpunkt erreichen.
--------------------------------------------------------------------------------
Van06.06.2005, 16:43
Yueh sah die Felswand aus der Ferne. Er erinnerte sich an seine früheren Besuche. Im Sonnenuntergang hatte er gesessn und den Sanddünen beim wandern zugeschaut, während seine Klienten auf sich warten ließen. Es war ein toller Ort. Die Höhlen boten einen guten Schutz vor der Mittagssonne, auch weil das Höhlensystem durch die Schornsteinähnliche form sehr gut durchlüftet war.
Plötzlich schreckte er hoch, er war der Felsformation nahe gekommen und hatte nicht bemerkt, dass er sich einem aus dem Sand ragenden Felsen genähert hatte. Zum ausweichen war es nun zu spät. Reflexartig griff er nach seinem Proviantrucksack und sprang ab. Wie erwartet rammte der Sandschlitten den Felsen und schleuderte mit lautem Getose gegen die Felswand. Die darauf folgende Explosion lies seinen heißgeliebten Sandschlitten vollends zu Schrott werden.
Doch nun fiel es ihm ein. Der Rucksack in dem sich die Fälschung vom Kaiserlichen Dokument befand war noch am Sandschlitten. Yueh lief langsam, noch benommen von dem harten Fall auf den Trümmerhaufen zu. Er konnte seine rechte Schulter nicht bewegen und seine Handgelenke, die den Sturz abgefangen hatten schienen auch nicht mehr ganz heil zu sein. Er suchte verzweifelt nach dem Rucksack, doch konnte nichts finden. Nach einer verzweifelten, anstrengenden und vor allem schmerzhaften Suche sah er das kaiserliche Siegel aus Wachs, das langsam im Sand zerfloss. "Nein....." Erschöpft von den letzten fünfzehn Minuten sackte Yueh zusammen
--------------------------------------------------------------------------------
Eni-Meister06.06.2005, 19:10
"Endlich!"
Langsam bremse ich meinen Sandschlitten ab.
Als er stillsteht steige ich ab und gehe ein paar Schritte gradeaus.
Vor meinen Augen sehe ich dann einen Abgrund; ich stehe auf einem Sandberg.
"Hier muss es sein."
--------------------------------------------------------------------------------
Eni-Meister06.06.2005, 19:57
"Zu steil, hier komme ich nicht runter..."
Ich blicke zuerst nach rechts, dann links und erblick aus der Ferne einen flachen Abstieg.
Dann eile ich schnell zu meinem Sandschlitten und hole meine Wasserflasche hervor und gönne mir einen kräftigen Schluck. Leider ist das Wasser nicht kühl, sondern vielmehr körperwarm.
Mit dem Handrücken meiner rechten Hand wische ich mir den Schweiß von der Stirn und mit der Handfläche vom Dekolte. Erst jetzt merke ich, dass mein Körper vom Sand übersäht ist.
Die Wasserflasche packe ich zurück und starte den Sandschlitten.
Nun fahre ich zum flachen Abstieg und bald darauf erreiche ich das Sandtal.
Misstrauisch blicke ich mich um.
"Überall diese steilen Abhänge; wer hier angegriffen wird, hat keine Überlebenschance."
--------------------------------------------------------------------------------
Van07.06.2005, 17:00
~Yueh stand in einer großen Halle. Er war schon früher hier gewesen um Geschäfte abzuwickeln. So und nur so hatte er es geschafft über die Runden zu kommen. Er ging auf D'schulak zu. D'schulak war ein unglaublich dünner Mann, zumindest schien er so, denn der Rest seines Körpers verbarg er sitzend hinter seinem Schreibtisch unter einer Decke. "Hast du ihn?" fragte er. "Natürlich" antwortete Yueh "habe ich dich jemals enttäuscht?" - "Das solltest du auch niemals tuen, Yueh. Du weißt was dich sonst erwartet."
Yueh gab D'schulak schweigend den Reisepass. Er benötigte ihn um ungehindert Schmuggelwaren nach Tel-Nida und wieder heraus zu bringen. D'schulak schaute zufrieden. Er faltete das Dokument zusammen
und gab es einem diener, der sofort schweigend aus dem Raum trat um das Dokument wegzubringen.
Offensichtlich war es ihm wirklich wichtig. "Nun zu deiner Belohnung, Yueh" D'schulak öffnete seine Schreibtischschublade und holte einige Münzen heraus, er gab sie einem Diener, der sofort zu Yueh schritt um ihn zu Belohnen. "10 Goldene Imperatoren, das ist ein großer Verdienst. Gib es nicht für Unsinn aus." Yueh wurde schon schwindelig dabei das Geld anzusehen...~
Yueh wachte auf. Er blickte auf seine Hände, das Geld war weg. Wie zu erwarten, wie konnte er nur so viel Geld haben...doch plötzlich schoss es ihm durch den Kopf. D'schulak wollte den Resiepass wirklich haben. Aber...es ist bei der Explosion zerstört worden. "Oh mein Gott" dachte Yueh. "D'schulak wird mir den Kopf abreißen lassen." Erst etzt schaute Yueh sich um. Er war in einem Fein zugerichteten Zimmer mit Himmelbett und teurer Einrichtung. "Nein, D'schulak's Palast!" Als er versuchte aufzustehen schmerzte seine Schulter stark. Sie war verbunden und offensichtlich behandelt worden.
--------------------------------------------------------------------------------
NPCs07.06.2005, 17:47
Anjali / Wüste Tor
Der Boden beginnt plötzlich zu beben. Ein kleines glänzendes Objekt stößt dabei durch die Sanddecke.
--------------------------------------------------------------------------------
Eni-Meister07.06.2005, 18:01
Alles bebt unter meinen Füssen; ich versuche mein Gleichgewicht zu halten, jedoch falle ich auf meinen Hintern.
Etwas Unbekanntes ist vor mir aufgetaucht.
Ein Artefakt?
Ich rappel mich auf und gehe vorsichtig, mich immer wieder umblickend, drauf zu.
Genau vor dem Objekt bleibe ich stehen und betrachte es mir genau.
--------------------------------------------------------------------------------
NPCs07.06.2005, 18:07
Anjali / Wüste Toro
Wie ein Pfeil schießt der schwarze Schwanz des Wüstenskorpiones aus dem Sand und verfehlt nur knapp die verwunderte Anjali. Der riesige Chitinkörper folgt sogleich nach. Acht riesige Füße und ein gigantischer Schwanz türmen sich vor ihr auf.
--------------------------------------------------------------------------------
Eni-Meister07.06.2005, 18:18
Ich hebe erstaunt meinen Blick und schlucke laut.
"Verdammt...", sage ich leise.
"Verdammt...", lauter werde.
Schließlich brülle ich "Verdammt!" aus mir heraus.
Vorsichtig trete ich ein paar Schritte zurück.
Noch ist der Skorpion nicht ganz aus den Sandmassen befreit.
Ich nutze meine Chance und renne so schnell ich kann zu meinem Sandschlitten, der nur zwanzig Meter von mir entfernt ist.
Angstüberströmt schmeiße ich mich auf den Sandschlittensitz, jedoch zeiht kein Wind auf. Die Segel hängen schlaff herunter. Ich blicke zurück und sehe, dass der Skorpion nun komplett aus dem Sandreich emporgestiegen ist. Schnell blicke ich zu meinem Segel, der noch immer schlaff herunterhängt, doch dann ein Windstoss.
Mit Vollgas versuche ich dem Skorpion, der in mir einen Imbiss sieht, zu entfliehen. Den flachen Aufstieg rase ich mit meinem Sandschlitten empor.
Dicht hinter mir verfolgt mich der riesige Skorpion.
Ich schreie laut auf: "Hi~lfe~!"
Kurz blicke ich zurück und erschrecke mich.
Der Skorpion schnappte um haaresbreite an mir vorbei.
Mein Herz rast, gleich wird es mir aus der Brust herausschiessen.
Wieder nach vorne blickend sehe ich das Nichts.
Kein Punkt am Horizont; nur die endlose Wüste.
Wie lange soll diese Jagd noch dauern?
--------------------------------------------------------------------------------
Van11.06.2005, 12:20
Langsam stand Yueh auf. Er hoffte das D'schulak nicht allzu sauer sein würde, schließlich hatte er bisher jeden Auftrag zu seiner Zufriedenstellung ausgeführt. Er zog sich seine Sachen an, die gefaltet über einem Stuhl auf der anderen Seite des Raumes lagen. Wie auf Bestellung öffnete ein Diener die Tür "Ahh, wie ich sehe sind sie wach Meister Yueh. Mein Herr D'schulak erwartet sie bereits!" Yueh folgte dem Diener zum Trohnsaal. Wie in seinem Traum saß D'schulak auf seinem Trohn. Dünn wie eh und je. "Nun, Yueh ich hatte schon auf dich gewartet. Wie ich sehe hattest du einen kleinen Unfall in der Wüste." - "Ja, und euer Dokument....." - "Ich verstehe Yueh. Du weißt was jedem blüht der seinen Auftrag nicht ausführt." - "Aber...!!" - "Ihr seit mein bester Mann Yueh, deshalb wäre der Tod nicht angemessen für sie" Er fing an Yueh zu sie-tsen. Das konnte nichts Gutes bedeuten, dachte Yueh. "Ich denke einige Jahre im Steinbruch werden dich lehren mich nicht zu enttäuschen..." Sofort erschienen zwei Wachen hinter Yueh um ihn abzuführen...
