Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : good bye, my friend...
WilderDudelSack
27.02.2006, 06:27
nein, falls jetz einige gedacht haben, ich würde hier meinen abschied von der community verkünden, so ist es definitiv nicht ( auch wenn nun wohl der freudige blick aus gewissen gesichtern wie etwa dem von ashi verschwunden ist... :> )
es geht hier vielmehr um sterben bzw tod allgemein, trauer sowie abschied nehmen von jenen, die uns verlassen haben.
der thread hat mehrere gründe. der eine ist, das ich mich persönlich einem AIDS test unterziehen muss bald, der andere ist, das ich neulich mit einigen guten kumpels unterwegs war am samstag. wir besuchten u.a. eine art jugendtreff ( naja, jugendtreff ist die falsche bezeichnung, da es ab 18 ist, aber so ähnlich halt ) und dort erfuhren, das ein guter freund und langjähriger weggefährte meiner kumpels gerade eben verstorben ist. scheinbar nierenversagen ( er hatte afaik schon immer probleme mit den nieren - eine musste ihm entfernt werden, er musste dann 3 mal pro woche eine blutwäsche durchführen lassen und schliesslich hat die andere niere auch den geist aufgegeben, was schlussendlich zu seinem tod führte ). ich habe ihn nicht persönlich gekannt sondern nur vom hörensagen her, daher war es für mich weniger schlimm als für meine kumpels ( nicht das ich gefühlskalt wäre, nein, nur wenn man eine person nicht kannte ist die trauer entsprechend niedriger, das ist menschlich ). es wurde dann u.a. noch eine schweigeminute eingelegt, um seiner zu gedenken.
diesmal war es kein direkter freund von mir, aber ich habe bereits zuviele menschen verloren selber. die einen durch krankheiten, die anderen durch unfälle, einige auch durch OD's usw. es ist jedesmal schwer, jemanden den man sein leben lang kannte und mit dem man sovieles durchmachte, zu grabe zu tragen. man stumpft auch seelisch ab dabei irgendwie, es ist als würde man jedes mal ein klein-wenig selber sterben bzw ein teil von einem selbst.
respekt zolle ich denen, wie dem kumpel da etwa, die nicht aufgeben und bis zum schluss, bis zum bitteren ende dem tod alles entgegensetzen was sie noch haben, bis zum untergang. meines erachtens sollte man niemals kampflos untergehen. der schlimmste punkt muss wohl jener sein, an dem man merkt, das man den "krieg" verloren hat und es keine hoffnung mehr gibt. war durch eine beinahe-tödliche verletzung 2002 ( noch vor meinem eintritt in die makercomm btw ) auch fast gestorben ja, aber das ist ein anderes thema. evtl. gehe ich später noch darauf ein ( habs iirc nie wem vom kami erzählt bisher )
meines erachtens unterschätzen sehr viele leute hier den tod, wenn ich mir z.B. die smalltalk diskussionen da durchlese, etwa wo stuffle das mit dem paracetamol erwähnte. viele sind sich gar nicht bewusst, was sie wann eigentlich genau tun ( z.B. beim zu schnell autofahren, herumhantieren mit irgendwelchen medikamenten usw. ) und wie schnell das leben vorbei sein kann. ich will leute wie stuffle nicht als blöd darstellen oder so, nein - aber jene machen einmal ein fehler wenn sie so rumhantieren und wir müssen einen neuen trauer thread aufmachen à la "xyz ist von uns gegangen..."
ich könnte jetzt noch viele weitere sachen anführen von bekannten und freunden von mir, die gestorben sind, aber das evtl. später, ansonsten liest das aufgrund der länge des postings wohl ohnehin keiner.
nun, wie geht ihr mit dem tod um ? inwiefern trifft es euch, wenn ein guter freund von euch für immer weg ist ? was haltet ihr von der letzten ehre, z.B. in form einer schweigeminute oder ähnlichem ? wen - sofern ihr das natürlich sagen wollt, ist klar, kein zwang oder so - habt ihr schon verloren und wieso ? denkt ihr, das man quasi auch ein bisschen abstumpft, wenn man viel mit dem tod konfrontiert wird?
remember me, before the war, i'm the man who lived...
P.S. es wundert mich, genauso wie beim liebe thread da vorher, das es den thread hier noch ned gab bisher... Oo es gab zwar den "habt ihr angst vor dem tod" thread, aber nunja, bei so einer fragestellung sind die meisten postings sowieso nur dünnpfiff à la "ich ned!" Oo
Ich persönlich habe - zum guten glück - noch keinen mir wirklich nahestehenden verloren.
Erst vor *ähmm* glaub 3 wochen ist einer von der Schule nebenan ausm 3. oder 4. Stock gesprungen. Es hat mich schon etwas schockiert, aber ich habe dann auch nciht weiter drüber nachgedacht, aber es muss schon ziemlich schlimm fürn bekannten von ihm sein.. Njo tot isser nicht, er liegt aber auf der Intensivstation , soweit ich weiß..
Isothien
27.02.2006, 10:54
Der Tod, hmm nja...
Hab als ich ungefähr 7oder6 war meine Großmutter verloren.
Die hat bei uns im Haus gewohnt und ich hab sie somit jeden Tag gesehen.
Da ich damals noch so jung war hats mir wenig ausgemacht, allerdings werd ich den Morgen nie vergessen.
Meine Mutter macht mich wach und sagt:
"Komm schnell hoch, die Oma ist tot!"
