Marquinhos
25.08.2006, 22:32
Alter: 21
Rasse: Dunwa
Geschichte:
Luís stammt vom Inselstaat Cabral, welcher sich östlich von Tel-Nida befindet. Kaum einer in Nida weiß von der stolzen Seefahrernation, nur auf wenigen Inseln von Cadogan ist ihre Existenz bekannt. Verwunderlich denkt man erst, jedoch erstrecken sich große Korallenriffe vor der Küste, die schon für viele Schiffe das todsichere Grab wurden. Solange man nicht hervorragende Kenntnisse über die Gegebenheiten der örtlichen Strömungen besitzt, ist man schnell in diesem Labyrinth gefangen. Dies ist auch der Grund warum nur einheimische Flotten den Weg von der Insel Richtung Festland und Cadogan wagen und kein Fremder sich traut östlicher vom Elfendorf zu segeln. Meist steuern die Karavellen der Händler nur kleinere Häfen an. Gerade dort können die großen Geschäfte gemacht werden, da die Wahrscheinlichkeit geringer ist, vom imperialen Zoll erwischt zu werden. So bleibt die Existenz Cabrals auch in der heutigen Zeit im Dunkeln, auch weil man eine Invasion durch den Kaiser fürchtet. Die Insel ist in drei Areale aufgeteilt: Zum einen die großen Weideflächen im Nordwesten, welche zur Landwirtschaft dienen; hier liegt auch die Hafenstadt Cale, in der 70% der Bevölkerung leben. Der Hauptfluss Guadiana, der sich quer durchs Land zieht, versorgt alle Ländereien mit dem lebensnotwendigen Wasser. Ein anderer Abschnitt ist der große Berg/nicht aktive Vulkan, genannt Guerreiro, im Süden der Insel. Wenn man den Erzählungen glaubt, verwüstete er einst die gesamte Insel durch einen einzigen Ausbruch. Man versucht daher Geologen auszubilden, um für den Notfall Gegenmaßnahmen entwickeln können. Zwischen den beiden Arealen und um den Vulkan herum liegt ein dichter Dschungel, in dem so manche exotische Tierart heimisch ist. Aus diesem stammt auch das Hauptexportprodukt, das unglaublich robuste Holz des Corca-Baums, welches sich hervorrangend zur Herstellung von Schiffsteilen eignet. Der alles überragende Leuchtturm aus massivem Stein auf einer kleinen Insel kurz vor der Stadt ist das Wahrzeichen des Staats und weist den heimkehrenden Flotten in stürmischen Nächten den Weg nach Hause. Das Geheimnis der starken und hellen Flamme, welche schon seit Ewigkeiten dort oben brennt, bleibt das Geheimnis des alten Leuchturmhüters. Besonders aufffällig ist die Architektur der Häuser, die fast alle mit weißem Putz und weißer Farbe angemalt sind, sodass es vom Leuchtturm aus wie ein gigantisches weißes Meer aussieht. Einmal im Jahr wird das große Volksfest, die "Fogeiras"-Tage, gefeiert. Große Festtagszüge ziehen durch die Straßen und begeistern ihre Zuschauer mit rhytmischer Musik, südländischen Tänzen und farbenfrohen Kostümen jedes Mal aufs Neue. Ein seltsamer Brauch dieser Festtage, der seit ewigen Zeiten besteht, ist das sich gegenseitige auf den Kopf hämmern mit Plastikhammern. Dies soll Glück bringen, jedoch weiß niemand mehr so recht, warum eigentlich und wie diese fröhliche Fortuna-Herbeihämmer-Methode entstanden ist. Das Nationalgericht ist Stockfisch, welcher zahlreich vor der Küste anzutreffen ist. Die besondere Zubereitung dieses Fisches auf Cabral könnte ein internationaler Erfolg werden, wäre das Gericht denn nur bekannter. Man legt den besagten Stockfisch einige Zeit in Salz ein bis man ihn dann, gewürzt mit Olivenöl und Zitrone, auf einem Kohlegrill braten lässt. Dieses Gericht nennt man "Bacalhau".
