Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Vielvölkerfeste
Snowsorrow
01.02.2006, 16:55
VielvölkerfesteAn der Grenze der beiden Reiche, mitten in der penibel aufgestellten Streinmauer, die streng bewacht den Kontinent in zwei Teile teilt und auch als "Ende des Horizontes" bezeichnet wird, weil sie schier endlos in den Himmel ragt, steht der einzige Durchgang auf dem Land von einer zur anderen Seite, die Vielvölkerfeste.
Wie die Mauer soll sie von Anbeginn der Zeit dort gestanden haben, namenlos erbaut, um die beiden Reiche zu trennen- anders kann man sich diese schwarze Wand in der Mitte nicht erklären.
Teure Einfuhrzölle, übertriebene Sicherheitskontrollen und strengste Vorschriften bilden für die meisten Reisenden hier das Ende ihrer Reise. Doch trotzdem ist diese unabhängige (und auch sehr starke) Milizstation ein belebter Ort- eine Stadt in einer Burg.
Hier leben nicht nur Pendra, Dunwa und Aggares nebeneinander, sondern auch die verschiedensten Kargasstämme-Angehörigen, die so dieser Bastion ihren Namen geben.
Dieser schier unüberwindliche Fels in der Brandung untersteht dem Kommando Tayphoon Droganaars, der Gerüchten zufolge eine geheime Waffe, die die Uneinnehmbarkeit dieser Feste sicher, auf dem höchsten (und zu betreten verbotenen) Zinnturm hoch über den Wolken hüten.
Tayphoon Droganaars
Inmitten der Burgstadt, gepflastert mit Gebäuden in jedem Stile wie ein buntes verwackeltes Mosaik, marschieren einige Soldaten auf, den Ort befestigend. Seit Urzeiten eine uneinnehmbare Bastion gerät die Festung nun wohl doch in Bedrängnis, denn nicht nur erklärte der Westen dem Osten den Krieg sondern auch andersherum - und die eigentlich friedlichen, wenn auch bis an die Zähne gewappneten Bürger dieses freien Ortes wissen, dass eben ihre Festung diese Schlacht entscheiden wird. Wer die Vielvölkerfeste unterwirft, unterwirft den ganzen Kontinent, so stark muss die Armee sein, die dies verbringt. Was natürlich bedeuten wird, dass man sie befeuern wird, von beiden Seiten, zumal sie sich niemandem anschließen werden.
Auf einem der höheren Türme steht Tayphoon, Herr über diesen Ort, überblickt die Ferne, auf der einen Seite Wüste, auf der anderen ein tiefer Dschungel.
Es wird nicht leicht werden ... für niemanden ...
Westfront
Nach langer Reise voller widriger Umstände haben des Kaisers Stahlkartons endlich die nähere Umgebung der Vielvölkerfeste erreicht. Unweit im Osten der Festung - jedoch noch in einer Entfernung, die weit außerhalb des geschätzten Schussradius aus der Festung liegt - gehen die Panzer in Stellung, einige von ihnen werden zu Artilleriegeschützen aufgebockt, andere bleiben am Boden, um bei eventuell angreifenden Schiffen Paroli bieten zu können. Die Fußsoldaten für ihren Teil schlagen die Zelte auf und gehen die Pläne für die Belagerung durch. Weitestgehend geht es darum, schlicht keine Schiffe durchzulassen und die Vielvölkerfeste zur Kapitulation zu bewegen, notfalls durch einen andauernden Kugelhagel aus sicherer Entfernung. Der General seinenteils ist sehr zufrieden mit der Situation.
Ein Bote wird in die Festung entsandt, verkündet die Belagerung und die Forderung der weißen Flagge. Ein anderer Bote wird nach Cor entsandt, um dort zu melden, dass man auf die neue Konstruktion wartet. Bis diese eintrifft, wird jedoch noch viel Zeit vergehen, da das Schiff erst mit großer Feier gestartet werden wird - außerdem kann es nur vorteilhaft sein, die Vielvölkerfeste einige Zeit lang von der Umwelt abzuschotten, um dort Moral und Vorräte zu senken.
Vorerst kein Beschuss, sondern das Aufstellen eines Lagers. Von Osten her kommen Wagen mit neuen Vorräten zu der Belagerung.
Die Westfront
Nichts als Stille, unterbrochen lediglich vom Wüstensand, der, vom Wind getrieben, auf Panzer und Geschosse prasselt, ihre Hülle aufrauht und abnutzt. Die Soldaten warten, das ist alles. Zwar ist schon fast alles Kriegsgerät in Position und sowohl Angreifer als auch Verteidiger sind sich bewusst, dass einem Kampf kaum mehr entgangen werden kann, doch auf keiner der Seiten tut sich etwas. Die Aufforderung zur Kapitulation wurde lediglich belächelt - keinenfalls wird man sich so wenigen Gegnern ergeben. Andererseits ... ihre Ausrüstung hat doch schon eine besorgniserregende Wirkung auf die Anwohner. Während die Burgverteidigung weiter aufstockt, warten die Belagerer auf das Eintreffen ihres außerordentlichen Flagschiffes, das noch in den neuen Werften zu Cor steht. Mit seinem Eintreffen wird der Kampf zweifelsohne losbrechen. Bis dahin heißt es für die Legionäre in der Hitze der Sonne zu warten.
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