Diese Worte werd ich wohl nie vergessen, auch wenns mich damals nicht hart getroffen hat.
Allerdings stumpft sowas im gewissen Sinne ab.
Is schon scheiße sowas...
Phoenix Sun
27.02.2006, 11:00
Ich denke sehr oft über den Tod nach, wirklich sehr oft. Und er macht mir auch ein wenig Angst, wobei ich mir auch sehr oft wünsche dass er mich endlich erwischt, obwohl ich erst 20 bin.
Ich habe auch schon Leute verloren die mir viel bedeutet haben, wie zum Beispiel meinen Opa, vor knapp 5 Jahren. Erst habe ich es garnicht realisiert dass er von uns gegangen ist, aber mit der Zeit kamen meine Gefühle raus und ich habe sehr oft an ihn gedacht. Ich habe quasi gesehen wie er gestorben ist. Ich habe ihm am Todesbett besucht, er war voll mit Schmerzmitteln und hat so gut wie nichts mitbekommen. Als wir uns von ihm verabschiedet haben, hat er Tränen vergossen und auf einer gewissen Weise gelächelt. Er hat sich sicher gefreut uns alle ein letztes Mal zu sehen. Es war wirklich grausam wenn man einen alten Mann der den Kampf mit dem Krebs verloren hat, sterben sieht. Ich bin noch nichtmal auf seine Beerdigung gegangen, weil ich es einfach nicht wahr haben wollte/konnte. Trotzdem fehlt er mir immer noch sehr und ich wünschte mir ihn wieder zu sehen, denn er war ein wirklich unglaublicher Mann.
Meinen Onkel habe ich fast im gleichen Zeitraum verloren, es waren nur einige Wochen später. Ich habe zwar nie viel mit ihm zu tun gehabt, aber wir hatten quasi eine seeliche Verwandschaft, vorallem nach seinem Tod habe ich es gemerkt. Es hört sich vielleicht dumm an, aber seit seinem Tod merke ich manchmal dass er mit mir spricht, oder ähnliches. Man sagte mir dass wir uns wirklich sehr ähnlich sind, wir haben genau das gleiche Verhalten, genau die gleichen Interessen, usw. Er war immer sehr ruhig, genau wie ich. Nur hat er den Fehler gemacht mit den Drogen anzufangen und ist leider nicht mehr davon weggekommen. Als ihm alles zu viel wurde (Die ganzen Therapien, usw.) hat er sich vor einem Zug geworfen und ist dabei sofort gestorben. Ein guter Freund von ihn hat ihn tod am Gleis gesehen und hat gesehen dass in seinem Gesicht ein Lächeln war, es war wohl die Erleichterung. Sein Tod war schon ein Schock für mich, auch wenn ich wie gesagt kaum mit ihm etwas zu tun hatte.
Und es passiert ziemlich oft, wenn ich einen Zug sehe, dass ich an ihm denke und mich frage wie es wohl wäre wenn wir uns besser gekannt hätten, denn ich bin mir sicher, dass wir wirklich sehr dicke Freunde gewesen wären.
Edit:
Ich kann auch nicht verstehen, wie die Menschen so leichtsinnig mit Sachen umgehen die einen töten können. Wenn man weiss dass die Gefahr da ist dass man stirbt, wieso macht man das? Ich meine, nur um einen Kick zu bekommen muss doch lange nicht solche gefährliche Sachen machen. Oder irgendwelche Pillen oder andere gefärhliche Stoffe schlucken die dem Körper in wenigen Sekunden des gar ausmachen können. Vor diesen Leuten habe ich wenig respekt, ich habe nur Mitleid mit ihnen weil sie nicht wissen was sie machen oder weil sie es einfach ignorieren.
WilderDudelSack
27.02.2006, 11:13
Ich kann auch nicht verstehen, wie die Menschen so leichtsinnig mit Sachen umgehen die einen töten können. Wenn man weiss dass die Gefahr da ist dass man stirbt, wieso macht man das? Ich meine, nur um einen Kick zu bekommen muss doch lange nicht solche gefährliche Sachen machen. Oder irgendwelche Pillen oder andere gefärhliche Stoffe schlucken die dem Körper in wenigen Sekunden des gar ausmachen können. Vor diesen Leuten habe ich wenig respekt, ich habe nur Mitleid mit ihnen weil sie nicht wissen was sie machen oder weil sie es einfach ignorieren.
nunja, die frage ist immer, wie man mit etwas umgeht. wer klug auto fährt, minimiert das risiko eines selbstunfalles natürlich erheblich. ebenso ist dies bei der anwendung gefährlicher medikamente ( z.B. jene mit MAO-hemmern drinne ), drogen, beim umgang mit gefährlichen maschinen am arbeitsplatz etwa usw.
allerdings möchte ich die diskussion hier jetzt nicht auf drogen in dem sinne ausweiten, das wäre ein viel zu breites und für sich eigenes thema, als das man es in den thread bringen könnte meines erachtens. auch dort ist es übrigens eine frage der vorsicht, aber nur so nebenbei...
frontin'.™
27.02.2006, 11:27
Naja, zu Phoenix mal... Vllt. nimmst du dein ganzes Leben nie Drogen, rauchst
nicht, trinkst nicht, meidest Plätze wo viele Leute sind und achtest immer als
erstes auf deine Sicherheit. Und irgendwann kriegste trotzdem 'nen Hirntumor.