Durch die hohe Stelle seines Vaters bei den "Marinheiros", der landeseigenen Marine, ging es der Familie Henriques nie wirklich schlecht. Sprich, man führte ein normales Leben und auch ein kleines Haus am Stadtrand nahe des Strandes konnte man sich leisten. Schon früh erkannte seine Mutter zu leiden der Hauswände, dass der kleine Luís künstlerisch begabt war. Wo er nur konnte, nahm er sich einen Bleistift und versuchte alles Mögliche in seiner Umgebung aufs Papier zu bringen, und wenn das nicht mehr ausreichte mussten halt die Tapeten der Wohnung herhalten. Allerdings war es vorerst nicht die Absicht des eitlen Offiziers diese Talente weiter zu fördern. Seinem Sohn sollte die Ehre zuteil kommen, auf der "Académica" den Schwertkampfstil der Marinheiros zu erlernen und eine Offiziersausbildung zu machen. Seine Mutter aber wollte nicht, dass er unglücklich mit der Militärausbildung wird und schloss mit ihrem Mann einen Kompromiss: Er würde die Adadémica zwar besuchen, dort aber eine Schulung als Navigator erhalten; so konnte er neben der strategischen Ausbildung und der Lehre des Schwertes auch seiner geliebten Tätigkeit, dem Zeichnen, nachgehen. Zuerst wollte Luís sich mit seinen 7 Jahren in der fremden Umgebung der neuen Schule nicht so zurechtfinden, jedoch lernte er nach kurzer Zeit seine Jugendfreunde Rui Soares, Kanonier-Anwärter, und Adriana Marisa, Smutje-Lehrling, kennen, mit denen er die harte Zeit der Ausbildung überstehen sollte. Die beiden rückten mehr und mehr in seinen Lebensmittelpunkt, sodass er sich nichts sehnlicher wünschte als mit ihnen die Weltmeere Nidas zu erkunden. Nachdem ihm Rui eindringlich versuchte zu erklären, dass Selbstverteidung auch für einen Navigator ganz nützlich sein kann, versuchte er sich ein bisschen mehr reinzuhängen und gewann immer mehr Gefallen am Schwertkampf. Seinen großen Traum, eines Tages einen Atlas mit etlichen detaillierten Karten der Landschaften und Gewässer Nidas zu verfassen, verlor er dabei jedoch nie aus den Augen. Zusammen planten die drei, mehr spaßeshalber als ernst gemeint, schon ihre große Reise. Diese glückliche Phase seines jungen Lebens wurde durch ein trauriges Erlebnis erschüttert. Sein Vater kam von einer Entdeckungsfahrt nicht mehr zurück und galt mitsamt seines Schiffes als verschollen. Sofort wollte er los und seinen Vater finden, der ihn zwar nicht immer richtig behandelt hatte, aber trotzallem seinem Sohn eine sichere Zukunft bescheren wollte. Seine Ausbildung war noch nicht abgeschlossen und nach meheren fehlgeschlagenen Versuchen auf eigene Faust Nachforschungen über ihn anzustellen, sah er ein, dass er nicht die Kraft dazu hatte, irgendetwas auszurichten. So fand er sich damit ab, weiter zu lernen und ein guter Navigator zu werden, so wie es sich sein Vater gewünscht hätte. Nach Beendigung seiner Ausbildung stellte sich zum Bedauern der drei Freunde heraus, dass sie auf drei verschiedenen Schiffen ihre Karriere beginnen würden. So kam die Zeit des Abschieds und der Tag der Abreise rückte näher. Als Abschiedsgeschenk gaben seine beiden Freunde und seine Mutter ihm drei Gegenstände mit. Adriana schenkte ihm einen Kompass mit der Gravur: "Möge dieser Kompass dein Weiser sein, den rechten Weg zu gehen,...", Rui überreichte ihm ein Langschwert mit der eingeritzten Schrift auf der Breitseite der Klinge: "...dieses Schwert deine Schritte auf der langen Reise stärken..." und seine Mutter gab ihm ein Skizzenbuch mit eingearbeitetem Corca-Papier und der Aufschrift auf der ersten Seite "...und dieses Buch dich nicht daran zweifeln lassen, was dein Traum ist und wer du bist." Darauf versprach er seinen Gefährten, egal wie oder wann, dass sie ihre gemeinsame Reise machen werden. Schweren Herzens packte er seine Sachen, ließ seine Familie und Freunde hinter sich und begann seinen ersten Auftrag.
Für seine erste Aufgabe wurde Luís für ein mittleres Handelsschiff beordert worden, welches in einer kleinen Ortschaft nahe Tel-Nida ankern sollte. Zuerst lief alles glatt, doch auf halbem Wege griffen Piraten die Karavelle an und brachten fast die gesamte Besatzung um. Luís hatte Glück und wurde mit dem Rest gefangen genommen. Sie wurden auf dem Piratenschiff zur Ostküste Nidas gebracht, wo sie an Sklavenhändler mitsamt der Ausrüstung des versenkten Schiffes verkauft wurden. Getrieben durch die heiße Wüste, hatte Luís schon Zweifel, jemals aus diesem Albtraum zu entkommen. Überraschend konnten sich jedoch einige seiner Kameraden wieder Waffen aus ihrem ehemaligen Besitz verschaffen und man versuchte gegen die Peiniger zu rebellieren. Mitten im Kampf konnte sich der junge Navigator von seinen Fesseln befreien und suchte sein Hab und Gut in diesem grausamen Gemetzel. Letztendlich fand er seine Sachen, darunter auch sein Schwert, wieder und konnte nun auch mitkämpfen. Nachdem der Gegner niedergestreckt war, wurde ihm bewusst, dass er die einzige Person war, die überlebt hatte. Sämtliche Sandschlitten waren bei der Schlacht zerstört worden, sodass er nun ohne jegliches