Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Wüste Jaipur
Kisenia_NPC
22.10.2006, 18:31
Sand, Sand und wieder Sand. Nahezu endlos scheint die große Wüste zu sein, wenn man davor steht und einen Blick riskiert. Jedoch sollte man es niemals riskieren ohne Wasser und Reittier in die Wüste zu gehen. Denn alle Menschen die das bisher versucht haben, sind nun tot und vergessen. Die regelmäßigen Sandstürme begraben die Leichen der Toten unter sich und sorgen dafür das sie niemals wieder an's Tageslicht kommen. Aber irgendwo an diesem todbringendem Ort soll es auch einige Schätze von verunglückten Reisenden geben, unerforschte Tempel. Außerdem ist dieses gefährliche Land Ziel von vielen Abenteuern, da eine Legende besagt das hier das Schwert der Göttin Evoris niedergegangen ist.
Kisenia_NPC
22.10.2006, 18:42
Die Reise der Blutwölfe
Es dauerte nicht lang, da wurden die Blutwölfe irgendwann doch von den wehenden heißen Winden des Sandsturms erfasst. Kommandantin Heas befahl jedoch rechtzeitig jedem ein Tuch zu nehmen und sich damit einen Mundschutz zusammen zu binden. Die Sicht wird immer schlechter und schlechter und die Schlange aus Dschamallahs wird langsamer. Auch die wüstenfesten Tiere befinden sich bei solchen Stürmen eher ungern an der Oberfläche.
Peitschender, kantiger Sand und der heulende Wind der über die Dünen zieht macht uns ganz schön zu schaffen. Die Sichtverhältnisse werden immer miserabler und sogar die Person vor mir ist eher eine Silhouette als ein sichtbares menschliches Gebilde. Meine Stirn ist vor Hitze bereits schwitzig und der umherfliegende Sand verbindet sich mit meiner feuchten, salzigen Haut und setzt sich darauf ab. Mich dürstet es nach einem weiterem Schluck aus meinem Wasserschlauch, aber ich weiß das ich mir gut einteilen muss was ich noch habe. Denn wir wissen nicht mit absoluter Sicherheit ob wir auch auf dem richtigen Weg sind. Zwischendurch habe ich immer ein leicht schwindeliges Gefühl, mein Körper hat sich noch immer nicht richtig an die Hitze gewöhnt. Ob die Nächte hier wirklich so kalt sind wie man sagt? Momentan erscheint mir das wie ein wahrer Segen. Aber wahrscheinlich werde ich anders darüber denken wenn es erst einmal so weit ist. "In diesem Moment bin ich einmal wieder über die Gegebenheiten dieses Körpers froh.." Warum? "Ich habe keine Kontrolle.. Aber ich muss auch nicht spüren was du spüren musst." Klingt logisch.. Was nichts daran ändert das es mir besser gehen würde wenn es ihm genau so schlecht gehen würde wie mir. Aber das ist wohl ein Wunschtraum. Nach weiteren Minuten qualvoller, langsamer Fortbewegung habe ich das Gefühl das etwas vor uns liegt das den Wind dämpft. Es muss also ein größerer Wiederstand sein.
Kisenia_NPC
24.10.2006, 23:23
Ein Unterschlupf?
Die Blutwölfe erreichen tatsächlich eine niedrige Bergformation die ihnen ein wenig Schutz vor dem Sandsturm bietet. Sie wählen einen Pass zwischen zwei Felsformationen um halbwegs geschützt zu sein und finden eine Höhle. Chrystel ordnet an Halt zu machen und die Höhle zu untersuchen ob man dort rasten kann. Grendel ist noch immer nicht aufgewacht und muss sich erholen. Außerdem ist eine Fortsetzung der Reise nicht gerade die beste Idee, solang der Sturm anhält.