Klar, wenn man so lebt, stirbt man nicht an 'ner Überdosis, fällt nicht besoffen
die Treppe runter und bricht sich das Genick und man wird auch nicht süchtig.
Aber im Endeffekt, kann der Tod jeden erwischen, also sollte man geniessen.
Es ist ein Augenblick, der Dir das Leben nimmt,
und es ist ganz egal ob wir beide dagegen sind.
Denn unser aller Schicksal, wir warten auf den Tag,
Und der Verlust wird kommen, wie der Nagel in den Sarg.
Bushido - Augenblick. (;
Takti der Blonde.™
27.02.2006, 11:35
Es ist ein Augenblick, der Dir das Leben nimmt,
und es ist ganz egal ob wir beide dagegen sind.
Denn unser aller Schicksal, wir warten auf den Tag,
Und der Verlust wird kommen, wie der Nagel in den Sarg.
Bushido - Augenblick. (;
du bist mir jan richtiger gansgsta...
'Heuschrecken, ihr seit nichts weiter als Heuschrecken'
Tak47lo$$ - Dogma
@ Topic: Vor 2 Jahren ist meine Oma gestorben, an Lungenkrebs, hat nie geraucht etc. Ich war 2 wochen vor ihrem Tod oder so bei ihr im Krankenhaus, und ich war mehr ehrm angeekelt, als geschockt.
Naja bei der Beerdigung war ich auch eher kühl als dass ich irgendwie Gefühle hatte oderso. Das liegt aber vielleicht auch daran, dass mir allgemein an meiner Familie nicht viel liegt. Ich denke aber, dass es mich sehr treffen würde, wenn bestimmte Menschen sterben würden.
Über den Tod denke ich eigentlich net wirklich nach, ausser den sporadischen Selbstmordgedanken, aber das wars dann auch.
frontin'.™
27.02.2006, 11:38
Den Zusammenhang seh' ich jetzt nicht. :rolleyes: Aber gut, scheinst emotional recht abgestumpft zu sein.
Phoenix Sun
27.02.2006, 11:42
Naja, zu Phoenix mal... Vllt. nimmst du dein ganzes Leben nie Drogen, rauchst
nicht, trinkst nicht, meidest Plätze wo viele Leute sind und achtest immer als
erstes auf deine Sicherheit. Und irgendwann kriegste trotzdem 'nen Hirntumor.
Klar, mit der ganzen scheisse die man heutzutage einatmet... trotzdem möchte ich das Risiko nicht eingehen mich schneller mit diesen Dingen zu "infizieren". Es kann ganz gut sein dass ich nichts kriege wenn ich rauche, etc. Aber wenn ich es tue gehe ich viel leichter das risiko ein dass ich eine Krankheit bekomme. Und irgendwelche Drogen zu nehmen hat für mich nichts mit genießen zu tun. Ich habe auch nichts dagegen mal ab und zu einen zu trinken, aber mich wie viele jeden Tag mit Alkohol zu füllen und mich jeden Abend auf kotzen zu freuen... Da kann ich gut drauf verzichten. Man kann das Leben auch ohne diese ganze Sachen genießen. Aber wie WDS schon sagte, das ist eigentlich nicht das Thema.
Edit:
Wer sagt eigentlich dass man überhaupt eine Krankheit bekommt? Man kann auch ganz normal sterben, ohne krankheiten. Das ist es was ich eigentlich meine. Das Risiko eine tödliche Krankheit zu bekommen, möchte ich nicht freiwillig eingehen.
frontin'.™
27.02.2006, 11:50
Ich selbst nehme auch keine Drogen, anfürsich, nicht, dass das hier so rüberkommt
als würd ich Freitagabends mit 'ner Spritze im Arm am HBF liegen oder so. D: Gegen
rauchen, Cannabis etc. hab' ich nichts, aber das war's dann auch.
Naja, is' nicht das Thema. Wie meinst du den Edit? Man stirbt doch nicht einfach so,
ausser man ist sehr alt. Zumindest fällt mir jetzt spontan kein solcher Todesfall ein.
BlueShark
27.02.2006, 11:58
Widerspruch? Keine Drogen, aber gegen Cannabis hast du nichts, für mich gehört das dazu. Egal, ist ja nicht das Thema.
Ich habe nur meine Urgroßmutter verloren, allerdings war ich noch zu klein um das zu begreifen.
Außerdem die Großeltern mütterlicherseits, diese kannte ich aber kaum, weil es in der Familie meiner Mutter einige Probleme gab, der Vater wollte keinen Kontakt mehr, nicht speziell mit meiner Mutter, sondern im Allgemeinen, warum das so war, löste sich dann nach seiner Beerdingung auf, als meine Mutter dann erfahren hatte, warum auch sie so wenig Kontakt zu ihrem Vater hatte, war sie davon sehr ergriffen, aber so etwas will ich nicht im Internet breit treten.
Würde eine geliebte Person sterben, dass weiß ich, auch ohne es erlebt zu haben, würde mich das aus der Bahn werfen.
Vor allem der Tod meiner Eltern wäre für mich schlimm, das könnte ich nicht ertragen. Ebenso wäre es bei wirklich guten Freunden.
Abgestumpft, bin ich durch mangelnde Erlebnisse in Sachen Tod, noch nicht.
frontin'.™
27.02.2006, 12:04
Wieso Widerspruch? Legalize. D: Alkohol und Tabak sind genau genommen auch Drogen. Egal.