Transportmittel durch die heiße Hölle Nidas, irgendwo zwischen Tel-Nida und Mithila, umherwandelte und auf den Tod warten musste. Nach einiger Zeit wurde die Hitze unerträglich und seine Beine schwer. Müde sank er auf einer Sanddüne in sich zusammen und Ohnmacht überkam ihn. Ewigkeiten später, so kam es ihm vor, spürte er etwas kühles, nasses in seinem Gesicht. Als er die Augen öffnete, sah er zu einem großen Pferd hinauf, das ihn gerade abschlabberte. Langsam rappelte er sich auf und schwang sich mit allerletzter Kraft auf den Rücken des Tieres, bevor ihn wieder die Ohnmacht überfiel. Wieder lange Zeit später erwachte er in einem Gasthaus, welches sich, wie sich später herausstellte, am Stadtrand von Cor-Nida befand. Der Besitzer des Gasthauses erklärte ihm später, dass dieses seltsame Pferd den schwerverletzten Luís auf dem Rücken tragend hierhin gebracht hatte. Wäre er nicht schnell in ärztliche Behandlung gekommen, hätte er wohl den Tod in der Wüste gefunden. Als er das Pferd im Stall dieser Örtlichkeit erblickte, fiel ihm erst die seltsame Färbung des Tieres auf. Ein glänzendes rotbraunes Fell und eine hellbraune Mähne verliehen dem Wüstenpferd ein sonderliches Aussehen. Einen Sattel trug der Gaul auch, er musste also jemandem ausgerissen sein. Was er dort fand überraschte ihn doch sehr: Sowohl einige Händlerutensilien, als auch eine kleine Menge SI, mit der er die Kosten für den Aufenthalt im Gasthaus bezahlen konnte befanden sich in seinen tiefen Satteltaschen. Mehr aus Dankbarkeit, als aus Zweck nahm er das herrenlose Pferd mit sich und erkundete die Stadt. Eine junge hübsche Frau, die anscheinend am Kompass erkannte, dass Luís Navigator oder ähnliches ist, kam auf ihn zu und fragte ihn, ob er einen Job suche. Er verfiel dem hübschen Wesen sofort und nahm mehr aus Blindheit vor Verliebheit als aus wirklichem Interesse an. Sie lockte ihn in eine dunkle Seitengasse, wo sie sich angeblich mit ihrem Kapitän treffen sollten. In einem unachtsamen Moment (in den Momenten war er es wohl die ganze Zeit...) riss sie ihm den wertvoll aussehenden Kompass vom Hals und rannte in die Menge der Hauptstraße davon. Sofort schaltete er wieder sein Gehirn auf Betrieb, als er merkte, dass er einer Diebin in die Falle getappt war. Laut schreiend bahnte er sich mit dem Pferd an der Hand den Weg durch die Massen, auf den Fersen der Diebin bleibend. Allerdings verlor er kurze Zeit später ihre Spur. Am Hafen angekommen, setzte er sich verzweifelt auf die Kaimauer und sah einem alten Mann beim Fischen zu. Nach einiger Zeit entgegnete der Fischer ihm, dass die Frau mit dem Kompass auf ein Schiff nach Silberland geflüchtet war. Ohne nachzudenken, woher er wusste, dass Luís die Frau suchte, bedankte er sich beim alten Mann und versuchte schnellstmöglich ein Schiff nach Silberland zu finden. Das nächste würde erst am nächsten Morgen abfahren, was der Frau einen Vorsprung von einem Tag verschaffte. Mit Wut und Verzweiflung im Bauch startete er am nächsten Tag Richtung der kleinen Insel in Cadogan, um Adrianas Kompass wiederzufinden.
Dort angekommen, führte ihn der wiedergefundene Kompass zum schwarzen Turm im Inneren Silberlands, in dem wohl eine große Gefahr für alle Lebewesen lauerte. Nach einigen Umwegen durch Port Forte, den Blütenwald und ein Labyrinth, erreichte er zusammen mit seinem vierfüßigen Anhängsel das gigantische Gemäuer. Wie durch das Schicksal getrieben, machte er im Turm die Bekanntschaft einiger Leute, die wohl das selbe Unglück hierher geführt hat. Nach einiger Verwirrung , in der der Tyrann gestürzt wurde, und einer spektakulären Flucht macht er sich nun mit einigen der neuen Bekanntschaften auf den Weg nach Cor-Nida. Ein längst fälliger Goldschatz muss in die Hände der seiner alten Besitzern zurückgebracht werden. Den weiteren Weg weiß nur das Schicksal...
Aussehen:
Er ist 1,85 cm groß und 81 kg schwer, was verhältnismäßig groß für sein Volk ist. Seine Haare sind hellbraun, kurz und stehen vorne etwas ab, seine Augen dagegen dunkelbraun. Etwas muskulöser als normale Dunwa, jedoch nicht auffällig, unterschätzen ihn seine Gegner leicht. Er trägt robuste, braune Lederstiefel, die auf rauer See und unwegigem Gelände immer gut zu gebrauchen sind. Darüber trägt er eine schlichte schwarze Hose, welche mit einem starken schwarzen Gürtel mit schmuckhafter Schnalle an der Hüfte befestigt ist. Dieser muss schließlich auch das Gewicht von Ruis Langschwert tragen, welches an seiner rechten Seite befestigt ist. Als Oberbekleidung trägt er ein dunkelblaues T-Shirt mit dem Wappen Cabrals, dem Leuchtturm und dem Berg Guerreiro im Hintergrund, in einem Hellblauton auf der Vorderseite. Darüber trägt er in kalten Zeiten eine schwarze Jeansjacke mit hochstehendem Kragen, und passend dazu dunkelblaue Lederhandschuhe. Adrianas Kompass hängt immer um seinen Hals, immer wissend welche Richtung er einschlägt. In seiner kleinen Umhängetasche befinden sich alle möglichen Utensilien wie z.B. für das Kartographieren und auch das Skizzenbuch seiner Mutter.