"Gut.", antworte ich auf Chrystels Befehl hin und steige von meinem Dschamallah. Meine Stiefel versinken fast im hohen Sand der Wüste. Ich beobachte noch wie Kaela ebenso von ihrem Tier steigt bevor ich schließlich mit der Hand am Griff meiner Waffe langsam in die finstere Höhle gehe. Das aufklingen von Flammen sagt mir das Kaela einen Zauber entfacht hat um Licht zu machen. Tatsächlich erhellt die Flamme den Eingangsbereich. Die ersten Schritte in der Höhle wirken beruhigend. Ein paar weitere Schritte wandere ich hinein. "Was ist denn das..?", murmele ich und gehe näher ran. Kaela folgt mir langsam und wortkarg. "Knochen.." Tatsächlich liegen hier Knochen in der Höhle. Vermutlich von einem kleinen Beutetier. Aber das Wesen das dieses Tier gefressen hat, ist vermutlich nochmal so groß. Vermutlich ähnlich groß wie der Jaipurlöwe. Wenn es nicht sogar ein Jaipurlöwe ist.. "Sieht schlecht aus..", murmele ich Kaela zu. Als ich mich umdrehe, bemerke ich einen Gang der tiefer in die Bergformation führt. "Warum bin ich so neugierig.." Mein Blick wendet sich nochmal dem Eingang zu, als ich schließlich schrittweise tiefer in die Dunkelheit hinab steige.
Kisenia_NPC
26.10.2006, 16:34
Chrystel und Theresa
"Tycho, Theresa.." Chrystel nickt in Richtung Höhleneingang. "..hinterher. Möglicherweise ist dort etwas. Ich schütze in der Zeit mit Demetrio, Sophia und Fisk Grendel. Passt auf." Theresa steigt sofort ab und wandert langsam in's Innere, wo noch vor einen Moment Kaelas Feuer zu sehen war.
Nach dem langen Wüstenritt erreichen wir eine Höhle, die uns als Unterschlupf dienen könnte. Insofern dort drinnen nicht ebenso grausame Wesen hausen, wie zwischen den Dünen. "He, meine Erfahrungen nach nimmt das Unheil in Dunkelheit und Kälte nur noch zu." Veyrne und Kaela sind die ersten, welche die Höhle betreten. Doch dann befiehlt die Kommandantin, dass auch Theresa und ich nach dem Rechten schauen sollen. Mit mulmigen Gefühl gehe ich in die Höhle, auf das schlimmste gefasst.
"Veyrne...?", rufe ich etwas nervös. Es beunruhigt mich stets aufs neue, dass Veyrne keinen Äther hat, den ich erfühlen könnte. Ich bin blind für seine Präsenz. Glücklicherweise scheint generell in näherer Umgebung nichts lebendiges zu sein. Ich lasse meine Dinaskugel unter der Höhlendecke schweben, um das Innere dieses finst'ren Loches zu erhellen. Kaela hat ebenfalls mit ihren magischen Können für Licht gesorgt. Sie betrachtet beunruhigt im steinigen Sand begrabenes Skelett. Nun erblicke ich auch Veyrne, wie er einem Gang folgt, der in die Tiefen der Höhle führt. "Veyrne, wartet!", rufe ich ihm zu. "Wenn das der einzigste Gang hier ist, sollten wir ihn lieber versiegeln, statt ihn zu betreten. Wer weiß, wie groß diese Höhlen sind. Ich möchte nur ungern hinabsteigen, und euch in diesem Labyrinth suchen."
"Klingt eigentlich nach einer guten Idee..", bestätige ich und werfe Kaela einen flüchtigen Blick bei meiner Antwort zu. "Aber möglicherweise.." Mein Blick wandert wieder die Tiefen des finsteren Gangs hinunter. "..gibt es auch ein paar Lebensmittel hier. In Tierform, versteht sich." Obwohl ich gerade nicht weiß wie es da um uns bestellt ist. Wasser werden wir in diesem vertrocknetem Fels wohl nicht finden. "Die Frage ist nur womit wir den Gang versiegeln wollen. Leider habe ich bisher keinen Fels gesehen der diese Aufgabe zufriedenstellend erfüllen könnte."
Kisenia_NPC
30.10.2006, 13:22
Gefahr?
Mit einem Mal dringt ein lautes Grollen aus den Tiefen der Höhle. Verletzt und wild erklingt es. Dann Stille.. Schnelle sehr laute Luftzüge.. Stille. Dann wieder Luftzüge. Damit sollte bestätigt sein das dort unten irgendwo eine Kreatur ist, die eine Gefahrenquelle darstellt. "Hm.. Klingt groß.", sagt Kaela und wendet sich ihren männlichen Begleitern zu. "Mit hoher Wahrscheinlichkeit hindert es uns daran diese Höhle für eine Rast zu benutzen. Jedoch sind wir zu müde um dagegen zu kämpfen. Außerdem wissen wir nicht wieviele es sind. Vielleicht kann ich den Bereich abschirmen.."