--------------------------------------------------------------------------------
Eni-Meister14.06.2005, 18:24
Schon etliche Minuten jagt mir der Skorpion hinterher.
Ich blicke wieder zurück.
Der Riesenskorpion scheint müde zu werden, da er sich mir immer weiter entfernt. Dann bleibt es stehen und blickt mir hinterher.
Erleichtert atme ich aus. Mein Adrenalinpegel sinkt langsam.
Ich blicke wieder nach vorne.
Doch wo bin ich gelandet? Fragend blicke ich mich um, aber weit und breit ist nur Sand zusehen.
Kurzerhand entschließe ich mich im großen Bogen umzudrehen, damit ich dem Skorpion nicht erneut begegne. Doch erstmal eine kurze Pause.
Die Segel ziehen ich herunter, sodass ich keinen Antrieb mehr habe.
Nachdem ich meine Wasserflasche auspackte und mich an die Kante meines Sandschlitten saß, trank ich einen kleinen Schluck. Die Flasche war leicht, was bedeutet, dass ich nicht mehr viel Wasser bei mir habe. Ich muss schnellstens eine Oase oder eine Stadt finden, aber wie ohne Karte?
Bin ich in der Wüste verloren und werde der Hitze erliegen?
Nein!
Ich schüttelte meinen Kopf und schob eine hervorstehende Strähne, vor meinem Auge, zurück. Eine Schweißperle rinnt mir am Gesicht entlang und tropft auf dem heißen Wüstensand, worauf es kurzerhand verdampft.
Die Flasche packte ich wieder zurück und stieg auf meinen Sandschlitten.
Ich setzte die Segeln und schon rasste ich davon.
In der prallen Sonne werde ich immer müder.
Die ersten Stunde kann ich mich wachhalten, doch dann wird mein Blick blass und verschwommen.
Ich versuchte mich wachzuhalten, aber vergebens.
Eingeschlafen auf dem Sanschlitten sauste ich in der Wüste entlang.
Langsam löst sich mein fester Griff vom Sandschlitten und ich falle auf den heißen Wüstensand. Wenige Meter weiter überschlägt sich mein Sanschlitten und bleibt liegen.
Bewusstlos liege ich mitten in der Wüste.
--------------------------------------------------------------------------------
Farmer Fran14.06.2005, 19:24
An diesen Post anschließend (http://rpga.info:8000/forum/showpost.php?p=278448&postcount=427)
Ich sitze aufrecht und lächelnd an Deck.
Genau genommen bin ich zu einer Salzsäule erstarrt, deren Mundwinkel durch den Fahrtwind nach hinten oben gezogen werden.
Ich hatte nie erwartet, dass es so schnell wird... und ich hatte auch nicht erwartet, dass mir schlecht wird. Ich zittere - es sollte keine Gefahr geben, schließlich ist Tî am Ruder, aber... das ist meine erste Fahrt abseits eines Mistkarrens...
Ich wette darauf derweil grün angelaufen zu sein. Was soll man tun, wenn sowas passiert? Genau, einen nahen Punkt fixieren! Ich sehe über den Rand des Wüstenschiffes, der sandige Boden rauscht vorbei und verschwimmt zu einer gelben Wand.
Schreiend stürze ich zurück und kralle mich am Boden fest, binde mir das Handtuch vor die Augen. Hoffentlich sind wir bald da...
--------------------------------------------------------------------------------
NPCs14.06.2005, 19:30
Das Schicksal / Frans Wüstenexpedition
Der Wind wird stärker und das Wüstenschiff noch schneller. Tî wird nervös. Die Kontrolle über das Wüstenschiff ist sehr schwer. Der Sandsturm tritt ein.
Dreizig Minuten später hat der Sturm ein beträchtiges Ausmaß angenommen. Das Schiff schlackert gefährlich und Tî sieht nicht mehr die Strecke vor dem Gefährt.
"Festhalten!", brüllt er durch den lauten Sturm.
Der Boden verhärtet sich, der Schiff klappert laut.
"Verdammt!", brüllt Fran.
Das schnelle Schiff fährt auf einer Felsplatte und... das Schiff fliegt die drei Meter hohe Felswand hinunter. Schreiend kommen die Passagiere am Boden an. Das Schiff zersplitter, die Kisten krachen in den weichen Wüstenboden und die Fracht verstreut sich. Die Leute sinken in den Wüstensand ein. Der Sandsturm heult erneut auf.
Es sieht nicht danach aus, als würde er die kommenden Stunden aufhören. Man sieht die Hand vor Augen nicht. Eine lebensgefährliche Situation.
Gestrandet.
--------------------------------------------------------------------------------
Snowsorrow14.06.2005, 19:34
Ich spucke den Sand aus dem Mund und binde mir benommen meinen Gesichtsschutz um. Schwer atmend liege ich mitten in einem Sandsturm nach einem tiefen Fall am Boden.
Langsam richte ich mich auf und versuche die anderen zu erkennen. Ba'Phan liegt neben mir, scheinbar unverletzt.
"Wir müssen die anderen finden.", schreie ich.
Nach einigen Sekunden deutet er an, das er mich nicht versteht.
"WIR MÜSSEN DIE ANDEREN FINDEN!", brülle ich erneut. Er nickt und verdeckt sich das Gesicht mit einem Halstuch.
--------------------------------------------------------------------------------
NPCs14.06.2005, 19:37
Das Schicksal / Anjali Khan
Unter dem Sandsturm beugt sich eine Gestalt über die ohnmächtige Gestalt. Sie merkt, das Anjali völlig fertig ist. Die Person legt Anjali in ihren geschlossenen Karren und nimmt sie mit sich.
> Anjali liegt nun in einem Käfig in Tel Nida. Dieser ist in einem dunklem Gewölbe. Ein Keller?
--------------------------------------------------------------------------------
Lucifer McGilroy14.06.2005, 19:38
Die halbe Maultasche noch zwischen den Zähnen festgehalten, den Hut auf meinem Kopf festhaltend und meine Sonnenbrille noch höher auf die Nase heraufrückend, so dass ich weniger Sand in die Augen bekomme, kämpfe ich gegen den Sturm an und sammle unsere Fracht wieder ein. Zum Glück kann nichts davon weggeweht werden, und wenn ich mich beeile wird es auch nicht sofort vom Sand verschüttet. Die anderen sollten ebenfalls dabei sein, unser Gepäck einzusammeln und im Schiffswrack zu verstauen, andernfalls werden wir es mit Schaufeln ausgraben dürfen. Hoffentlich bemerken sie das...wo stecken sie denn überhaupt alle?
Einige Meter weiter kann ich die Silhouette eines Aggares ausmachen. Ist es Ba'Phan oder Tî? Egal, ich werde ihn schnell ausgraben...
--------------------------------------------------------------------------------
Farmer Fran14.06.2005, 19:41
Ich höre Knarren, Schreie und rufe intuitiv "Verdammt!", obwohl ich dank Handtuch nichts sehen kann. Plötzlich spüre ich den Segler nicht mehr unter mir, rudere wild mit den Armen und Beinen, bis ich schließlich auf den Boden klatsche. Ich entferne das Handtuch - Sandsturm, keine Sichtweite. Geistesgegenwärtig binge ich mir das Tuch vor Nase und Mund, sodass ich weiter atmen kann. Ich spähe in den Sturm, doch nichts lässt sich sehen.
"Pahn! Tî! Serringard!", kreische ich unter meinem Gesichtsschutz, doch als sich nach wenigen Sekunden nichts vernehmen lässt gebe ich auf.
Ich hätte gerne eine Bewusstlose gefunden, aber der NPC ist mir zuvorgekommen, also werde ich damit vorlieb nehmen müssen blind durch den Sand zu kriechen.
Zufällig entdecke ich eine Kiste, in der ich zumindest meinen Oberkörper verstecken kann - endlich wieder Luft, und sehen kann ich jetzt auch, nämlich eine Holzwand. Ganz klasse Situation... das habe ich mir schon immer gewünscht.
--------------------------------------------------------------------------------
Snowsorrow14.06.2005, 19:43
Der Mönch gräbt mich aus. Ich klopfe ihm dankend auf die Schulter.
"Hast Du alles gefunden?", schreie ich gegen den Sturm an
Er nickt.