Charakter:
Seine Freunde und seine Familie sind für ihn das Wichtigste auf der Welt -neben Bacalhau, aber dazu an späterer Stelle mehr- und er leidet sehr darunter sie so fern von sich zu haben. Um dieses Leiden zu minimieren, trägt er seinen Kompass, sein Schwert und sein Skizzenbuch immer zur Erinnerung bei sich. Jeder, der es wagt, diese Sachen auch nur anzufassen oder gar zu stehlen bekommt seine grausame Seite zu spüren. Grundsätzlich bleibt er allen Wesen misstrauisch gegenüber, die einst sein Vertrauen missbraucht haben oder jemals zu seinen Feinden zählten. Ein weiteres großes Problem ist, dass er schönen Exemplaren des weiblichen Geschlechts nach dem Erblicken sofort hilflos ausgeliefert ist und er das logische Denken ein wenig vernachlässigt. Sobald Luís einen Bleistift und sein Skizzenbuch in seinen Händen halten darf ist er wunschlos glücklich. Das Zeichnen beruhigt seine Nerven und lässt ihn besser denken. Total ausflippen tut er, wenn ihm jemand sein absolutes Lieblingsgericht Bacalhau macht... natürlich erst, nachdem er derjenigen Person das Rezept verraten hat. Für dieses Gericht würde er bis zum Äußersten gehen und fast alles tun. Seine Einstellung zum Kämpfen ist die, dass er erst zum Schwert greift, wenn Worte nicht mehr helfen und er keine andere Wahl mehr hat, als sich zu verteidigen. Passend zur Mentalität seines Volkes, ist Luís eher ein Typ der "easy going"-Sorte. Solange ihn niemand ernsthaft reizt, geht er locker durch den Tag. Durch die Erziehung seines Vaters und der Ausbildung auf der "Académica" ist er ist er wortgewand und kann sich aus der ein oder anderen gefährlichen Situation retten. Zur Verwunderung seiner Bekannten benutzt er allerdings sonst nie umschweifende Sprache und versucht mit einfachsten Worten Kontakte zu pflegen und zu knüpfen. Er verfügt auch über eine sarkastische Seite, die besonders zum Vorschein kommt, wenn brenzlige Situationen oder unbeholfene Aktionen seiner Mitmenschen anstehen. Diese Kommentare bringen ihn auch des öfteren in die oben genannten Gefahrsituationen. Er ist ein sehr eigensinniges Wesen, denn trotz aller Einflößungen von Idealen und Standards der Militärschule, beweist er immer wieder seine Fähigkeit, Situationen nach dem realistischem Aspekt zu beurteilen und versucht stets auf seine ganz eigene Art Probleme zu lösen. Natürlich spielt bei dieser Eigenschaft die strategische Ausbildung eine nicht unwesentliche Rolle, sodass er schon machmal sein zu steuerendes Schiff vor dem Sinken bewahrt hat. Grundsätzlich begegnet er allen Fremden freundlich gesinnt und versucht sie mit Schilderungen der besonderen Eigenheiten seines Heimatlandes zu begeistern (solange die angesprochene Personen auch nur einen Funken Interesse zeigen). Dies tut er vorallem aufgrund der Auffassung, sein Land wäre stark genug und bereit, sich der Welt zu öffnen. So versucht er sein Land durch seine Handlungen bekannt zu machen, zum einen, damit man sich auch in ein paar Jahrhunderten noch an seine Person erinnert, und zum anderen, um seinen verschollenen und wohlmöglich verstorbenen Vater stolz zu machen.
Fähigkeiten:
Das Navigieren und Kartographieren gehören zu seinen größten Talenten. Schon in jungen Jahren versteht er sich in diesem komplexen Handwerk, zeichnet genaue Karten und leitet Schiffe sicher ans Ziel (jedenfalls fast immer). Sein gut ausgeprägter Orientierungssinn ist einer der Faktoren, die dies ermöglichen. Zudem versteht er sich gut im Schwertkampf. Seine Schnellig- und Wendigkeit kommt ihm hierbei sehr zu gute. Sein abgeänderter Stil der Marinheiros basiert auf schnellen Angriffen, mit denen er versucht, möglichst genau zu treffen. Leider fehlt seinen Hieben und Stichen die nötige Durchschlagskraft, um sehr effektiv zu sein. So dauert es eher länger, gepanzerte Gegner in die Knie zu zwingen. Seine fehlende Panzerung macht ihn zwar schnell, dadurch muss er allerdings genau darauf achten, nicht von den Hieben seines Gegners getroffen zu werden.