"Zerrt es denn sehr an Euren Kräften, Kaela?" Meine Stimme klingt ruhig und bedacht. Wie immer wenn ich anfange mit ihr zu sprechen. Gut, das eine oder andere Mal war meine Stimme ihr gegenüber auch provokant. Aber in diesem Fall herrscht eine klare Ordnung. Ich bin nicht länger Anwärter. Ich bin ein Bestandteil der Sprouteinheit und Disziplin ist nun wichtiger als jemals zuvor. "Ein wenig.", sagt Kaela nicht weniger ruhig und ernst. "Je nachdem mit welcher Stärke ich die Barriere aufbaue. Wenn ich wüsste mit welchen Tieren wir es hier zu tun haben.. Aber ich baue einfach eine möglichst starke Barriere auf die ich obendrein auch lang genug halten kann. Lang genug für eine Rast, versteht sich." "Gut. Ich werde mich mit Tycho noch einmal oben umsehen, während du die Barriere errichtest." Kaela nickt und geht ein paar Schritte weiter nach unten. "Gehen wir, Tycho." Langsam wandere ich den Gang wieder hoch und man kann bereits das dröhnende Geräusch des Sandsturms wieder deutlich wahrnehmen der draußen um die Felsformation wütet.
Wir folgen den Gang hinauf zum Eingang, wo der Sandsturm trotz der schützenden Felsformation in die Höhle hineinbläst. Das Getöse des Windes, der durch die beiden Felsen wie durch einen Kanal hindurchweht, hat bereits eine Lautstärke angenommen, bei der mir das rasten äußerst schwer fallen wird. "Bei den Göttern, wer hat nur diesen Sturm entfacht.", sage ich, erschrocken über diese Naturgewalten Jaipurs. "Wenn der Sandsturm weiterhin anhält, wird unsere Reise sehr riskant werden. Dann müssen wir wohl oder übel in dieser Höhle verweilen." Noch haben wir Theresa, als zweite ausgebildete Magierin in unserer Truppe. Sie wird sicherlich ebenfalls dazu in der Lage sein, eine Barriere zu errichten. Ob ich es auch lernen könnte. "He, dazu fehlt es euch an Hirn, Modrox."
Vor der Höhle erblicke ich die Gestalten unserer Gefährten, die vom Sandsturm in die Höhle gezwungen werden. Ich versuche ihnen Handzeichen zu geben, um zu signalisieren, dass der Höhleneingang sicher ist. Doch bin ich mir nicht sicher, ob man diese Signale aus der Ferne überhaupt erkennt.
Kisenia_NPC
01.11.2006, 00:49
Die Rast
"Endlich..", ertönt es von Fisk als Tycho ein Handzeichen gibt um zu signalisieren das die Höhle als Rastplatz benutzt werden kann. Man hört wie sie von ihren Dschamallahs springen und die Höhle betreten. "Heh.. Ich meinen Sachen hat sich schon die halbe Wüste gesammelt..", stellt Fisk grinsend fest als er sich abklopft und dabei ordentlich Staub von sich gibt. "Du wirst ohnehin wieder in den Staub müssen..", bemerkt Theresa und nähert sich Tycho und Veyrne. "Die Reise ist nicht mehr lang.. Denke ich." Mit einer einzigen Bewegung lässt sie sich auf den Höhlenboden nieder und starrt in die Gegend. "Hier sind irgendwelche Tiere.. Weiter unten..", murmelt sie. "Und noch etwas anderes.." Aber man nimmt ihre Worte nur wahr wenn man ganz genau zuhört. Demetrio und Sophia bringen in der gleichen Zeit gerade unter dem Aufgebot ihrer gesamten Kraft den schweren Grendel hinein, der noch mehr Staub gefangen hat als alle anderen. "Ich hätt's nicht mehr lang ausgehalten..", stöhnt Demetrio. Sophia seufzt nur leise als sie ihn endlich ablegen dürfen und setzt sich auch erst einmal. "Wie weit es wohl noch ist?", fragt sie in die Runde. Jedoch die stille, betretene Stimmung der Einheit genügt ihr schon als Antwort. Kommandantin Heas tritt als letzte Person in die Höhle. "In Ordnung, Blutwölfe. Wir werden ein wenig rasten und Grendels Wunden versorgen. Wir werden weiter reiten sobald der Sandsturm vorbei gezogen ist." "..und werden von den nächstbesten Tieren gefressen, eh..?", gibt Fisk ein wenig spöttisch von sich, wird auch sogleich von Chrystels Blicken gestraft. "..mal im Ernst..", beginnt Demetrio. "Sind solche Aufträge in den Außenländern nicht eigentlich für Final- oder Elite-Sprouts vorgesehen?" Die Kommandantin schüttelt mit dem Kopf. "Er ist für uns vorgesehen. Das ist alles was wir wissen müssen. Ruht euch also aus und seid leise, damit ich mich konzentrieren kann."