Meine Uroma wird auch bald sterben, geht ihr immer schlechter. /:
Gandorques
27.02.2006, 14:12
Ich arbeite ja in einem Krankenhaus, und ich sehe fast täglich Leute die kurz vor dem Tot stehen, deren Leben nichtmehr Lebenswert ist (Durch Demenz), und auch deren Angehörige.
Mitgefühl habe ich schon, aber irgendwie gehts ja weiter.
In meiner Familie und aus meinem Freundeskreis sind noch keine gestorben, ausser meinem Opa als ich noch klein war.
Meine Oma, väterlicher Seite, hatte ich nie gekannt. Sie starb noch vor meiner Geburt. Anscheinend soll sie eine sehr intelligente, liebe Frau gewesen sein; ich hätte sie nur zu gerne kennen gelernt.
Letztes Jahr ist mein Opa, mütterlicher Seite, gestorben. Ihn hatte ich nur selten gesehen. Leider trank er zu viel...
Als ich im 5. Schiljahr war, hatte der Vater eines "Fast"-kumpels seine gesamte Familie ermordet, weil er seine Pillen nicht genommen hatte. Anschließend hing er sich auch auf.
Ich werde NIEMALS Drogen, zu viel Alkohol, Zigaretten konsumieren, da ich es für unnötig halte, sich dem Tode schneller zu nähern.
Ich habe ähnliche Erfahrungen. Mein Vater erkrankte März 2000 an einer Lungenembolie, was ihm die Atemwege abschnitt und so das Gehirn nicht versorgt werden konnte. Er ist zwar nicht tot, aber ich glaube, dass im Pflegeheim nurnoch der leere Körper meines Vaters lebt, während sein Geist woanders ist. Eigentlich wünschte ich, dass er sterben würde. (Versteht mich bitte nicht falsch, mein Vater war der wohl liebste Mensch auf der Welt, aber er quält sich doch sicher nurnoch im Pflegeheim, auch wenn er es nicht mehr mitbekommt.)
Ein paar Monate später starb dann auch meine Tante. Allerdings nicht durch eine Krankheit oder einen Unfall. Sie hatte Selbstmord begannen. Und ich kann bis heute nicht verstehen, warum. Sie war eine so lebensfrohe Person.
BlueShark
28.02.2006, 11:10
[...] Er ist zwar nicht tot, aber ich glaube, dass im Pflegeheim nurnoch der leere Körper meines Vaters lebt, während sein Geist woanders ist. Eigentlich wünschte ich, dass er sterben würde. (Versteht mich bitte nicht falsch, mein Vater war der wohl liebste Mensch auf der Welt, aber er quält sich doch sicher nurnoch im Pflegeheim, auch wenn er es nicht mehr mitbekommt.) [...]
Das kann ich nur zu gut verstehen, da es mit den meisten Menschen im Pflegeheim so aussieht. Sie vegetieren nur noch vor sich hin und essen, atmen und trinken durch einen Schlauch, ich nenne das nicht Leben.
Was ich allerdings auch glaube ist, dass sie dennoch die Anwesenheit ihrer liebsten spüren und das über alle Maßen wichtig für sie sein muss.
La pasión
28.02.2006, 19:16
nun, wie geht ihr mit dem tod um ? inwiefern trifft es euch, wenn ein guter freund von euch für immer weg ist ?
Ich will nicht sagen, dass es für mich keine herber Verlust ist, wenn jemand sein Leben lässt. Aber die Freude überwiegt. Für Aussenstehende klingt das vielleicht emotionslos und kalt, aber ich halte den Tod nicht für eine Strafe und auch nicht für das Ende. Natürlich, da geht jemand, der mir sehr am Herzen lag. Allerdings bin ich der festen Überzeugung, dass es der Person dort wo sie jetzt ist wesentlich besser ist. Der verstorbene ist sicher nicht froh darüber, wenn er der Schuldige für meine Trauer ist, das wünscht sich wohl niemand. Ich vergesse niemanden, sobald er stirbt. Viel mehr lebt er in meinen Erinnerungen weiter. Ich habe zu viel Vertrauen zu Gott. Er schenkt uns das Leben und Er nimmt es uns wieder.
Ich warte auch darauf, dass der Herr mich eines Tages von der Welt nimmt. Es ist etwas natürliches. Täglich sterben tausende Geschöpfe, ohne das wir davon Notiz nehmen. Vielleicht sieche ich unter größter Qual dahin. Doch das ist es mir wert, denn meine Mutter hat auch unter großen Schmerz gelitten, als sie mich gebar.
was haltet ihr von der letzten ehre, z.B. in form einer schweigeminute oder ähnlichem ? wen - sofern ihr das natürlich sagen wollt, ist klar, kein zwang oder so - habt ihr schon verloren und wieso ? denkt ihr, das man quasi auch ein bisschen abstumpft, wenn man viel mit dem tod konfrontiert wird?
Es kommt darauf an, welche Person es ist. Wenn es eine nahe stehende Person ist, dann ändere ich eine bestimmte Verhaltensweise an mir, die mich unmittelbar an diese Person erinnert. Beispielsweise meine Essgewohnheiten oder so etwas. Damit erweise ich meine letzte Ehre. Davon abgesehen hat jeder einen Platz in meinem Nachtgebet, genau wie in meinen Gedanken.