"Wir müssen ein Lager aufschlagen, bis der Sturm vorbei ist. So können wir nicht weiterziehen."
Ich sehe mich nach dem Schiff um. Vielleicht können wir uns darunter aufhalten, bis der Sturm vorbei ist.
"Wir sollten schauen, ob das Schiff noch ganz ist, und möglicherweise darunter schlüpfen um uns vor dem Sturm zu schützen, bis er vorbei ist", brülle ich Ba'Phan zu.
--------------------------------------------------------------------------------
Lucifer McGilroy14.06.2005, 19:46
Nach dem Schiff suchend kämpfen wir uns weiter durch den Sturm...
Au!
Ich stolpere über eine der Holzkisten und kann mich nur mit Müh und Not abfangen, bevor ich im Sand gelandet wäre.
Die Kiste sammeln wir wpäter wieder ein, da sie nicht einfach evrschüttet werden kann.
Aber wo ist das Schiff...?
--------------------------------------------------------------------------------
Van14.06.2005, 19:47
Die zwei Wachen schubsen mich durch die Gänge des Palastes, immer weiter hinunter bis wir schließlich zum hinterausgang gekommen sind. Als wir den Ausgang nach draußen sehen strahlt mir schon die unglaublich helle Sonne ins Gesicht. Es ist wirklich unglaublich eine riesige Grube mitten in der Wüste umrandet von einer Mauer, wohl um kleinere Dünen fernzuhalten. "Und was passiert bei einem Sandsturm?" frage ich die Wachen "Ich meine dann wird doch alles verschüttet!"
Lächelnd schaut mich die eine Wache an. "Das ist ganz einfach mein Freund. Die Arbeiter schaufeln das ganze innerhalb eines Tages frei oder es gibt keine Yakumilch als Verpflegung. Du musst wissen wir lassen dich nicht bis zur Erschöpfung arbeiten. Meister D'schulak weiß aus verlässlichen Quellen, dass..." Die andere Wache schlug ihm gegen die Schulter. "Er ist ein Arbeiter, kein Informant! Gib ihm eine Hacke, den Eimer da und eine Schaufel!" Die Wache tat dies. "Deine Arbeit kannst du dir von den andern Arbeitern erklären lassen und solltest du etwas finden und behalten gibt es Strafen die dir sicherlich nicht gefallen werden, verstanden?" Ich nickte und ging auf die Felswand zu.
--------------------------------------------------------------------------------
En-Saba-Nur14.06.2005, 19:48
Ich verstehe fast kein Wort. Der Wüstensturm ist viel zu laut.
Ich versuche einen Zauber zu entfesseln, um wenigstens einen kleinen Schild zu erzeugen, der uns vorübergehend schützt. Ich versuche einen kleinen Windkanal zu machen, der den Sturm um uns herum lenkt, doch das einzige was ich schaffe ist den Sand mit einem Blitz zu verglasen.
Glas?
Der wehende Sturm wird zu Glas und krümmt sich wie eine Halbkuppel. Der Sturm tost weiter und die Kuppel wächst ein wenig. Ein Mini-Iglu entsteht und man sieht, sowie hört den Sturm. Ich folge den anderen beiden und hoffe, dass die Gals-Kuppel wenigstens einen kleinen Schutz gewährt, bis wir einen besseren Unterschlupf gefunden haben. Das Glas wird vom Sturm verkratzt und birst an manchen Stellen.
Verdammt ... ich muss mich konzentrieren, damit das Ding nicht in Millionen Teile zersplittert. Ich hoffe nur, dass es den anderen gut geht.
--------------------------------------------------------------------------------
Farmer Fran14.06.2005, 19:54
Ich habe es mir in meiner Kiste wohnhaft gemacht, sie ist jetzt auf den Kopf gestellt, sodass ich rundum geschützt bin und auf Sand sitze. Mit meinem Buttermesser und der Hebelwirkung habe ich die Spalte zwischen zwei Brettern etwas geweitet, sodass Licht hereinfällt.
Ich habe hier drinnen etwas Milch und Brot; daran wird es also nicht mangeln. Ich krame mein Tagebuch und die Feder aus meiner Tasche, einen Tagebucheintrag werde ich nicht machen, aber mit Stift und Papier kann man sicher irgendetwas anstellen... vielleicht male ich etwas, Zeit genug habe ich.
--------------------------------------------------------------------------------
Snowsorrow14.06.2005, 19:56
Jetzt kann man wenigstens reden. Einige Meter vor mir sehe ich das Schiff. Zertrümmert, ohne Kufen und mit gebrochenem Segel. Doch die enge, kuppelartige Tragefläche ist ohne größere Schäden davor gekommen.
Ich sehe, wie Ba'Phan sich anstrengen muss, um die Glaskugel aufrecht zu erhalten.
"Halte nur noch kurz aus.", rufe ich zu. Der Sandsturm lässt die Glaskuppel eklig knirschen.
Ich renne zu dem Mönch, um ihm die Kisten, in die er die meisten der mitgenommenen Sachen reingestopft hat abzunehmen und stolpere dabei über eine zitternde Kiste.
Zitternde Kiste?
Fran schaut ziemlich veriwirrt unter seinem improvisorischem Versteck heraus.
"Schnell, unter das Schiff.", sage ich, während ich mit dem Mönchen zusammen die Kisten mit der geschlossenen Seite herum um das Schiff herum stelle. Fran duckt sich unter dem Schiff und hält mit seinem Stab das Schiff wie eine Plane über ihm.
"Beeil euch.", ruft Ba'Phan.
"Komm!", schreit Fran.
Ich schaufele noch schnell Sand um die Kisten auf und vergrabe sie dadurch etwas, um sie fester zu machen und dränge mich dann mit dem Aggares unter das Schiff. Gerade lässt Fran das Gewölbe herunterkrache, als auch schon die Glaskuppel laut zersplittert und der Sandsturm wieder in animalischer Lautstärke aufbrüllt und uns einschließt.
--------------------------------------------------------------------------------
Farmer Fran14.06.2005, 19:59
Schade, es war gerade so gemütlich in der Kiste... aber gut, hier habe ich wenigstens Gesellschaft. Wo ist eigentlich... ah, sieht ganz danach aus als hätte ich mein Tagebuch verloren, ich habe nur noch die Feder in der Hand. Muss wohl weggeweht sein.
Ich krieche näher an das schützende Holz und versuche mit der Feder etwas einzuritzen, tatsächlich funktioniert es. Ich konzentriere mich darauf meinen blühenden Hof und ein paar spielende Kinder zu malen, um den Sturm um mich herum zu vergessen...
--------------------------------------------------------------------------------
Snowsorrow14.06.2005, 20:02
Still sitze ich gehockt in diesem engen Gewölbe. Das Sturm rauscht an die Wände unserer improvisorischen Schutzbehausung. Wie ein winziges Iglu erscheint mir dieses Schiff.
Es ist so dunkel. Aber trotzdem versuche ich nicht zu nörgeln. Zwar weiß ich, das wir verdammt Glück gehabt haben, aber das ist schon Geschehen. Jetzt sind wir in einer mehr oder weniger gemütlichen Behausung und warten den Sturm ab.
Und dann?
--------------------------------------------------------------------------------
En-Saba-Nur14.06.2005, 20:04
Ich bin fast taub ... die empfindlichen Ohren eines Aggares sind nicht so sonderlich gut an die Wüstenstürme angepasst. Ich frage mich, ob Tî auch so schlecht hört wie ich.
Aus ein paar Spalten dringt Sand ein und der Segler bebt ein wenig. Das Schaben der Sandkörner setzt alle Anwesenden zu. Jeder zuckt und schaut sich um. Ich verschließe die kleinen Risse mit verglastem Sand und höre das Knirschen der unendlich vielen Sandkörner des Sturmes. Es macht mich voll nervös ... und wenn ich Nervös werde, dann kann ich meine magischen Kräfte nicht mehr so ganz unter kontrolle halten. Ich sehe wie winzige Funken aus meinen Händen sprühen.
Ohoh ...
Es fühlt sich an, als ob gleich ein gewaltiger Blitz aus meinen beiden Händen fahren würde ...
--------------------------------------------------------------------------------
Farmer Fran14.06.2005, 20:08
Pahn hat das Essen warm gemacht.
Wie zuvorkommend.
Ich greife zu und kümmere mich dann wieder um meine Höhlenmalerei.
--------------------------------------------------------------------------------
Snowsorrow14.06.2005, 20:10
Ich sehe, wie Ba'Phan nervös wird und auf seine funkenden Hände schaut.
"Ah", sage ich, "Nimm das und steck es Dir in die Ohren. Sonst wirst Du dauerhaft taub. Oder, wenn Du Glück hast, nur einen schlimmen Tinitus."
Mit einem Ächzen schnalle ich meine Hüfttasche ab und lege sie mir auf die Füße, die ich im gemütlichem Schneidersitz habe und öffne sie. Schnell finde ich die gewollten Kräuter und hole sie heraus. Ich reiße ein buschiges Bündel aus, lege sie mir auf die Oberschenkel und reiche Ba'Phan ebenfalls eines.