Rasse: Dunwa
Geschichte:
Luís stammt vom Inselstaat Cabral, welcher sich östlich von Tel-Nida befindet. Kaum einer in Nida weiß von der stolzen Seefahrernation, nur auf wenigen Inseln von Cadogan ist ihre Existenz bekannt. Verwunderlich denkt man erst, jedoch erstrecken sich große Korallenriffe vor der Küste, die schon für viele Schiffe das todsichere Grab wurden. Solange man nicht hervorragende Kenntnisse über die Gegebenheiten der örtlichen Strömungen besitzt, ist man schnell in diesem Labyrinth gefangen. Dies ist auch der Grund warum nur einheimische Flotten den Weg von der Insel Richtung Festland und Cadogan wagen und kein Fremder sich traut östlicher vom Elfendorf zu segeln. Meist steuern die Karavellen der Händler nur kleinere Häfen an. Gerade dort können die großen Geschäfte gemacht werden, da die Wahrscheinlichkeit geringer ist, vom imperialen Zoll erwischt zu werden. So bleibt die Existenz Cabrals auch in der heutigen Zeit im Dunkeln, auch weil man eine Invasion durch den Kaiser fürchtet. Die Insel ist in drei Areale aufgeteilt: Zum einen die großen Weideflächen im Nordwesten, welche zur Landwirtschaft dienen; hier liegt auch die Hafenstadt Cale, in der 70% der Bevölkerung leben. Der Hauptfluss Guadiana, der sich quer durchs Land zieht, versorgt alle Ländereien mit dem lebensnotwendigen Wasser. Ein anderer Abschnitt ist der große Berg/nicht aktive Vulkan, genannt Guerreiro, im Süden der Insel. Wenn man den Erzählungen glaubt, verwüstete er einst die gesamte Insel durch einen einzigen Ausbruch. Man versucht daher Geologen auszubilden, um für den Notfall Gegenmaßnahmen entwickeln können. Zwischen den beiden Arealen und um den Vulkan herum liegt ein dichter Dschungel, in dem so manche exotische Tierart heimisch ist. Aus diesem stammt auch das Hauptexportprodukt, das unglaublich robuste Holz des Corca-Baums, welches sich hervorrangend zur Herstellung von Schiffsteilen eignet. Der alles überragende Leuchtturm aus massivem Stein auf einer kleinen Insel kurz vor der Stadt ist das Wahrzeichen des Staats und weist den heimkehrenden Flotten in stürmischen Nächten den Weg nach Hause. Das Geheimnis der starken und hellen Flamme, welche schon seit Ewigkeiten dort oben brennt, bleibt das Geheimnis des alten Leuchturmhüters. Besonders aufffällig ist die Architektur der Häuser, die fast alle mit weißem Putz und weißer Farbe angemalt sind, sodass es vom Leuchtturm aus wie ein gigantisches weißes Meer aussieht. Einmal im Jahr wird das große Volksfest, die "Fogeiras"-Tage, gefeiert. Große Festtagszüge ziehen durch die Straßen und begeistern ihre Zuschauer mit rhytmischer Musik, südländischen Tänzen und farbenfrohen Kostümen jedes Mal aufs Neue. Ein seltsamer Brauch dieser Festtage, der seit ewigen Zeiten besteht, ist das sich gegenseitige auf den Kopf hämmern mit Plastikhammern. Dies soll Glück bringen, jedoch weiß niemand mehr so recht, warum eigentlich und wie diese fröhliche Fortuna-Herbeihämmer-Methode entstanden ist. Das Nationalgericht ist Stockfisch, welcher zahlreich vor der Küste anzutreffen ist. Die besondere Zubereitung dieses Fisches auf Cabral könnte ein internationaler Erfolg werden, wäre das Gericht denn nur bekannter. Man legt den besagten Stockfisch einige Zeit in Salz ein bis man ihn dann, gewürzt mit Olivenöl und Zitrone, auf einem Kohlegrill braten lässt. Dieses Gericht nennt man "Bacalhau".