Farmer Fran
28.02.2006, 19:58
Nun ja ... ich weiß, dass ich eines Tages sterben werde, sei es in achtzig Jahren oder morgen, aber ich kümmere mich nicht wirklich darum. Wenn´s passiert, dann passiert´s, und ich werde in dem Moment, sofern möglich, vermutlich versuchen es zu verhindern, das ist gesünder. Der Tod ist wohl ein natürlicher Teil der ganzen Sache, und ich persönlich gehe einfach mal ganz dreist davon aus, dass man danach weg ist. Keine Gedanken, keine Bewegung, einfach nichts. Dermaßen nichts, dass man sich nicht mal mehr darüber wundern kann. Irgendwie ein unschöner Gedanke, aber ich habe mich damit abgefunden, hauptsächlich, weil es keine wesentlich andere Wahl gibt.
Natürlich gibt´s zu der Nachtod-Sache verschiedene Meinungen, will damit jetzt keinen angreifen.
Mir wirklich nahestehende Personen habe ich noch nicht verloren. Ich habe keine Ahnung, wie ich damit umgehen würde. Als meine Oma starb, als ich noch jung war, hat es mich nicht sonderlich berührt, da ich sie kaum kannte und den Tod wohl auch nicht wirklich realisierte. Dann war ich noch auf der Beerdigung irgendeines Onkels, von dem ich nur mal gehört hatte. War eher eine Art "Du-musst-das-jetzt-machen"-Aktion, bei der ich nur stumm daneben stand und mir ein paar Blumen anschaute. Danach gab´s Kuchen in einem Gebäude neben dem Friedhof, Raum war dezent ausgeschmückt, alle gut angezogen, erinnerte irgendwo an eine Feier. Ruhige Stimmung, der Situation entsprechend, aber kaum betrübt. Hat mich etwas gewundert.
Sonst halte ich persönlich nicht wesentlich viel von der letzten Ehre. Nun, natürlich, Begräbnis muss ja irgendwie sein, aber die meisten Leute sprechen dann einfach nie wieder darüber und vergessen alles, Klappe zu, Affe tot, sozusagen. Das finde ich nicht so gut, zumal man für sich selbst ja noch etwas aus dem Leben der Person mitnehmen kann. Was habe ich von ihm/ihr gelernt, was hat er/sie vielleicht sogar ganz und gar falsch gemacht, was hat er/sie gut gemacht, was werde ich übernehmen oder anders machen?
Dadurch, dass irgendwer sich sowas überlegt, wird der Tote ja erst quasi unsterblich, er beeinflusst andere, die wiederum etwas an die nächsten weitergeben und so weiter, ist doch irgendwo eine schöne Idee. Natürlich ist das auch im Rahmen einer Schweigeminute möglich, aber irgendwie gehe ich davon aus, dass die meisten dabei tatsächlich nur in die Luft starren.
Am Ende ist die Menschheit wohl komplett weg und man kann sagen wozu, nutzt uns doch sowieso nichts, aber zumindest für den Moment irgendwie eine sinnige Sache mit dem Weiterführen von Ideen und Lebensarten, auf welche Weise auch immer. Wir leben ja jetzt und nicht nach dem Ende der Zeit.
Joah ...
Ach ja, es wurde irgendwo noch gesagt, dass ein Leben unter bestimmten Bedingungen nicht mehr lebenswert sei. Ich finde irgendwo ist das ganz und gar die Entscheidung der jeweiligen Person, sofern sie denn noch entscheiden kann. Egal, wie dumm, schwach und brüchig jemand ist, wenn er sich noch freuen kann über irgendetwas, kann das Leben für ihn immer noch schön sein.
Mein Opa als Beispiel, wochenlang lag er zu Hause im Bett, manchmal im Krankenhaus, wobei Bettruhe in meiner Familie väterlicherseits irgendwo favorisiert wird, und jeden Tag dachten sie jetzt ist er weg und er quält sich nur noch, konnte ohne Hilfe nicht mehr aufstehen und hatte auch schon kein Interesse mehr daran.
Und heute grinst er wieder durch die Gegend, spielt sogar manchmal noch Mundharmonika und plant den Garten umzugraben. Wobei ich letzteres dann wohl eher für ihn übernehmen werde.
So ... schon wieder ein Post in Form eines Tagebucheintrags.
Nunja, in meinem näheren Umfeld ist bisher nur einer gestorben. Mein Großvater vor ein paar Jahren (ich denke es war vor 3 Jahren, bin mir aber nicht einmal sicher dabei... oO). Nunja, inwiefern war ich in Trauerstimmung? Mein Großvater wohnte 30 kilometer von unserem Haus entfernt, war aber mit meiner Großmutter noch die uns am nächsten stehenden Verwandten. Daher war er schon ein mir wichtiger Teil der Familie. Aber ich kann auch nicht sagen, das ich große Trauer empfunden habe... Es ist wirklich nicht so das ich kaltherzig sei, oder so. Aber er lag davor eine längere Zeit im Krankenhaus, ich kann nicht einmal sagen ob ich es nicht sogar erwartet habe, das er stirbt. Jedenfalls fiel es mir schwer um einen Menschen zu trauern, der gar nicht mehr lebt. Ich konnte aber auch nicht um mich trauern, da sein Tod mein Leben nicht wirklich beeinflusst hat. Viel eher haben mich zwei andere Tatsachen fertig gemacht: Zum einen, wie meine Mutter und meine Großmutter sich mit seinen Tod quälten. Meine Mutter stand ihrem Vater natürlich viel näher als ich meinem Großvater. Und meine Großmutter lebt seitdem allein in ihrem Haus. Das ist sicherlich auch nicht leicht, wenn man schon lange verheiratet zusammenlebte. Für sie war sein Ableben wirklich ein schlimmer Einschnitt ins Leben, und es tat mir wirklich leid wie sie trauerten. Die zweite Sache war eine Art innerer Konflikt in mir. Muss ich denn überhaupt trauern, wenn ich gar nicht das innere Bedürfnis dazu spüre? Ist es nicht heuchlerisch, nur deshalb traurig zu sein, weil die Etikette es erfordert?