Chrystel
Die Kommandantin nähert sich dem rechten Bereich der Höhle und lässt sich an einer Wand fallen. Wenn ihr wüsstet.. Wir sind doch eigentlich nicht mehr als ein Experiment. Und wenn wir scheitern, wird es ein neues Experiment geben. Unmenschliche Bedingungen.. Aber wir werden ihnen zeigen wie falsch ihre Vorstellungen sind.
Sophia
Eine meiner wenigen Gelegenheiten. Es wird Zeit das ich etwas erfahre. Es ist schon ein wenig her das ich etwas abgeben konnte.. Tycho Seiber.. "Hey, Tycho..", beginnt Sophia plötzlich und erschreckend. "Sag mal.. Wo kommst du eigentlich her?" In den letzten zwei Monaten hatten Sophia und Tycho eigentlich nicht sonderlich viel miteinander zu tun. Daher ein wenig komisch das sie ausgerechnet jetzt ein persönlicheres Gespräch beginnt.
Theresa
Sprout Sophia.. Eigenartiges Subjekt.. Ich kann in den Augen ihre Beweggründe und Ideale nicht erkennen. Aber sie hat ein paar Ähnlichkeiten mit meinem Bruder.
Grendel
Grendel gibt ein paar grunzende Geräusche von sich, während Fisk ein paar Wunden an seinem Körper behandelt. "Stell' dich nicht so an..", zischt er grinsend als er den Verband mit Absicht kräftiger verbindet.
Demetrio
Warum musste ich auch bei den Blutwölfen und der spinnerten Heas landen? Blutdurstig wie sie ist, treibt sie uns alle noch waffenlos in eine Varg-Grube. Mit Fleischwurst um den Hals.
Kaela und Chrystel
Kaela kommt auch wieder zurück in die Höhle. "Ich habe die Barriere errichtet um Tiere davon fern zu halten. Aber ich habe das Gefühl da ist noch etwas anderes. Eine humanoide Lebensform vielleicht. Ich war der Meinung da war eine Stimme zu hören." "Eine Überprüfung wäre erst einmal zu gefährlich..", antwortet Chrystel kühl. "Wir werden später sehen.", fügt sie hinzu. "Gut.", antwortet Kaela und lehnt sich stehend an die Wand.