Durch die hohe Stelle seines Vaters bei den "Marinheiros", der landeseigenen Marine, ging es der Familie Henriques nie wirklich schlecht. Sprich, man führte ein normales Leben und auch ein kleines Haus am Stadtrand nahe des Strandes konnte man sich leisten. Schon früh erkannte seine Mutter zu leiden der Hauswände, dass der kleine Luís künstlerisch begabt war. Wo er nur konnte, nahm er sich einen Bleistift und versuchte alles Mögliche in seiner Umgebung aufs Papier zu bringen, und wenn das nicht mehr ausreichte mussten halt die Tapeten der Wohnung herhalten. Allerdings war es vorerst nicht die Absicht des eitlen Offiziers diese Talente weiter zu fördern. Seinem Sohn sollte die Ehre zuteil kommen, auf der "Académica" den Schwertkampfstil der Marinheiros zu erlernen und eine Offiziersausbildung zu machen. Seine Mutter aber wollte nicht, dass er unglücklich mit der Militärausbildung wird und schloss mit ihrem Mann einen Kompromiss: Er würde die Adadémica zwar besuchen, dort aber eine Schulung als Navigator erhalten; so konnte er neben der strategischen Ausbildung und der Lehre des Schwertes auch seiner geliebten Tätigkeit, dem Zeichnen, nachgehen. Zuerst wollte Luís sich mit seinen 7 Jahren in der fremden Umgebung der neuen Schule nicht so zurechtfinden, jedoch lernte er nach kurzer Zeit seine Jugendfreunde Rui Soares, Kanonier-Anwärter, und Adriana Marisa, Smutje-Lehrling, kennen, mit denen er die harte Zeit der Ausbildung überstehen sollte. Die beiden rückten mehr und mehr in seinen Lebensmittelpunkt, sodass er sich nichts sehnlicher wünschte als mit ihnen die Weltmeere Nidas zu erkunden. Nachdem ihm Rui eindringlich versuchte zu erklären, dass Selbstverteidung auch für einen Navigator ganz nützlich sein kann, versuchte er sich ein bisschen mehr reinzuhängen und gewann immer mehr Gefallen am Schwertkampf. Seinen großen Traum, eines Tages einen Atlas mit etlichen detaillierten Karten der Landschaften und Gewässer Nidas zu verfassen, verlor er dabei jedoch nie aus den Augen. Zusammen planten die drei, mehr spaßeshalber als ernst gemeint, schon ihre große Reise. Diese glückliche Phase seines jungen Lebens wurde durch ein trauriges Erlebnis erschüttert. Sein Vater kam von einer Entdeckungsfahrt nicht mehr zurück und galt mitsamt seines Schiffes als verschollen. Sofort wollte er los und seinen Vater finden, der ihn zwar nicht immer richtig behandelt hatte, aber trotzallem seinem Sohn eine sichere Zukunft bescheren wollte. Seine Ausbildung war noch nicht abgeschlossen und nach meheren fehlgeschlagenen Versuchen auf eigene Faust Nachforschungen über ihn anzustellen, sah er ein, dass er nicht die Kraft dazu hatte, irgendetwas auszurichten. So fand er sich damit ab, weiter zu lernen und ein guter Navigator zu werden, so wie es sich sein Vater gewünscht hätte. Nach Beendigung seiner Ausbildung stellte sich zum Bedauern der drei Freunde heraus, dass sie auf drei verschiedenen Schiffen ihre Karriere beginnen würden. So kam die Zeit des Abschieds und der Tag der Abreise rückte näher. Als Abschiedsgeschenk gaben seine beiden Freunde und seine Mutter ihm drei Gegenstände mit. Adriana schenkte ihm einen Kompass mit der Gravur: "Möge dieser Kompass dein Weiser sein, den rechten Weg zu gehen,...", Rui überreichte ihm ein Langschwert mit der eingeritzten Schrift auf der Breitseite der Klinge: "...dieses Schwert deine Schritte auf der langen Reise stärken..." und seine Mutter gab ihm ein Skizzenbuch mit eingearbeitetem Corca-Papier und der Aufschrift auf der ersten Seite "...und dieses Buch dich nicht daran zweifeln lassen, was dein Traum ist und wer du bist." Darauf versprach er seinen Gefährten, egal wie oder wann, dass sie ihre gemeinsame Reise machen werden. Schweren Herzens packte er seine Sachen, ließ seine Familie und Freunde hinter sich und begann seinen ersten Auftrag.
Für seine erste Aufgabe wurde Luís für ein mittleres Handelsschiff beordert worden, welches in einer kleinen Ortschaft nahe Tel-Nida ankern sollte. Zuerst lief alles glatt, doch auf halbem Wege griffen Piraten die Karavelle an und brachten fast die gesamte Besatzung um. Luís hatte Glück und wurde mit dem Rest gefangen genommen. Sie wurden auf dem Piratenschiff zur Ostküste Nidas gebracht, wo sie an Sklavenhändler mitsamt der Ausrüstung des versenkten Schiffes verkauft wurden. Getrieben durch die heiße Wüste, hatte Luís schon Zweifel, jemals aus diesem Albtraum zu entkommen. Überraschend konnten sich jedoch einige seiner Kameraden wieder Waffen aus ihrem ehemaligen Besitz verschaffen und man versuchte gegen die Peiniger zu rebellieren. Mitten im Kampf konnte sich der junge Navigator von seinen Fesseln befreien und suchte sein Hab und Gut in diesem grausamen Gemetzel. Letztendlich fand er seine Sachen, darunter auch sein Schwert, wieder und konnte nun auch mitkämpfen. Nachdem der Gegner niedergestreckt war, wurde ihm bewusst, dass er die einzige Person war, die überlebt hatte. Sämtliche Sandschlitten waren bei der Schlacht zerstört worden, sodass er nun ohne jegliches