Für mich jedenfalls war klar, und dieser Gedanke kam mir schon Jahre vor dem Tod meines Großvaters, das der Tod vorallem den Hinterbliebenden seelischen Schaden bereitet. Nunja, wer tot ist, kann auch kaum noch darüber traurig sein.
Auf der anderen Seite ist das Leben auch etwas derart wertvolles -ich kann nichteinmal ausdrücken wie wertvoll es für mich ist (wäre auch nicht klug, weil ich dann immer in euphorischer Schwärmerei von der Genialität unserer Existenz spreche)- das ich es nie und nimmer verlieren möchte. Nicht durch Leichtsinnigkeit (Drogen nehmen, zuviel riskieren etc.) aber auch nicht durch Suizid (was leicht gesagt ist, denn das ist ja nunmal keine Lebenseinstellung sondern viel eher ein Akt der Verzweiflung. Nichtsdestotrotz: ich konnte Selbstmord nie nachvollziehen, so sehr ich es auch zu verstehen versuchte. Ich könnte niemals, egal was passiert, mein Leben auf diese Weise beenden. Zumindestens nicht wegen seelischem Schmerz, wohl höchstens wegen physischem).
Was ich btw. regelrecht faszinierend fand, war diese starke Anziehung die eine Trauerfeier auslöste. Man konnte nicht widerstehen, man musste regelrecht mittrauern. Und ich hatte irgendwie das Gefühl, ich hätte auch um jeden anderen Menschen geweint. Weil diese Szenerie der Beerdigung ganz einfach nur traurig ist/traurig macht.
Dadurch, dass irgendwer sich sowas überlegt, wird der Tote ja erst quasi unsterblich, er beeinflusst andere, die wiederum etwas an die nächsten weitergeben und so weiter, ist doch irgendwo eine schöne Idee. Natürlich ist das auch im Rahmen einer Schweigeminute möglich, aber irgendwie gehe ich davon aus, dass die meisten dabei tatsächlich nur in die Luft starren. Den Post finde ich wirklich toll, und kann ihm nur voll und ganz zustimmen. Ich habe die Schweigeminute eher als eine Art "Erweisen der letzten Ehre" betrachtet, in dem man noch einmal an den Verstorbenen zurückdenkt, und sich die gemeinsam erlebten Erinnerungen ins Gedächtnis ruft. Aber was du sagst, macht durchaus Sinn.
Wolfhound
01.03.2006, 19:56
Irgendiwe sagen alle, das sie nicht gefühllos klingen wollen (Ich schließ mich hier trotzdem mal an). Ich finde wie man den tot eines Menschen sieht, liegt daran, woran er gestorben ist. Mein Opa zum Bleistift ist letztes Jahr Pfingsten rum gestorben, Alzheimer und Rechtsherzversagen, in solchen fällen finde ich ist der tot eine Erlösung für den Menschen, weil es ist einfach kein Leben, die ganze zeit herumzusitzen und stumpfsinnig in der Gegend herumzuglotzen.
Das mit der letzten Ehre, ich finde jeder Mensch hat sowas wie eine Schweigeminute verdient oder eine letzte Ehrenbezeigung (sagt man dass so =? ) Ich meine, wenn ihr jetzt zum Bleistift (Blödes Beispiel ich weiß ) irgendjemanden in der Wüste verreckt auffinden würdet, würdet ihr ihn denke ich auch begraben und nicht einfach den Geiern zum Fraß vorwerfen, ich denke allein das begraben von Menschen ist schon eine Ehrenbezeichnung und jeder Mensch, hat ein ordentliches Grab verdient, das die menschen, selbst wenn sie ihn nie gesehen haben, trotzdem wissen, es gab mal so einen Menschen, der soll nicht in vergessenheit geraten.
@Wolfhound:
Einen feuchten Scheiß würde ich machen. Ich begrab doch niemanden, der irgendwo rumliegt. Fass doch keine Leichen an (gut, außer um vielleicht Schmuck zu klauen). Am Ende bist noch schuld, dass Kojak & Co Beweise bzw. Hinweise hopps gehen.
Zum Thema an sich kann ich leider nicht viel beitragen. Ein Opa gestorben, eine Oma gestorben - in beiden Fällen war ich zu jung als dass es hier eine Rolle spielen könnte. Ein Opa war dann noch vor der Zeit und eine Oma lebt noch vor sich hin. Im Freundeskreis gab's zum Glück noch keine schlimmeren Unfälle, Krankheits- oder gar Todesfälle.
Nur so viel: Auf die Beerdigung meiner Großmutter - deren Tod nunmal demnächst kommen wird - werde ich nicht gehen. Besuch sie eh noch kaum. Sind nie warm miteinander geworden. Ist leider so. Insofern würde ich mir heuchlerisch vorkommen, wenn ich da scheinbar tief betroffen hinter dem Sarg hinterher wackeln würde. Und die Konfessionslosigkeit spielt da auch noch 'ne Rolle.