Endlich betreten auch unsere Gefährten die Höhle. Während Kaela noch die Barriere errichtet, werde ich von Sophia angesprochen. Sie verhielt sich bisher immer recht unauffällig. Ihre direkte Frage verblüfft mich daher. "Wo ich herkomme?" Ich blicke sie verdutzt an. "Wo ich geboren wurde, weiß ich nicht. Man hat mich schon im Säuglingsalter in einer Abtei in Zerus untergebracht, wo ich auch den längsten Teil meines Lebens verbracht habe, bis ich auf Anweisung des Königs in die Sprouteinheit eingewiesen wurde." Nun wo ich darüber nachdenke, finde ich es doch sehr merkwürdig, dass der König Sarthi-Mönche für den Krieg einziehen lässt. Ich habe meinen Ordensbrüdern regelmäßig geschrieben, doch habe ich nie erfahren, ob auch andere Mönche eingezogen wurden. Warum also ich? "Eigentlich bin ich nur ein einfacher Mönch", sage ich mit einem matten Lächeln, "der durch unglückliche Umstände in diese verrückten Abenteuer gestürzt ist." Abenteuer... das ist eine schöne Umschreibung für das, was wir hier erleben. Dieses Wort klingt nach Abwechslung, exotischen Schauplätzen, heldenhaften Taten. Vielleicht schwingt im Namen auch der Klang von Gefahr mit. Doch Tod, Verderben und Schmerz? Nein, derartige Dinge waren nie Teil eines Abenteuers. Zumindestens nicht von denen, die ich bisher gelesen habe. "Ihr steckt eure Nase zu tief in Bücher, fernab der Realität, Modrox. Nun habt ihr die Klostermauern hinter euch gelassen, he." Ja, und ich habe es stets bereut. Aber das ist eine Lüge. Wie alles an meinem derzeitigen Dasein. Ich weiß nicht, was das alles bedeutet. Noch weniger weiß ich, warum ich mich allein aufgrund der Befehle einer nichtigen Soldatin von den Grundsätzen der Sarthi distanziere. Vom Morden, vom Kämpfen. Als Kaela uns mitteilt, dass sie dort unten eine Stimme gehört hat, wird mir schwer ums Herz. Chrystel hält den Schutzbann trotzdem aufrecht. Was sind wir nur für Menschen? Wer auch immer sich dort unten aufhält, wir haben ihm soeben den Weg zur Außenwelt versperrt...
Kisenia_NPC
01.11.2006, 18:03
Sophia
"Hm.. Ich habe nie davon gehört das Mönche eingezogen wurden..", bemerkt Sophia lächelnd. Er weiß also nicht wo er geboren wurde.. Ob er weiß welche Eltern..? "Dann hast du wohl auch nie etwas über deine Eltern erfahren oder gehört..?" Sophias Stimme klingt bedauernd und traurig. "Hast du nichts was auf sie hinweist? Hast du nie nach Lebenszeichen gesucht? Dein Name.. Hast du ihn von den Mönchen?"
Chrystel
"Planänderung..", bestimmt die Kommandantin plötzlich und tritt in's Licht. "Wir sind nicht alle so schwer verwundet und vielleicht ist es besser wenn wir genauer wissen was uns hier erwartet. Kaela wird Veyrne durch die Barriere lassen damit er sich umsieht. Ich würde ja Kaela ebenso schicken, jedoch wäre es auch für uns eine Gefahr wenn ihr etwas geschieht." Kaela scheint diesen Befehl zwar anzuzweifeln, nickt jedoch als sie es mit der Barriere vernimmt. "In der Zeit werden wir uns um Grendel kümmern und uns neu orientieren."
Für den Bruchteil eines Augenblicks will ich verwundert 'Allein!?' von mir geben, aber ich fange meine Verwunderung darüber wieder. Chrystel macht bei derartigen Dingen keine Witze. Das habe ich schon beim letzten Auftrag ganz deutlich festgestellt. Wenn Chrystel den Gesichtsausdruck im Gesicht trägt den sie jetzt hat, dann ist es ihr völlig ernst. Und sie wird sich davon auch nicht abbringen lassen. Von niemandem. Aber dieses Mal muss ich niemanden bekämpfen. Dieses Mal ist es nur eine Erkundung. Irgendwo verstehe ich auch das sie mich mal wieder darunter leiden lässt. Einen Magier wie Tycho oder Theresa lässt man nicht allein gehen. Demetrio und Fisk sind nicht zuverlässig genug. Grendel fällt raus. Und Sophia.. Warum eigentlich nicht Sophia? Nun.. Eine Person musste es ja treffen. "Vielleicht hat sie ja was gegen dich." Wäre auch eine Möglichkeit. Vielleicht hätte ich mir von Grendel beim letzten Einsatz nicht reinreden lassen sollen.. "Ich bin bereit.", sage ich und schultere meine Hellebarde wieder. Ohne Chrystel anzusehen, wende ich mich Kaela zu und gebe ihr ein Handzeichen das andeuten soll das sie vorgehen soll. Kaela nickt und tritt wieder in den Gang. Und ich folge langsam. Bereit durch die Barriere zu schreiten. Ein Kampf kommt bei mir auch kaum in Frage. Meine Kräfte sind erschöpft.