"Schluck das. Es macht Dich taub, da sich dein Gehörgang verschließt. Das hält knapp sieben Stunden und Du hörst währenddessen nichts, doch es schützt unser empfindliches Gehör."
Er schaut etwas kritisch auf die Kräuter in seiner Hand und schaut mir dann zu, wie ich die bitteren Kräuter erst sorgfältig zerkaue und dann Schlucke.
Gleich sollte lange Stille über mich kommen.
--------------------------------------------------------------------------------
Lucifer McGilroy14.06.2005, 20:13
Eingeschlossen während eines Sandsturmes.
Ob Ba'Phan den Boden unter uns zu Glas schmelzen kann, sodass wir mit dem Schiff darüberrutschen können? Ich schreibe es auf einen Zettel und stecke ihn Ba'Phan zu, es kann ja nicht schaden!
Während Fran ein magischn aufgewärmtes Mahl geniesst, esse ich die restliche Hälfte meiner Maultasche, die ich unter meinem Hut vor dem Sand geschützt habe.
Ein Sandsturm, was solls! Sowas hält mich nicht auf, ich hab's im Gefühl...!
--------------------------------------------------------------------------------
En-Saba-Nur14.06.2005, 20:23
Stille ... wie angenehm.
Ich schließe die Augen und beginne zu meditieren. Ich muss meditieren. Mit der Meditation nimmt meine Konzentration zu und ich werde ruhiger. Irgendwann werde ich eine Ruhe erreichen wo Meditation nicht mehr nötig ist. Bis dahin ... sollte ich mindestens einmal pro Tag meditieren.
Der Mönch schubst mich, um meine Aufmerksamkeit zu erregen, reicht mir einen Zettel und fragt mich, ob ich nicht den Boden verglasen kann, um das Schiff darüber rutschen zu lassen. Ich nicke ihm zu.
Ich konzentriere mich. Doch plötzlich wird mir schwarz vor Augen ... kurz bevor ich Ohnmächtig werde sehe ich, wie Tî es sich bequem gemacht hat und ebenfalls wegkippt ... Eine Nebenwirkung der Kräuter? Wahrscheinlich, so ruhig wie Tî ist. Aber wie lange werden wir wegdämmern?
--------------------------------------------------------------------------------
Lucifer McGilroy14.06.2005, 20:27
Ba'Phan hat meine Notiz im Empfang genommen, sie mit einem Nicken bestätigt und ist anschleissend eingenickt. Sammelt er Kräfte um das Schiff nach Gor rutschen zu lassen? Nun, ich bleibe geduldig, während Tî ebenfalls zu schlafen scheint, Fran fröhlich herumkritzelt und der Sandsturm unentwegt weiterbläst.
--------------------------------------------------------------------------------
Van14.06.2005, 21:01
Ich gehe auf einen Arbeiter zu und frage ihn nach meiner Arbeit hier. Er schaut mich nur verdutzt an, guckt böse und dreht sich von mir weg. "Hey Jungchen komm mal rüber" ein älterer Mann. Ich ging auf den Mann zu "Was willst du?" - "Du musst dich nicht wundern, dass hier einige so Abweisend sind. Manche von denen haben seit mehr als 5 Jahren ihre Familien und Freunde nicht gesehen." - "So lange habe ich nicht vor zu bleiben. Ganz davon abgesehen habe ich keine Freunde...." - "Willst du etwa fliehen? Jeder der das bisher versucht hat wurde Opfer von D'schulaks sadistischer Vorliebe für einen Kampf Mensch gegen Wüstenwolf....alle die hier sind sind zu verzweifelt um einen Fluchtversuch zu starten."
--------------------------------------------------------------------------------
Farmer Fran15.06.2005, 10:54
Der Sandsturm hat aufgehört, endlich. Serringard, Pahn und Tî scheinen zu schlafen; habe ich auch geschlafen? Ich kann mich nur noch daran erinnern gemalt zu haben, vermutlich bin ich auch eingedöst. Wie spät es wohl ist? Draußen ist kein Sturmlärm mehr zu hören, also traue ich mich hinaus. Die Sonnen stehen hoch am Himmel und brennen auf den Sand. Ächzed renne ich zurück unter unser Wrack und puste auf meine Füße; verdammt heißer Untergrund. Ich wickle meine Weste um den einen, mein Handtuch um den anderen Fuß und traue mich wieder hinaus.
Unser Wrack liegt hier im Radius von gut zwanzig Metern verteilt, das größte Stück war heute unsere Unterkunft. Kisten lugen unter dem Sand hervor, sind beinahe vom Sandsturm vergraben worden. Hier und da lassen sich noch Formen von Gegenständen erahnen, ich glaube, dass wir nachher ein wenig graben müssen, um alles wiederzufinden.
Mitten in der Wüste knallt die Sonne noch viel stärker als in der Stadt und ich befürchte, dass meine provisorischen Schuhe bald Feuer fangen.
Ich klettere auf das Wrack des Seglers, die Segel sind zerrissen und es ist windstill. Ohne weiteres werden wir hier nicht mehr wegkommen. Ich lockere das Ruder und nehme es aus der Verankerung, grabe mit dem Gerät nach meinem Frühstück. Ein sandiges Brot und Yakumilch lassen sich schnell finden, und da ich hier draußen nicht verbrennen will verziehe ich mich damit wieder unter das Wrack, hänge meine Schuhe zum Abkühlen auf und genieße das Essen.
Ich komme mir wie ein kleines Kind vor, das herausfindet, dass Kuchen aus Matsch und Sand ungenießbar sind...
Wir werden wohl nach Tel-Nida zurückkehren müssen, befürchte ich, oder aber nach Gor, was auch immer näher sein sollte. Bei der irrwitzigen Geschwindigkeit des Seglers bin ich mir nicht sicher.
--------------------------------------------------------------------------------
En-Saba-Nur15.06.2005, 11:49
Ein irrer hoher Ton weckt mich auf. Mit einem Ruck stehe ich auf und stoß mir meinen Kopf an. Jetzt kommt die Erinnerung wieder ... ich bin unter dem umgekippten Segler in der Wüste Toro; es hat einen mächtigen Sandsturm gegeben und mit Müh und Not haben wir uns retten können. Die Luft ist muffig und die Hitze nimmt von Augenblick zu Augenblick zu.
Ich betatsche vorsichtige meine Ohren ... sie tun nicht mehr weh und ich höre auch wieder einwandfrei, wenn nicht sogar besser. Wenn alle wach sind, können sie den Zettel lesen, den ich von Serringard bekommen habe und an der Innenwand des Seglers befestigt habe. Ich beginne zu meditieren und sammle meine Kräfte.
--------------------------------------------------------------------------------
Snowsorrow15.06.2005, 14:33
Blinzelnd wache ich auf. Die Kräuter haben mich eingeschläfert. Ohne sie hätte ich gar keinen Schlaf gefunden. Die Luft unter dem Schiff ist abgestanden und warm, doch immerhin haben wir hier überlebt. Draußen hätten wir keine Chance gehabt. Ich reibe mir das Gesicht und setze mich aufrecht hin.
Ba'Phan begrüsst mich, während er in einer starren Position verharrte und die Augen geschlossen hielt.
"Hallo...", sage ich und falle als ich das Schiff anheben möchte über Serringard, der friedlich neben mir schläft.
"'tschuldigung.", sage ich, doch er dreht sich nur auf die andere Seite und schläft weiter. Seinen Schlaf möchte ich haben.
Vorsichtig hebe ich unser Iglu hoch, das erstaunlich schwer ist, und schlüpfe hinaus in den hellen Tag. Die Sonnen strahlen heiß vom Himmel. Ich lasse das Schiff wieder sinken und bemerke Fran, der sich am Holz festhält und angeekelt an einem Brot kaut.
"Guten... Morgen?", sage und lächele ihn an. Das ich still an einem Fleck stehe bereue ich schnell- Ich zische als der heiße Sand meine Pfoten scheinbar verglüht und springe an das rettende Schiff und klettere zu Fran hinauf.
"Der Sand ist verdammt heiß...", nörgele ich und reibe an den schmerzenden Stelle. Er nickt schmatzend.
"Hast Du noch etwas zu essen? Ich habe seit vorgestern Abend nichts mehr gegessen."
Verdammt lange her.
--------------------------------------------------------------------------------
Farmer Fran15.06.2005, 17:53
Scheint so, als bräuchte Tî auch etwas zu essen. Ich binde mir meine Schuhe fest zu und springe hinunter in den Sand, greife das Ruder und grabe wild. Schon nach kurzer Zeit bringe ich ein paar kleine Behälter mit Fisch zum Vorschein; Katzen sollten sowas mögen. Ich greife mir ein paar und renne wieder los. Die Behälter sind gut gekühlt, offenbar ist es tief drinnen im Sand nicht so heiß wie hier oben.