Transportmittel durch die heiße Hölle Nidas, irgendwo zwischen Tel-Nida und Mithila, umherwandelte und auf den Tod warten musste. Nach einiger Zeit wurde die Hitze unerträglich und seine Beine schwer. Müde sank er auf einer Sanddüne in sich zusammen und Ohnmacht überkam ihn. Ewigkeiten später, so kam es ihm vor, spürte er etwas kühles, nasses in seinem Gesicht. Als er die Augen öffnete, sah er zu einem großen Pferd hinauf, das ihn gerade abschlabberte. Langsam rappelte er sich auf und schwang sich mit allerletzter Kraft auf den Rücken des Tieres, bevor ihn wieder die Ohnmacht überfiel. Wieder lange Zeit später erwachte er in einem Gasthaus, welches sich, wie sich später herausstellte, am Stadtrand von Cor-Nida befand. Der Besitzer des Gasthauses erklärte ihm später, dass dieses seltsame Pferd den schwerverletzten Luís auf dem Rücken tragend hierhin gebracht hatte. Wäre er nicht schnell in ärztliche Behandlung gekommen, hätte er wohl den Tod in der Wüste gefunden. Als er das Pferd im Stall dieser Örtlichkeit erblickte, fiel ihm erst die seltsame Färbung des Tieres auf. Ein glänzendes rotbraunes Fell und eine hellbraune Mähne verliehen dem Wüstenpferd ein sonderliches Aussehen. Einen Sattel trug der Gaul auch, er musste also jemandem ausgerissen sein. Was er dort fand überraschte ihn doch sehr: Sowohl einige Händlerutensilien, als auch eine kleine Menge SI, mit der er die Kosten für den Aufenthalt im Gasthaus bezahlen konnte befanden sich in seinen tiefen Satteltaschen. Mehr aus Dankbarkeit, als aus Zweck nahm er das herrenlose Pferd mit sich und erkundete die Stadt. Eine junge hübsche Frau, die anscheinend am Kompass erkannte, dass Luís Navigator oder ähnliches ist, kam auf ihn zu und fragte ihn, ob er einen Job suche. Er verfiel dem hübschen Wesen sofort und nahm mehr aus Blindheit vor Verliebheit als aus wirklichem Interesse an. Sie lockte ihn in eine dunkle Seitengasse, wo sie sich angeblich mit ihrem Kapitän treffen sollten. In einem unachtsamen Moment (in den Momenten war er es wohl die ganze Zeit...) riss sie ihm den wertvoll aussehenden Kompass vom Hals und rannte in die Menge der Hauptstraße davon. Sofort schaltete er wieder sein Gehirn auf Betrieb, als er merkte, dass er einer Diebin in die Falle getappt war. Laut schreiend bahnte er sich mit dem Pferd an der Hand den Weg durch die Massen, auf den Fersen der Diebin bleibend. Allerdings verlor er kurze Zeit später ihre Spur. Am Hafen angekommen, setzte er sich verzweifelt auf die Kaimauer und sah einem alten Mann beim Fischen zu. Nach einiger Zeit entgegnete der Fischer ihm, dass die Frau mit dem Kompass auf ein Schiff nach Silberland geflüchtet war. Ohne nachzudenken, woher er wusste, dass Luís die Frau suchte, bedankte er sich beim alten Mann und versuchte schnellstmöglich ein Schiff nach Silberland zu finden. Das nächste würde erst am nächsten Morgen abfahren, was der Frau einen Vorsprung von einem Tag verschaffte. Mit Wut und Verzweiflung im Bauch startete er am nächsten Tag Richtung der kleinen Insel in Cadogan, um Adrianas Kompass wiederzufinden.
Dort angekommen, führte ihn der wiedergefundene Kompass zum schwarzen Turm im Inneren Silberlands, in dem wohl eine große Gefahr für alle Lebewesen lauerte. Nach einigen Umwegen durch Port Forte, den Blütenwald und ein Labyrinth, erreichte er zusammen mit seinem vierfüßigen Anhängsel das gigantische Gemäuer. Wie durch das Schicksal getrieben, machte er im Turm die Bekanntschaft einiger Leute, die wohl das selbe Unglück hierher geführt hat. Nach einiger Verwirrung , in der der Tyrann gestürzt wurde, und einer spektakulären Flucht macht er sich nun mit einigen der neuen Bekanntschaften auf den Weg nach Cor-Nida. Ein längst fälliger Goldschatz muss in die Hände der seiner alten Besitzern zurückgebracht werden. Den weiteren Weg weiß nur das Schicksal...
Aussehen:
Er ist 1,85 cm groß und 81 kg schwer, was verhältnismäßig groß für sein Volk ist. Seine Haare sind hellbraun, kurz und stehen vorne etwas ab, seine Augen dagegen dunkelbraun. Etwas muskulöser als normale Dunwa, jedoch nicht auffällig, unterschätzen ihn seine Gegner leicht. Er trägt robuste, braune Lederstiefel, die auf rauer See und unwegigem Gelände immer gut zu gebrauchen sind. Darüber trägt er eine schlichte schwarze Hose, welche mit einem starken schwarzen Gürtel mit schmuckhafter Schnalle an der Hüfte befestigt ist. Dieser muss schließlich auch das Gewicht von Ruis Langschwert tragen, welches an seiner rechten Seite befestigt ist. Als Oberbekleidung trägt er ein dunkelblaues T-Shirt mit dem Wappen Cabrals, dem Leuchtturm und dem Berg Guerreiro im Hintergrund, in einem Hellblauton auf der Vorderseite. Darüber trägt er in kalten Zeiten eine schwarze Jeansjacke mit hochstehendem Kragen, und passend dazu dunkelblaue Lederhandschuhe. Adrianas Kompass hängt immer um seinen Hals, immer wissend welche Richtung er einschlägt. In seiner kleinen Umhängetasche befinden sich alle möglichen Utensilien wie z.B. für das Kartographieren und auch das Skizzenbuch seiner Mutter.