Kisenia_NPC
02.11.2006, 18:07
Und erneut in die Dunkelheit..
Kaela öffnet für Veyrne die Barriere einen Spalt und er schreitet durch. Direkt hinter ihm verschließt die Magiern den Wall aus magischer Energie wieder. "Veyrne..?" Der Schwertkämpfer dreht sich nochmal um. "Nichts..", sagt sie schließlich. "Rufe wenn du wieder da bist." Der Krieger nickt und schreitet in die Finsternis, bis man nichts mehr von ihm sehen kann.
Der Schweiß der Hitze hat sich längst mit dem Schweiß der Spannung verbunden als ich in eine Höhle komme in der verschiedenes Geröll liegt und es ziemlich muffig stinkt. Durch kleine Spalten in der Höhlendecke rinnt Sand der sich erneut mit meinem Körper verbindet. "Ich werde ein langes Bad brauchen..", murmele ich während ich mich vorsichtig vortaste. Es ist nicht so das ich nichts sehen könnte. Im Gegenteil: Die vielen Spalten erhellen das Innere großartig und liefern ein wunderschönes Beispiel. Jedoch bin ich vorsichtig. Der muffige Gestank.. Es stinkt nach.. Leichen. Der Boden ist genau so staubig und trocken wie die Wände, es ist nahezu unmöglich sich wirklich leise fortzubewegen. Jeder meiner Schritte hallt leise von den leeren, natürlichen Fassaden. Ein weiterer Gang tut sich mir am Ende der natürlichen Höhle auf. Bevor ich jedoch blind in eine Jagdfalle tappe, lege ich mich kurz auf die Lauer um besser Geräusche und Gebilde wahrnehmen zu können die mir vielleicht einen Hinweis auf die Gefahr geben.
Aber nichts geschieht. Fast wäre ich sogar eingeschlafen. Die Reise, der Kampf und die Hitze haben an meinen Kräften gezerrt. Wenn ich einschlafe, bin ich dran.. rufe ich mir in's Gedächtnis und erhebe meine entkräfteten Knochen. Ohne es zu merken habe ich mein Schwert gezogen. Jedenfalls MUSS ich es gezogen haben, weil es mir plötzlich in den Händen liegt. Ich muss wohl doch kurz weggetreten sein. "Dann bin ich es aber auch.. Ich habe nichts bemerkt." Wir sollten aufpassen. Unser Körper macht nicht mehr viel mit. Ich spüre bereits wie das Senkblei aufwärts kriecht. Wenn ich nun weiter einfach herumstehe, werde ich einfach im Stehen einschlafen. Das spüre ich deutlich. Deswegen bewege ich mich so wie ich bin, mit gezogener Waffe, auf besagten Höhlengang zu.
Der Gang ist eigentlich nicht mehr als eine kurze Kurve, wie ich enttäuscht feststelle. Wenn ich bedenke das ich mir bereits so früh Sorgen gemacht habe. Meine Gedanken und meine Finger wandern kurz zu meinen Verletzungen an meinem Arm. "Was..!?" Ein Geräusch ertönt und ich kann meine Arme schon nicht mehr schnell genug heben, da werde ich plötzlich mit großer Wucht zu Boden geschleudert und mein Rücken jault vor Schmerz kurz auf als sich schwer ein spitzer Fels hinein rammt. Sofort reisse ich mein Gesicht herum um zu erkennen was mich angreift. Kurze Zeit bin ich erstarrt als ich realisiere was es ist..
"Meine Eltern? Meine Mutter und mein Vater waren der Reingeist und die Götter.", ich lächle, obwohl mir nicht danach ist. "Ich weiß nicht, wer meine 'Erzeuger' waren, sie haben mich wohl kurz nach meiner Geburt im Kloster ausgesetzt. Von dort habe ich auch meinen Namen." Ich lehne mich an den kalten Fels. "Ich habe nie nach meinen Eltern gesucht. Wozu auch? Ich führte ein gutes Leben im Kloster, und meine leiblichen Eltern waren wohl nicht daran interessiert ihr Leben mit mir zu teilen. Ich weiß, wie wichtig es ist, eine Familie zu haben. Aber es ist doch bedeutungslos, wer diese Familie darstellt. Im gewissen Sinne", ich schlucke kurz und hoffe, dass sie diese Worte nicht missversteht, "ist diese Sprouteinheit für mich ebenso wie eine Familie geworden. Man hilft einander, man ist füreinander da und man kämpft gemeinsam. Darauf kommt es doch an, oder?"