Schließlich gelange ich wieder an der schattigen Stelle auf dem Schiff an und reiche Tî das Fresschen.
Vorerst sollten wir durch Graben an Futter kommen, die Frage ist lediglich, wie viel noch unter der Sandfläche vergraben liegt... das, was wir hier essen, könnte das letzte sein, was wir finden.
Ich verdränge den Gedanken und konzentriere mich stattdessen darauf, den Gedanken an Sand zu verdrängen.
Ich sehe mich um; nichts hilft mir dabei.
--------------------------------------------------------------------------------
Snowsorrow15.06.2005, 18:21
Ich schlucke den Fisch gierig hinunter und krusche in meiner Hüfttasche herum und hole meine Bandagen heraus und wickele sie mir fest um die Füße. Jetzt müsste ich unbeschadet auf dem Sand laufen können. Vorsichtig rutsche ich am Schiff hinunter und lande auf dem warmen Sand. Nichts. Lächelnd gehe ich einige Schritte und springe erfreut hoch und schlage beide Fußfersen aneinander. Die halten.
Ich mache mich auf und buddele pfeifend die Holzkisten aus dem Sand und betrachte den Inhalt. Kaum zu essen. Nur Schwerter, Laken, Öl und andere, mehr oder weniger nützliche Dinge in der Wüste. Dann mache ich mich auf und bücke mich immer wieder nach den herausstehenden Objekten im Sand und werfe sie in einen Behälter. Nach einiger Zeit wische ich mir den Schweiß von der Stirn und schaue auf unsere Habseligkeiten, die sich um die Hälfte verkleinert haben.
Zwei Kisten sind völlig zersplittert und völlig unbrauchbar. Unsere Kufen liegen neben diesem Holz- wäre es kalt, könnten wir sie wenigstens verbrennen. Nach der Sammelarbeit gehe ich wieder zu Fran, der amüsiert meiner Arbeit zugeschaut hat.
"Tî, wo sind wir hier?", fragt er und legt Hand an seinem Badetuchschuhen an.
Ich lecke mir kurz an den Finger und hebe ihn in die Luft. Dann blinzele ich in die stechenden Sonnen und drehe mich im Kreis. Die Wolken ziehen nach Westen. Schließlich gehe ich auf die Hoche, hebe ein wenig Sand und lasse ihn zwischen den Fingern zu Boden gleiten.
Dann springe ich zu Fran auf das Schiff und atme tief ein.
"Ich...", ich schaue nocheinmal kurz in den Himmel, "...habe keine Ahnung."
Stille.
"Irgendwo zwischen Gor und Tel-Nida.
--------------------------------------------------------------------------------
En-Saba-Nur15.06.2005, 19:22
»Wie geht`s euch da oben?« Rufe ich mit meinem lautstarken Organ und klopfe an die Decke - was früher mal der Boden des Wüstenseglers war. »Ich hoffe ihr vergesst uns hier unten nicht.«
Obwohl es schön dunkel und kühler als draussen ist, mache ich mich ebenfalls daran nach draussen zu kommen. Ich verschmelze mit den Schatten und tauche zur Überraschung von Fran urplötzlich aus dem Segelschatten wieder aus. Tî kennt meine Fähigkeit in Schatten zu reisen bereits.
»Buh!« Ich grinse fies, als ich sehe wie schreckhaft er ist. Nach einem 360°Turn schüttle ich den Kopf. Keine Schatten - Nur drei pralle Sonnem, die auf uns niederknallen. Als mein Magen knurrt nehme ich mir einen Fisch, der in der Sonne anfängt zu braten und verschlinge ihn richtiggehend.
»Wir sollten weiterziehen. Sonst kommen wir noch um.« Tî und Fran zucken mit den Schultern. Keiner von beiden weiss wo wir sind. Obwohl Fran technisch begabt ist kriegt er sowas leichtes wie eine Ortsbestimmung nicht hin. Peinlich - für ihn.
Ich breche von einer Kiste einen Stab heraus und werfe ihn Senkrecht in den Sand, so das er stecken bleibt. Über die Schatten des Stabes und den Stand der drei Sonnen finde ich heraus in welcher Richtung Tel-Nida liegt und in welcher dann Gor liegen muss.
Solch einfache Ortsbestimmungen sollte eigentlich schon jeder als kleines Kind gelernt haben.
»Da lang.« Ich deute zum Heck des Seglers und hoffe mal, dass man mir Vertrauen schenkt.
Hüpfend kommt jetzt auch der Mönch Serringard an Deck, den früheren Boden des Seglers, und zeigt den Zettel her, der schon die ganze Zeit über an der Wand gehängt hat.
Ba`Pahn, kannst du den Sand unter uns zu Glas machen?
Dann können wir uns unter den Segler begeben und ihn als Sonnenschild benutzen, während wir den Segler über das Glas gleiten lassen, um nach Gor zu gelangen.
Ich nicke und sehe fragend die Anderen an, denen ich das Blatt reiche.
--------------------------------------------------------------------------------
Snowsorrow15.06.2005, 19:41
"Aber der Raum darunter ist zu eng. Für eine längere Reise können nur darunterPersonen darunter liegen. Diese müssen dann auch Holzschildern liegen, um keine Schürfwunden zu bekommen. Das schmerzt verdammt.", sage ich ernst. Die Idee ist nicht schlecht. Aber gefährlich, "Wir könnten auch zu viert rein, aber dann wird es ungemütlich eng. Und außerdem...", ich wende mich Ba'Phan zu, musst Du auf dem Schiff sein und vorne sitzen, um vor dem Schiff den Sand zu Glas zu schmelzen."
Ich springe vom Schiff zu ihm hinunter und zeige ihm die Stelle, wo er sitzen würde.
"Wenn man da vorne noch ein Brett rannageln würde, könntest Du wie bei einem Pferdewagen auch deine Füße darauf ausruhen, ohne das sie herumschlackern."
Jetzt gehe ich zum anderen Ende des Schiffes und fasse an das Holz.
"Und da muss ein neues Steuerruder hin, sonst fahren wir immer nur geradeaus, und so würden wir nie richtig ankommen. Ich würde dann an dieser Stelle sitzen, um das Schiff zu bewegen."
Ich wende mich jetzt Serringard und Fran zu, die gespannt meinen Worten lauschen.
"Ihr müsst dann mit unseren Sachen unter dem Schiff liegen. Es wird zwar etwas ungemütlich, aber besser als an der heißen Sonne."
--------------------------------------------------------------------------------
Farmer Fran15.06.2005, 19:43
Während Pahn den Zettel an Tî weiterreicht springe ich hinunter in den Sand und sehe mir den Stab, den Pahn hier hingeworfen hat, genauer an; ganz offensichtlich kann man damit die Himmelsrichtung bestimmen oder herausfinden, wo man ist oder wo ein anderer Ort ist.
Wie das wohl funktioniert?
In erster Linie können wir davon ausgehen, dass man einen beliebigen Stab dazu nutzen kann, denn Pahn hat willkürlich einen aus der Holzkiste gebrochen.
Weisen solche Bretter womöglich ein besonderes Flugverhalten auf?
Ich werfe das Gerät hoch in die Luft und kann nur knapp ausweichen, mir ist nichts besonderes aufgefallen.
Womöglich hat die Sache etwas mit den Schatten zu tun? Nein, unmöglich, diese sollten rund um die Stadt herum gleich sein, zumindest in einem gewissen Radius, auch wenn der Schatten zu anderen Tageszeiten natürlich länger oder kürzer ist.
Ob man daraus eine Uhr bauen könnte? Das wäre doch mal eine Idee, eine Uhr, die sich am Tageslicht orientiert. Ich nenne sie... Tagelichtsuhr.
Nein... Sonnenuhr!
Da ich aber weiterhin nicht herausfinden kann, warum Pahn so plötzlich die Richtung kennt, trete ich das Holz achtlos weg und klettere wieder zu den anderen hoch. Tî scheint sich derweil den Zettel angesehen zu haben.
Es gibt offenbar einen Konstruktionsplan, wie er Serringard und mir verrät... na dann ans Werk, es ist Bastelstunde!
--------------------------------------------------------------------------------
Snowsorrow15.06.2005, 19:58
Ich hebe meinen Daumen und zeige Fran das ich bereit bin. Dann bücke ich mich zu einer der ohnehin zerstörten Kisten und versuche ein Brett hinauszuhebeln. Es knackt und ich breche ein Stück des Holzes ab, doch es ist an den Seiten gerade geschnitten und die Nägel darin stecken noch gerade drin.
"Passt das, Meister?"
Ich werfe Fran das Brett elegant zu.
Dann mache ich mach an die Arbeit, ein zweites Brett hinaus zu kriegen.