Charakter:
Seine Freunde und seine Familie sind für ihn das Wichtigste auf der Welt -neben Bacalhau, aber dazu an späterer Stelle mehr- und er leidet sehr darunter sie so fern von sich zu haben. Um dieses Leiden zu minimieren, trägt er seinen Kompass, sein Schwert und sein Skizzenbuch immer zur Erinnerung bei sich. Jeder, der es wagt, diese Sachen auch nur anzufassen oder gar zu stehlen bekommt seine grausame Seite zu spüren. Grundsätzlich bleibt er allen Wesen misstrauisch gegenüber, die einst sein Vertrauen missbraucht haben oder jemals zu seinen Feinden zählten. Ein weiteres großes Problem ist, dass er schönen Exemplaren des weiblichen Geschlechts nach dem Erblicken sofort hilflos ausgeliefert ist und er das logische Denken ein wenig vernachlässigt. Sobald Luís einen Bleistift und sein Skizzenbuch in seinen Händen halten darf ist er wunschlos glücklich. Das Zeichnen beruhigt seine Nerven und lässt ihn besser denken. Total ausflippen tut er, wenn ihm jemand sein absolutes Lieblingsgericht Bacalhau macht... natürlich erst, nachdem er derjenigen Person das Rezept verraten hat. Für dieses Gericht würde er bis zum Äußersten gehen und fast alles tun. Seine Einstellung zum Kämpfen ist die, dass er erst zum Schwert greift, wenn Worte nicht mehr helfen und er keine andere Wahl mehr hat, als sich zu verteidigen. Passend zur Mentalität seines Volkes, ist Luís eher ein Typ der "easy going"-Sorte. Solange ihn niemand ernsthaft reizt, geht er locker durch den Tag. Durch die Erziehung seines Vaters und der Ausbildung auf der "Académica" ist er ist er wortgewand und kann sich aus der ein oder anderen gefährlichen Situation retten. Zur Verwunderung seiner Bekannten benutzt er allerdings sonst nie umschweifende Sprache und versucht mit einfachsten Worten Kontakte zu pflegen und zu knüpfen. Er verfügt auch über eine sarkastische Seite, die besonders zum Vorschein kommt, wenn brenzlige Situationen oder unbeholfene Aktionen seiner Mitmenschen anstehen. Diese Kommentare bringen ihn auch des öfteren in die oben genannten Gefahrsituationen. Er ist ein sehr eigensinniges Wesen, denn trotz aller Einflößungen von Idealen und Standards der Militärschule, beweist er immer wieder seine Fähigkeit, Situationen nach dem realistischem Aspekt zu beurteilen und versucht stets auf seine ganz eigene Art Probleme zu lösen. Natürlich spielt bei dieser Eigenschaft die strategische Ausbildung eine nicht unwesentliche Rolle, sodass er schon machmal sein zu steuerendes Schiff vor dem Sinken bewahrt hat. Grundsätzlich begegnet er allen Fremden freundlich gesinnt und versucht sie mit Schilderungen der besonderen Eigenheiten seines Heimatlandes zu begeistern (solange die angesprochene Personen auch nur einen Funken Interesse zeigen). Dies tut er vorallem aufgrund der Auffassung, sein Land wäre stark genug und bereit, sich der Welt zu öffnen. So versucht er sein Land durch seine Handlungen bekannt zu machen, zum einen, damit man sich auch in ein paar Jahrhunderten noch an seine Person erinnert, und zum anderen, um seinen verschollenen und wohlmöglich verstorbenen Vater stolz zu machen.
Fähigkeiten:
Das Navigieren und Kartographieren gehören zu seinen größten Talenten. Schon in jungen Jahren versteht er sich in diesem komplexen Handwerk, zeichnet genaue Karten und leitet Schiffe sicher ans Ziel (jedenfalls fast immer). Sein gut ausgeprägter Orientierungssinn ist einer der Faktoren, die dies ermöglichen. Zudem versteht er sich gut im Schwertkampf. Seine Schnellig- und Wendigkeit kommt ihm hierbei sehr zu gute. Sein abgeänderter Stil der Marinheiros basiert auf schnellen Angriffen, mit denen er versucht, möglichst genau zu treffen. Leider fehlt seinen Hieben und Stichen die nötige Durchschlagskraft, um sehr effektiv zu sein. So dauert es eher länger, gepanzerte Gegner in die Knie zu zwingen. Seine fehlende Panzerung macht ihn zwar schnell, dadurch muss er allerdings genau darauf achten, nicht von den Hieben seines Gegners getroffen zu werden.