Kisenia_NPC
03.11.2006, 00:57
Sophia
Sophia lächelt bei diesen Worten und wirkt von Tychos Optimismus angesteckt. Die sonst so fröhliche junge Frau wirkte an diesem Ort ein wenig eingegangen. Aber Tychos Worte scheinen etwas bewirkt zu haben. "Stimmt..", sagt sie. "Die leibliche Familie ist nicht wirklich unersetzlich.." Reingeist.. All die Religionen die Kisenia bevölkern.. Wer wird dem gesamten Bewohnern jemals sagen wo wirklich der Ursprung aller Lebewesen liegt? Vermutlich werden sie es zu Lebzeiten niemals erfahren.. Nicht bevor Arche kommt. Die Frau wirft einen Blick über ihre Schulter um den Gang zu kontrollieren. Kaela kommt nachdenklich gerade wieder in die Höhle. Chrystel wirft ihr nur einen dankbaren Blick zu, der von der Magierin nicht beachtet wird. "Sag mal, Tycho.." Ihre Stimme nimmt plötzlich etwas mehr Entschlossenheit und Direktheit an. "..Das Wesen des Reingeistes.. Worin bestehen seine Ideale? Ich nehme an sie sind anders als sie klingen. Es klingt als würden Menschen mit schmutzigen, manipulierten oder veränderten Seelen nicht in das Schema passen.. Vielleicht irre ich mich.." Sophia blickt Tycho jedoch nicht in die Augen. Sie mustert den sandigen Felsboden und wippt mit ihren Beinen auf uns ab.
..ein Sprout ist stark, aber gemeinsam sind wir unbesiegbar.. hallt es in meinem Kopf als sich die schemenhaft wahrnehmbare Gestalt mit einen menschlichen Zügen um meinen Hals krallt. "UNSINN!", brülle ich und trete einmal mit meinem rechten Bein aus und treffe die Gestalt heftig in den Unterleib, wodurch sie ein Stück zurück geschleudert wird. Schnell erhebe ich mich und wische mir Blut von den Lippen. Als es mich angefallen hat, hat es mir zwei Schläge verpasst. Was ist das!? "Siehst du das nicht? Das ist irgendeine zombieartige Verunstaltung von dir selbst." Soweit war ich schon. "Dann bring das Mistding doch endlich um! Leichter gesagt als getan. Dieses Mistding ist nicht gerade schwach. Wechselbalg.. "Stimmt.. Das muss eines sein! Bei allen Göttern.. Hier lebt weder Wildtier noch Mensch.. Es ist dieses Geschöpf. Raus, verdammt. RAUS!" Sofort wende ich mich von Antlitz des Wechselbalges ab und drehe mich um. Die schlurfenden Schritte sind jedoch hörbar und mahnen mich die Geschwindigkeit zu halten. An der Kurve schlittere ich die Wand entlang, mein Arm schrammt schmerzvoll entlang. Aber in diesem Moment spüre ich das nicht. Verglichen mit dem wandelndem Entsetzen hinter mir, ist das alles nichts. Absolut nichts. Wechselbalg. Man hat seit vielen Jahren keine Wechselbälger mehr gesehen, weil sie das Resultat grausamster Hexenzauber sind. Erst als ich laufe, bemerke ich wie kurz die Strecke eigentlich gewesen ist. Fast wäre ich ungebremst von der Barriere abgeprallt die Kaela errichtet hat. "WECHSELBALG!", brülle ich den Gang hoch. "AUFMACHEN!" Ich hoffe sie haben das Signal gehört.. Zur Vorsicht ziehe ich meine noch immer blutbefleckte Klinge und drehe mich mit dem Rücken zur Barriere. In die Richtung von der die Schritte des Balges kommen..