--------------------------------------------------------------------------------
Farmer Fran15.06.2005, 20:13
Ich sehe mir das Holz an; wir haben wohl keine Möglichkeit es zu glätten, aber zumindest für Pahns Fußablage sollte dieses reichen.
Als Ruder können wir das alte Ruder nehmen, das ich zuvor als Schaufel missbraucht habe. Mit meinem Buttermesser - ich liebe Allzweckwerkzeuge - drehe ich die Schrauben aus der Konstruktion, in die das Ruder eingesetzt war. Mit Dreh- und Hämmerbewegungen setze ich sie am neuen Heck ein und stecke das Ruder in sie zurück. Hartes Brot ist ein hervorragender Hammer und unser Steuer sollte jetzt gut sitzen.
Fehlen noch Fußablage und Serringard/Fran-Ablage.
Für ersteres können wir das Brett nehmen, das Tî mir zugeworfen hat, aber wie soll ich es befestigen? Nägel oder Schrauben haben wir keine mehr, Kaugummi würde bei dieser Temperatur nicht lange halten.
Ich leihe mir Serringards Sichelwaffen und missbrauche sie als Nägel, eine andere Wahl scheine ich nicht zu haben...
Es sieht wirklich skurril aus, aber nach einigem festen Klopfen stelle ich fest, dass alles hält, vorerst...
Nun brauchen wir noch eine Konstruktion an der Unterseite, in die Serringard und ich gelegt werden können. Tîs Schild reicht, um sich mit dem Bauch darauf zu legen, eine weitere Platte können wir aus den kaputten Kisten gewinnen.
Ich binde den länglichen Stoff, den ich von zu Hause mitgenommen habe, um eines der Bodenbretter des Schiffes und lasse ihn nach unten hängen, knote ihn zusammen, vorher wird er jedoch durch den Griff des Schilds gelegt. Somit hätten wir eine Sitzfläche für Serringard.
Ich habe noch Nadel und Faden, damit kann ich nichts anfangen, die anderen Stoffe sind zu kurz und unter dem Zeug sind keine Seile.
Allerdings gilt es noch einige Kisten und mich selbst zu befestigen... nur wie?
"Soweit so gut?", frage ich an Tî gewandt, der derweil weiteres Baumaterial recycelt hat. Meine Hände schmerzen langsam, seine vermutlich auch...
--------------------------------------------------------------------------------
Snowsorrow15.06.2005, 20:22
"Nein, das Segel fehlt noch.", sage ich und hole ein an einigen Stellen zerfetztes Stück Leinen heraus. Kein Aujssenstehender hätte ohne Vorwissen gewusst, das es mal unser Segel war.
"Das müssen wir noch befestigen und irgendwie flicken."
Er nickt und fängt das Bündel auf. Er klettert geschickt auf unser neues Gefährt und breitet das Laken aus. Er holt Flickzeug hervor. Der Typ hat an alles gedacht.
Ich spaziere ein wenig herum und hoffe die Segelhalterung wiederzufinden, die bei dem Sturz entzwei gebrochen war. Ha, Glückgehabt. Etwas längliches skizziert sich aus dem Sand heraus. Ich bücke mich und greife nach einer Schlange, die böse aufzischt, als ich sie in der Hand halte. Erschreckt schreie ich auf und werfe sie weit weg. Sofort vergräbt sie sich in den heißen Sand und verschwindet.
"Da ist es!", einige Meter vor mir liegen die beiden Teile der Segelhalterung. Meine Adern in den Oberarmen spannen sich, als ich die beiden schweren Standen zurück zum Schiff trage und sie in den Sand werfe.
"Verdammt schwer...", keuche ich. "Wie kriegen wir die beiden Stücke wieder zusammen und auf das Gefährt?"
--------------------------------------------------------------------------------
Farmer Fran15.06.2005, 20:36
In Tîs Abwesenheit habe ich eine Skizze (http://img296.echo.cx/img296/9485/skizze4uh.png) der bisherigen Konstruktion angefertigt. Ich befürchte, dass ich aus guten Gründen kein Maler geworden bin...
Wir brauchen noch eine Halterung für mich, die Kisten, und natürlich für das Segel. Tî hat den Mast gefunden, super, er hat sogar zwei...
Wir bräuchten ein Verbindungsstück, allerdings müssen Mast und Halterung einiges aushalten, lediglich Holz dazwischen zu hämmern würde nicht reichen.
Möglicherweise können wir das Segel anders befestigen?
Ich ziehe meinen Rosenstab, spitze ihn mit dem Messer an und ramme den Stab dann in das Deck des Segelschiffes, den oberen Teil des Segels knote ich an der Spitze fest, die linke und rechte untere Ecke werden links und rechts am gesplitterten Holz des Schiffes befestigt. Die Fläche, in die der Wind blasen kann, ist nur sehr klein, aber da wir über Glas fahren werden könnte es reichen, auf einen Versuch kommt es an.
Schweiß steht mir auf der Stirn, langsam werde ich müde, aber ich kann nicht einfach aufhören und mich ausruhen, auch wenn meine Hände aufgrund des aufgeheizten Materials schmerzen... unser Proviant ist stark begrenzt und jeder Tag zählt, gar jede Stunde. Hoffentlich gibt es in Gor eine Quelle oder etwas ähnliches...
Was ist noch auf unserer Liste verblieben? Tragflächen für mich und die Kisten.
Ratlos sehe ich zu Tî.
"Hast du eine Ahnung, wie wir die Transportfähigkeit erhöhen können?"
--------------------------------------------------------------------------------
Snowsorrow15.06.2005, 21:02
Ich nehme zwei kleine Holzbretter und breche ein weiteres, längeres, auf die gleiche Länge in zwei. Jetzt habe ich vier gleich lange Stücke. Dann gebe ich Fran den Befehl die erste Kiste an der Seite des Schiff hochzuheben und an das Gefährt zu lehnen. Ba'Phan werfe ich zwei Holzstücke zu, die er überanderer legt und von innen des Gefährtes an das Holz hält. Jetzt nehme ich meine Sensen heraus, ramme sie durch die Holzwand der Kiste durch das Gefährt in die beiden Holzbretter auf der anderen Seite und hoffe.
"Loslassen." Ba'Phan und Fran lassen gleichzeitig los und... die Kiste hält wie ein Regal an dem Gefährt. Ich lächele.
"Es hält."
Das gleiche wiederholen wir mit der zweiten Kiste und meiner zweiten Sense an der anderen Seite. Dann nehme ich mir eines der Kurzschwerter aus der Kiste und schlage damit an die obere Fläche des Gefährtes zwei Münzgroße Löcher.
Während ich die Waffe zurück in die improvisorisch an das Schiff gehämmerten Tragetaschen erkläre ich, das dadurch Luft nach unten gelangt und sie genügend Sonnenlicht bekommen.
Dann lege ich schnell ein Pergament auf das Schiff und beginne zu zeichnen.
Nahc einigen Kritzelaien präsentiere ich allen die exate Zeichnung (http://img.photobucket.com/albums/v285/Mithila-Rpg/130f9534.jpg) unseres neuen Gefährtes.
--------------------------------------------------------------------------------
Lucifer McGilroy15.06.2005, 21:17
Lalala...Hevenu Schalom Alechem...Kyrie Eleison...
Ich höre schöne Musik...sagt mal, können ich und meine fünf Immobilienmakler den Pinguin hier Essen? Er hat so lecker aussehnde Ohren...
Nachdem sich Fran mit einem "Oh, Entschuldige" für seinen Ausrutscher mit einem Balken entschuldigt hat setze ich mich auf und streiche mir den Schweiss und die von diesem festgeklebten Haare von der Stirn.
Es ist heiss...
Vor meinen Augen flimmert alles und ich kann mich nur unter großen Anstrengungen rürhen. Ich mag zur See gefahren sein, aber schon anhand meiner schweren Kleidung kann ich sehen, dass ich nicht für die Wüste tauge...
Egal. Ich habe nicht einmal eine Wahl.
Meine Kleidung abzulegen kommt nicht in Frage, die Expedition nach Gor darf für mich ebenfalls nicht ausfallen. Ich kann mich aber auf jeden Fall nicht überanstrengen, ohne wieder in Umnachtugn zu fallen...
Die anderen haben scheinbar meinen Zettel mit der Schnapsidee gelesen. Nun, ich bin eben ein Genie, ob ich will oder nicht...
--------------------------------------------------------------------------------
Farmer Fran15.06.2005, 21:34
Unser Schiff ist fertiggestellt.
Ich lege Serringard, der offenbar nicht mehr ganz bei Sinnen ist und geisteskranke Sätze für mich aufschreibt, auf den Schild, an dem er sich sogar festhält. Vielleicht kühlt ihm der Fahrtwind ein wenig den Kopf ab...