@Wolfhound:
Einen feuchten Scheiß würde ich machen. Ich begrab doch niemanden, der irgendwo rumliegt. Fass doch keine Leichen an
Ich glaube, ich würde den Menschen tatsächlich begraben (es sei denn der liegt schon seit mehreren Wochen dort rum, und ist schon halb verwest ^^).
Und die Konfessionslosigkeit spielt da auch noch 'ne Rolle.
Für mich absolut nicht. Ich bin auch konfessionslos. Aber die Bestattung zählt in meinen Augen zu jenen Bräuchen, die nichts mit der Religion zu tun haben müssen (ebenso die Hochzeit, die ja, entgegen dem Glauben vieler Menschen oO, kein christlicher Brauch ist).
Das mit der Bestattung ist aber generell faszinierend. Sie gehört wohl zu einen der ältesten Riten der Menschheit, die in jeder menschlichen Kultur ausgeführt werden. Man könnte die Bestattung mit der Religion an sich, oder mit Musik und Tanz gleichstellen. Die letzte Ehrerbietung, der Glaube dem Menschen nach seinem Tode noch einen letzten Dienst zu erweisen (oder der Glaube nach einem Leben nach dem Tod) ist nunmal tief im Menschen verwurzelt.
Insofern würde ich mir heuchlerisch vorkommen, wenn ich da scheinbar tief betroffen hinter dem Sarg hinterher wackeln würde.
Naja, das mit der Heuchlerei ist immer so eine Sache. Aber bei einer Trauerfeier dürfte das kein Thema sein, imo. Wie gesagt, ich fand die ganze Szenerie bei der Beerdigung schon traurig genug, das mir womöglich selbst bei einem fremden Menschen die Tränen gekommen wären ^^° Außerdem muss man ja nicht nur für den gestorbenen Menschen zur Trauerfeier gehen, sondern irgendwie auch für die Hinterbliebenen. Um denen den Abschied leichter zu gestalten. Ich finde gerade diesen Punkt zumindestens sehr wichtig.
Erstmal ein Lob an Wilderdudelsack für dieses Topic, es gefällt mir wirklich gut.
nun, wie geht ihr mit dem tod um ? inwiefern trifft es euch, wenn ein guter freund von euch für immer weg ist ?
Für gewöhnlich bin ich die nächste Zeit dann etwas niedergeschlagen, je nachdem wie nahe mir die Person stand. Dann kommen einem selbst die Gedanken vom Tod, bis schlußendlich das Thema abgeschlossen ist - Es klingt hart, aber ich möchte mein Leben nicht auf Grund eines anderen Todesfalles vergeugen.
was haltet ihr von der letzten ehre, z.B. in form einer schweigeminute oder ähnlichem ? wen - sofern ihr das natürlich sagen wollt, ist klar, kein zwang oder so - habt ihr schon verloren und wieso ?
Mein Großvater ist vor meiner Geburt gestorben, soll sehr starker Alkoholiker gewesen sein. Aber sollte das Thema vor meinem Vater aufkommen scheint es ihm sehr gleichgültig zu sein, dass habe ich damals, als ich jünger war, nie verstanden.
Meine Ex-Freundin hat sich damals wärend unserer Beziehung umgebracht, dass hat mich dann doch verdammt aus der Bahn gerissen. Da fühlt man sich dann extrem schuldig, obgleich man vielleicht direkt garnichts damit zu tun hatte - Aber vedammt, man hat nicht geholfen, war nicht für sie da.
Es gab noch einige schwere Krankheitsfälle in meinem nahen Freundschaftskreis, Krebs und HIV - sowie zwei weitere Todesfälle.
denkt ihr, das man quasi auch ein bisschen abstumpft, wenn man viel mit dem tod konfrontiert wird?
Ja, das denke ich. Definitiv. Man merkt es förmlich bei jedem Mal, bei jedem Friedhofsbesuch.
So far,
vital.
[Septic]
06.03.2006, 17:20
### Achtung: extrem christliche Meinung ###
Der Tod gehört zum Leben, wie die Nacht zu einem jeden Tag.
Wir entstehen und wir vrgehen. Das ist unsere Bestimmung.
Was wir aus der Phase dazwischen machen, das ist es doch.
Einen Menschen, den man liebt, zu verlieren, ist immer hart. Natürlich kommt uns der Tod als das Ende vor udn ebenso trauert man darum, dass diese Person nicht mehr da ist. Man wirft mit Fragen um sich und bekommt doch keine Antwort. Es gibt Menschen, die treibt dies in die Depression und so gleichen sie doch immer mehr dem, den sie verloren haben: einer leeren Hülle ohne sichtbaren Bezug zur Welt der Lebenden.
Doch warum sehen wir im Tod nur das Vergehen? Ist der Tod nicht vielmehr etwas viel Größeres, Unfassbareres als bloßes Sterben?
Nach dem physischen Tod kommt doch eine weitaus wichtigere Phase: das ewige Leben im göttlichen Licht oder der ewigen Einsamkeit.
Das Leben auf diesem wunderschönen und wunderlichen Planeten ist nur unser Weg, uns zu entscheiden, wo wir am Ende stehen wollen: Bei Gott oder in unserer eigenen kleinen Hölle, bar jeglicher Gefühle und voller Neid und vor allem Sehnsucht nach dem, was man aus eigener Schuld verloren hat.
Daher gibt es auch keinen Grund für Trauer.