Tî und Pahn haben ebenfalls ihren Platz an Bord, ich begebe mich an meine Position an der Unterseite. Somit sollten wir bereit zum Durchstarten sein. Mit dem Handtuch wische ich mir Schweiß von der Stirn; hoffen wir, dass die Konstruktion hält, für eine weitere Reparatur reicht es wohl nicht...
Oder nur knapp...
--------------------------------------------------------------------------------
En-Saba-Nur16.06.2005, 11:13
Ich habe bereits zwei Zeichnungen geseh nun die Dritte (http://img291.echo.cx/my.php?image=frpgkopfstandsegler4uj.jpg) habe ich gerade fertig gestellt. Irgendwie scheint jeder eine andere VOrstellung zu haben. Nunja ... solange es bis nach Gor durchhält ist es eigentlich egal, wie es aussieht. Ich schätze mal, dass wir in Gor genügend Material von unseren Vorgängern finden, um wieder was Neues zu basteln. Ich sehe Fran von der Seite an und denke mir, dass er mir die Idee der Sonnenuhr geklaut hat ...
Die drei Sonnen knallen auf uns herunter und ich kann nur hoffen, das wir genügend Geschwindigkeit drauf bekommen, damit der Fahrtwind uns einigermaßen abkühlt. »Alle bereit?« frage ich. Anscheinend. Der Wind genügt um loszusegeln, also fange ich an als erstes den Boden unter dem Schiff zu verglasen. Dann setze ich mich an meinen Platz und beginne - rote Blitze umziehen meinen Körper und bündeln sich in meinen Händen - ein gewaltiger anhaltender Blitz schiesst in den Sand hernieder und verglast ihn.
Ich schreie »Auf auf nach Gor!«
Wir sausen durch die Wüste, der Segler knirscht über das Glas, und hinter uns ziehen wir einen Schweif aus Feuer mit.
Schweif aus Feuer?
Verdammt!
Die Strahlen der drei Sonnen sind so stark, dass sie das Glas noch weiter bündeln und den Untergrund in eine zähe Flüssigkeit verwandelt, deren unglaubliche Hitze alles -selbst Glas, Sand und anscheinend die Luft- zum Brennen bringt.
Wenn wir in Gor ankommen, dann müssen wir wohl oder übel abspringen und den Schrotthaufen von Wpstensegler seinem letzten Schicksal überlassen. Ausser natürlich wir erreichen Gor im Schutze der Dunkelheit, sodass sich nichts mehr entzünden kann, aber ich glaube nicht das das passieren wird ... irgendwann geht mal jede Glückssträhne zu Ende.
--------------------------------------------------------------------------------
Farmer Fran16.06.2005, 11:17
Das Schiff brennt.
Ich befinde mich in einer Situation, in der ich es nicht für angebracht halte irgendetwas hinzuzufügen. Solange die Flammen nicht auf mich überspringen bleibe ich einfach regungslos hier sitzen.
--------------------------------------------------------------------------------
En-Saba-Nur16.06.2005, 11:32
Au Weia ...
Ich weiss nicht warum das Schiff Feuer gefangen hat, wir sind immer noch etwas schneller als der Feuerschweif hinter uns.
Ich sehe öfters nach hinten und dann wieder nach vorne. Es hilft nichts ... Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Ich schreie zu Fran, dass er einen Stofffetzen suchen und ihn Tî geben soll. Gesagt getan. Tî sieht mich verwundert an. »Ab in den Mund und drauf rumkauen. Wenn es feucht genug ist, kannst du damit versuchen das Feuer zu löschen.« Tî sieht mich total entgeistert an. »Wenn es dir lieber ist, dass das Schiff abfackelt und wir hier in der Wüste qualvoll verbrennen ...« Tî sieht widerwillig den Stofffetzen an und öffnet den Mund. Er murmelt etwas, was sich ungefähr nach 'widerlich' anhört. Fran springt plötzlich auf und schreit »Yaku-Milch!« Alle sehen ihn an. Fran hat noch etwas von dieser Flüssigkeit da, tränkt den Fetzen in die Milch und er sowie Tî löschen das Feuer. Brand gelöscht, Schrotthaufen noch intakt, Feuerschweif in noch akzeptablen sicheren Abstand, aber nix mehr zum trinken da. Was für ein Glück. *Kopf schüttel*
--------------------------------------------------------------------------------
Lucifer McGilroy16.06.2005, 13:08
Phantastisch.
Es wird wohl oder übel gut gehen müssen. Ob es will oder nicht. Na, der Zufall kann nicht dahitnerstecken...
--------------------------------------------------------------------------------
Snowsorrow16.06.2005, 13:24
Das Feuer ist gelöscht, doch die Flammenstraße verfolgt uns, als wäre sie menschlich und würde uns aus ihrem Jagdtrieb verfolgen. Doch sie folgte nur unserem Glasweg. Wenn wir unser Tempo halten werden, wird uns das Feuer nicht einholen, doch sollten wir stehen bleiben werden wir sterben. Die Flammen werden uns umzingeln und unser Schiff zu unserem Scheiterhaufen machen, dessen tödliche Hitze uns langsam aber sicher zum Wahnsinn treiben wird. Das Feuer wird uns zwicken und unsere Haut abpellen und uns langsam und qualvoll verbennen. Dabei werden wir schreien und hoffen, das es schnell vorbei ist.
Optimistisch lege ich mich fester in's Zeug und steuere das schwere Ruder.
Wegen dem Glas unter uns gleiten wir schneller als normal, gut und gern' mit doppelter Geschwindigkeit. Wenn nicht sogar mehr. Doch dadurch schlackert das Schiff stark und die Steuerung fällt mir schwer. Aber irgendwie genieße ich diese Situation- ich fühle mich frei.
"Normalerweise müssten wir knapp zwei Tage mit dem Wüstensegler reisen, und das bei gutem Wind", rufe ich Ba'Phan zu, "doch da schneller als sonst fahren müssten wir heute schon ankommen. Vielleicht schon in ein drei-vier Stunden, wenn wir Glück haben."
--------------------------------------------------------------------------------
Lucifer McGilroy16.06.2005, 14:11
Wenn wir in Gor anhalten, sollten das wöglichst so tun, dass wir über die von Ba'Phan verglaste Strecke hinausrutschen und somit wenigstens vorerst den Flammen entkommen. So hätten wir genügend Zeit, das Gepäck abzuladen und ausser Reichweite der Flammen zu bringen. Einen solchen Stopp wird das Wüstenschiff zwar kaum aushalten können, aber es ist eh nicht mehr zu retten.
Mir kommt es vor, als wäre das Wüstenschiff schneller als gewöhnliche Schiffe...aber es muss inzwischen eine Weile her sein, dass ich zum letzten Mal auf einem Schiff war...
--------------------------------------------------------------------------------
En-Saba-Nur16.06.2005, 15:14
Stunde um Stunde vergeht in der die Flammenwand sich uns stetig genähert hat.
Jetzt allerdings, als der Abend anbricht, wird die Flammenwand kleiner. Aber dennoch - sie ist noch da und der Sand kühlt nicht so schnell aus. Die Dünen nehmen langsam grössere Ausmaße an und ich vermute mal, dass wir uns langsam Gor nähern. Tî bestätigt meine Vermutung. Urplötzlich taucht eine grosse Düne vor uns auf und aus der gläsernen Strasse wird eine Rampe.
»Festhalten!« Schreie ich. Der Segler schiesst über die Rampe und mitten in der Luft hört die Glas-Strasse auf - gibt ja auch keinen Sand mehr, den man in Glas schmelzen kann. Als wir nach unten sehen, sehen wir in die Tief des Tals Gor, wo wüste Stürme herrschen. Der Segler fliegt weiter und setzt auf der anderen Seite des Grabens auf. Der kleine Spalt muss wohl mit der zeit entstanden sein.
Mit der Landung zerschellt auch der Segler in seine Einzelteile und verstreut alle Sachen in mehreren Meter Umfang. Während Serringard und Fran die Sachen zusammenkruschen; sehen Tî und ich in das Tal hinunter. Es muss mindestens zwei Kilometer im Durchmesser haben, wenn nicht sogar noch mehr. Nein, die zwei Kilometer sind die Sehweite. Dann werden die Stürme viel zu dicht, als das man erkennen könnte, was sich dahinter verbirgt. Tî zuckt plötzlich zusammen und deutet in Richtung der Sturmfront. »Sie kommen.« Flüstert er. Ich sehe nichts. Wahrscheinlich, weil ich nicht weiss auf was ich achten muss.
--------------------------------------------------------------------------------
Snowsorrow18.06.2005, 21:39
Die Geschwindigkeit ist viel schneller als bei einem Wüstensegler. Oder irre ich mich, weil ich geschlossene Augen habe? Ah, keine Ahnung, hauptsache, wir kommen schnell Zuhause an.
Zuhause... ja, hatte ich denn ein Zuhause? Nein...
Seufzend frage ich Fran:
"Sag, Fran... wenn wir wieder in Tel-Nida angekommen sind... dürfte ich dann... irgendwie bei Dir in einer Ecke deiner Farm einen Schlafplatz einnehmen? Ich meine, ich habe kein Haus in Tel-Nida, und Geld habe ich auch nicht..."
--------------------------------------------------------------------------------
Farmer Fran18.06.2005, 21:40
Tî scheint kein Heim in Tel-Nida zu haben.
Ob ich ihn bei mir wohnen lassen sollte?
"Du willst eine Schlafecke in meinem Haus haben?", frage ich spöttisch.
"Äh... ja... aber wenn du dagegen bist...", beginnt er.
"Hey", unterbreche ich ihn. "Du kriegst das erste Stockwerk."
--------------------------------------------------------------------------------
En-Saba-Nur18.06.2005, 21:41
Wir sind wieder in der Wüste Toro und sausen mit enormer Geschwindigkeit Tel-Nida entgegen. Schon seit Stunden im Schutze der Dunkelheit und es kommt mir wie eine Ewigkeit vor.
Aber ... was ist das?
Da am Horizont glüht etwas. Es sollte Tel-Nida sein, aber alle Fackeln der Stadt könnten zusammen nie so hell scheinen. Das kann nur eines bedeuten und ich schreie es raus. »Tel-Nida brennt!«
--------------------------------------------------------------------------------
Lucifer McGilroy18.06.2005, 21:41
Ein erregtes Grinsen huscht unerklärlicherweise über mein Gesicht. Verwundert ob meiner verwechselten Emotionen schaue ich wohl eher skeptisch als besorgt drein.
Tel-Nida brennt, die Schiffe im Hafen wohl auch...
Wie komme ich nun von dieser Welt aus Sand und Fels wieder weg? Was für eine Schlamperei...
--------------------------------------------------------------------------------
Farmer Fran18.06.2005, 21:44
Pahn schreit rum. Tel-Nida brenne.
Na und? Tel-Nida brennt alle halb Stunde, was regt der sich auf...
Auf meinem Hof ist ohnehin nichts mehr, was nicht schon abgefackelt wäre.
Hach... nichts als Stress hier...
--------------------------------------------------------------------------------
Snowsorrow18.06.2005, 21:46
"Danke.", sage ich Fran, doch Ba'Phan brüllt plötzlich "Tel-Nida brennt."
Erschrocken öffne ich die Augen und blicke zu einer brennenden Stadt. Nein, nicht alle Häuser brennen. Aber irgendetwas großes hat Feuer gefangen. Oder viele Gebäude. Wahrscheinlich haben irgendwelche betrunkenen Gildenmitglieder Häuser angezündet.
Nach einigen Minuten erreichen wir die Stadttore von Tel-Nida. Langsam kommt der Wurm zu stehen. Wir springen ab und blicken uns um.
"Was zur Hölle war hier los?"
Die Stadttore weit aufgerissen. Wir blicken die große Hauptstraße entlang, die voller Leichen und zerstörten Marktständen ist. Chaos. Eine bedrückende Stille hängt über der zerstörten Stadt.
Weit im Hintergrund sehe ich, wie der Hafen brennt. Scheinbar nur der Hafen.
--------------------------------------------------------------------------------
Lucifer McGilroy18.06.2005, 21:48
Warum amüsiert es mich nur so? Es muss ja unangenehme Temperaturen in dieser eh schon trockenen Stadt geben...wäre ich doch bloss in meinem lauschigen Zimmer im "Tel-Nidas Traum" geblieben.
--------------------------------------------------------------------------------
Van19.06.2005, 20:34
"Das glaube ich dir gut und gerne. Diese Wachen machen auf mich auch keinen besonders netten Eindruck" sagte ich. Der Mann gab mir einen wink und ich folgte ihm. "Ich heiße übrigens Yueh" - "Mein Name ist Lorrêk" Ich folgte dem Mann weiter, während ich meine Hacke immernoch hinter mir her schliff. Er führte mich wohl zu seinem "Stammplatz". Auf dem Weg sah ich wie es hier im Steinbruch zu ging. Keiner der Arbeiter war unterernährt oder durstig. Alle wurden zu Genüge versorgt. D'schulak musste damit irgendetwas bezwecken. Vielleicht suchte er irgendetwas.....hier im Sand.
Lorrêk blieb stehen. "Nun hier sind wir. Es ist schattig und die Wachen kommen selten hier hin."
Ein paar Meter weiter hörte ich eine weibliche Stimme. "Vater bist du wieder da?" In der Ecke stand eine junge Frau. Sie hatte uns den Rücken zugekehrt. Ihre mittelkurzen braunen Haare waren verschwitzt. "Ja, mein Schatz ich bin wieder da." Lorrêk drehte sich zu mir um. "Yueh, das ist meine Tochter"
--------------------------------------------------------------------------------
Mäde20.06.2005, 06:23
Zwei Tage quäle ich mich schon durch die unwirtliche Wüste Toro. Die Hitze ist unerträglich. Tagsüber habe ich mich mit einem Strick an den Bauch meines Tieres gebunden, um der Sonne nicht ganz so hilflos ausgesetzt zu sein.
Meine Wasservorräte gehen zu neige. Und ich weiss nicht, wo mein Ziel ist.
Schicksal, führe mich!
--------------------------------------------------------------------------------
NPCs20.06.2005, 22:08
Das Schicksal / Maen Nin (Mäde)
Maen Nin verliert aufgrund der sengenden Hitze das Bewusstsein und wird für ungewisse Zeit von ihrem Reittier durch die schier endlosen Öden der Wüste Toro getragen.
Mit letzter Kraft erreicht das Tier den Stadtrand Mithilas, einer Oase inmitten der Wüste, wo es dann zusammenbricht.
Glücklicherweise wird er nicht von den zahlreichen Dieben gefunden, sondern von einer älteren Dame aufgelesen, die ihn durch den Sand nach Hause zerrt und verpflegt.
--------------------------------------------------------------------------------
Van23.06.2005, 21:15
Als sich Lorr^ks Tochter umdrehte erschrak ich. Ihre beiden Augen waren von einem Artefakt verdeckt. Schnell find ich mich wieder. "Guten Tag, mein Name ist Yueh" - "Schönen Tag, ich bin ....." gerade als sie das letzte Wort aussprechen wollte verdreht sie ihren Kopf und fiel, scheinbar vor Anstrengung, nach hinten um. Lorrêk und ich stürmten sofort auf sie zu. Lorrêk griff nach ein paar Tüchern, die in einem zugedeckten Eimer mit Wasser lagen. Er band sie um den Kopf seiner Tochter um ihn zu kühlen. Danach stand er auf. "Sie ist nicht für ein solches Leben geschaffen" - "Warum seit ihr überhaupt in diesem Loch?" - "Hmm...." - Eine Wache ging an uns vorbei.... - "Nun gut, du hast das Artefakt an ihren Augen gesehen, oder?" - "Ja natürlich" - "Dschulak's Doktoren, oder wie auch immer er sie nennt, haben es ihr angelegt. Sie taten es auf meinen Wunsch." - "Warum das? Ist es Sitte bei euch seine Töchter si zu bestrafen" - "ES IST KEINE STRAFE", schrie er, "Sie hat mit 8 fast ihr Augenlicht verloren, dieses Artefakt stellt es mehr als wieder her!"
--------------------------------------------------------------------------------
Mäde27.06.2005, 06:30
Wo bin ich?
Ich höre das plätschern von Wasser. Riche das Leben, das mich umgibt.
Leben?, Wasser?
Ich fühle mih recht ausgeruht. Langsam öffne ich die Augen. Schliesse sie gleich wieder, denn das Licht scheint stark.
Mit einer Hand halte ich das Licht von meinen Augen fern und sehe mich um.
Ich finde mich in einem grossen Zelt wieder, recht stattlich eingerichtet, so scheint mir.
Ich stehe auf, um mich etwas umzuschauen.
"Oh, du bist aufgewacht!",ertönt eine etwas tiefe Stimme hinter mir.
Blitzartig, da erschrocken, drehe ich mich um.
Ich sehe eine alte Frau. Sie ist seltsam gekleidet, ganz anders als die Bewohner Tel-Nidas.
"Gut geschlafen?"
Ich nicke ihr mit dem Kopf zu.
Darauf drängt mich die Neugier; "Wo sind wir hier?"
--------------------------------------------------------------------------------
NPCs28.06.2005, 16:15
NPCs / Lorrêk
Der Mann regt sich schnell wieder ab, Yueh konnte schließlich die Umstände nicht kennen. Seine Tochter erholt sich überraschend schnell wieder, offenbar war es nur ein kurzer Anfall von Schwäche, einer der Arbeiter gibt ihr lauwarme Milch zur Abkühlung.
"Komm", sagt Lorrêk. "Ich werde dir deine Aufgaben zeigen... du wirst vermutlich ziemlich viel Zeit damit verbringen Steine zu zerschlagen..."