Vielmehr sollte man sich freuen, dass der Gefährte nun in einem besseren Reich lebt.
Was kann es für ein schöneres Geschenk eines Schöpfers geben als eine Ewigkeit in Liebe? Und dieses Geschenk ist so leicht zu erhalten...
Aber das ist ein anderes Thema.
"Über die Toten nichts, ausser Gutes", sagt bereits ein uraltes Sprichwort. Man sollte alle Menschen, die in der Transzendenz aufgegangen sind, in Ehre halten und sich der schönen Tage mit ihnen entsinnen.
Schweigeminuten sind nicht notwendig, eher sollte man sie jeden Tag für den Rest des eigenen Lebens in Ehre halten. Schliesslich hat es jeder Mensch verdient, geliebt und geehrt zu werden.
Nun, was die Abstumpfung betrifft, so kann man, denke ich, nicht von einem generellen Abstumpfen bei Leuten, die ständig mit dem Tod konfrontiert werden, sprechen.
Es kommt immer darauf an, wie jeweilige Mensch den Tod und seine Folgen sieht.
Ein Mensch, der meine Gedanken teilt, wird nicht auf herkömmliche Art abstumpfen, sondern einfach nicht trauern.
Ein Sanitäter, der täglich viele Tote sieht und für sich keinen Sinn im Tod sieht, mag abstumpfen, weil es ihn persönlich nicht angreift (trifft selbstredend nicht auf jeden Sani zu!).
Mhm, ich denke, das dürfte es erst einmal gewesen sein.
Septic.
(konfessionsloser Protestant)
WilderDudelSack
06.03.2006, 18:45
"Über die Toten nichts, ausser Gutes", sagt bereits ein uraltes Sprichwort. Man sollte alle Menschen, die in der Transzendenz aufgegangen sind, in Ehre halten und sich der schönen Tage mit ihnen entsinnen.
uhmm.. ich denke, man sollte es damit ned übertreiben, also mit dem "nur gutes über verstorbene sagen" - jeder weiss, menschen haben gute und schlechte dinge gemacht in ihrem leben. hatten sonnen- und schattenseiten. ich persönlich würd es auf jedenfall ned so halten, das nach meinem eigenen tod alle leute nur noch gut über mich sprechen... ich will eher, das sie das ganze realistisch sehen und mich so in erinnerung behalten wie ich WIRKLICH war, auch mit meinen fehlern und meinen fehlentscheidungen im leben.
[Septic]
06.03.2006, 22:53
Es geht dabei nicht um gemachte Fehler. Fehler sind nicht per se als schlecht zu kategorisieren.
Es geht darum, nicht über Verstorbene herzuziehen.
WilderDudelSack
07.03.2006, 13:18
']Es geht dabei nicht um gemachte Fehler. Fehler sind nicht per se als schlecht zu kategorisieren.
Es geht darum, nicht über Verstorbene herzuziehen.
natürlich sollte man nicht über sie herziehen, ich verstehe schon was du meinst. allerdings, wie ich sagte ja, man sollte es realistisch sehen halt. natürlich muss man ned auf seinen fehlern rumhacken oder so, eben herziehen, aber man sollte ihn auch nicht als helden darstellen, ned als märtyrer o.ä. viele leute neigen dazu eben leider, verstorbene als helden zu klassifizieren...
EDIT:
gerade gehört das eine web bekanntschaft von mir verstorben ist. suizid über OD :( hab sie zwar nur per inet gekannt, aber ist dennoch alles andere als angenehm natürlich. manchmal scheint mir, mein halbes umfeld stirbt weg - sowohl real wie auch im inet... übel, einfach nur übel.
"my realationship is smelting like snow in the sun of '45.." Ich weiß was du meinst.
Ihr Beide habt recht, da ihr ja auch die selbe Meinung zu vertreten scheint - Nur etwas an einander vorbereigedet habt.
Man sollte nicht über Tote herziehen, aber sie auch nicht fälschlich als Märtyrer darstellen, eh?
Gaara[Naruto]
14.03.2006, 21:27
Wenn jemand Tod ist vergeude ich keine Tränen , da ist es egal wie nah mir die Person steht.Ich habe seitdem mein Opa gestorben ist sehr viel nachgedacht und erst als er Tod war , merkte ich wie wenig Zeit ich mit ihm verbracht habe.
Der Tod ist das Schicksal des Menschen , welches jeden auch treffen wird.
Ich siehe dem Tod mit den offenen Augen ins Gesicht .
Ich habe eine sehr schlechte Haltung dazu über verstorbene zu reden.
Wenn eine Person gestorben ist , hat dieses ein Grund.
Man wird sich an die Person so errinern wie man sie kannte und es meiner meinung nach schlecht über tote Menschen zu reden , da sie gegangen sind und somit deren existzen nicht mehr besteht.
Ich lebe das Leben , aber ich werde nicht dem Tod auszuweichen.
Jake0001
14.03.2006, 22:16
Ich habe bisher nicht viele menschen verloren ausser meine oma starb an krebs als ich etwa 4 jahre alt war ich kann mich noch erinnern das ich nich ganz verstand was gerade ablief und dennoch war ich aus einem grund traurig. ich will nich sagen ich habe keine angst vor dem tod den das were gelogen den wer will schon sterben.
naja was soll ich sagen das letzte was ich von meinem besten freund gehört hab war ein zeitungsartikel:
15-jähriger springt vom dach eines hoch hauses
dann war nix mehr so wie es mal war...
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