Kisenia_NPC
03.11.2006, 21:17
Kaela
"Das war doch..", flüstert sie atemlos. Sofort erhebt sie sich und wartet weder Befehl noch Antwort ab. Trotz ihrer eher unpraktischen Bekleidung bewegt sie sich so schnell es ihr möglich ist. Fast wäre sie gestolpert als sie den Gang hinunter stürmt. An der Barriere angekommen, sieht sie wie Veyrne mit dem Rücken an der leuchtenden Wand steht. Sie hört auch die Schritte die Veyrne zuvor hörte. "Schnell, durch da!" Mit dem Finger zieht sie eine Tür in den Wall aus Energie und eine kleine 'Tür' öffnet sich. Der Krieger dreht sich sofort um und stürmt durch. Ohne zu zögern versiegelt Kaela das Loch wieder und wendet sich Veyrne zu. "Was ist da?" Doch die Frage wird schon beantwortet als Kaela einen Blick über die Schulter wirft. Bei diesem Anblick wäre ihr fast das Herz stehen geblieben, denn sie hat zuletzt damit gerechnet sich selbst zu erblicken. Das Entsetzen lässt sie drei Schritte stolpern und sie schließlich zu Boden gehen. "W-wechselbalg..", flüstert sie. Das Monster sieht nur gierend durch die transparente Mauer. Es weiß das es nicht passieren kann. Auf unerklärliche Weise kann es das wohl spüren. Aber es scheint auch nach einer Möglichkeit zu suchen doch noch seine Zähne in befriedigende Fleisch schlagen zu dürfen. "Wir müssen hier weg..", zischt Kaela Veyrne zu.
"Lakos, stehe uns bei..", murmele ich als ich fassungslos zurückweiche als ich in die hinterhältigen Augen der falschen Kaela blicke. Beide Hände sind an die ätherische Wand gepresst und die Augen blicken blutgierig umher. Dieses Bild mit dem Gesicht Kaelas zu sehen, ist sogar für mich erschreckend eigenartig. Auf eine gewisse Art und Weise entdecke ich darin sogar etwas wie Komik. Aber jeder Versuch zu lachen bleibt mir im Halse stecken. Vorsichtig erhebe ich mich wieder vom Boden und weiche langsam ein paar Schritte zurück. Meine nervöse Hand ergreift den Oberarm Kaelas. "Langsam.." Vermutlich kann uns ohnehin nichts passieren, aber sicher ist bekanntlich sicher. Wir ziehen uns gemeinsam aus dem Gang zurück und gelangen wieder in die Höhle, wo die anderen noch immer sitzen. "Es ist ein Wechselbalg..", teile ich mit. "Sonst ist hier nichts.. Wir sollten uns nicht lange hier aufhalten. Möglicherweise findet es sonst einen Weg.."
Ich kann nicht behaupten, dass mir Sophias Interesse keine Freude bereiten würde, auch wenn ich mir absolut nicht erklären kann, warum ausgerechnet sie mich nach meiner Religion fragt. Selbst religiösere Menschen wie Veyrne haben sich bisher nicht für den Sarthikult interessiert. Ob ihr Interesse nur gut gemeint ist? Gespielt, um mich in ein Gespräch zu verleiten? Warscheinlich, aber warum sollte ich nicht antworten?
"Der Reingeist ist kein Wesen aus Fleisch und Blut, sondern die Gesamtheit ätherischer Existenz. Im gewissen Sinne habt ihr Recht, wenn ihr sagt, dass unser Äther keinesfalls rein ist. Aber am Tage unserer Geburt erhielten wir den reinsten Äther des Reingeistes. Er gab ihn uns, damit wir ihn frei gestalten, damit wir unsere Persönlichkeit ausleben und unser Bild in den Äther einbrennen können. Nicht damit wir Kriege und Schlachten schlagen, sondern damit wir unsere Rolle in dieser Welt erkennen. Wenn wir in Meditation versinken, können wir diese Harmonie spüren, die in der Welt vorherrscht. Man muss nur lernen den Wogen des Äthers zuzuhören. Dann versinkt die Welt, wie wir sie wahrnehmen, in fahles Grau, und ein neues Licht erstrahlt. Man spürt den Atemzug jedes einzelnen Kameraden, die Gewalt des Windes dort draußen, man spürt die magische Barriere die Kaela errichtet hat um uns...", Ich verstumme. "Irgendwas stimmt dort unten nicht.", sage ich dann leicht beunruhigt. Plötzlich hören wir einen Ruf. Kaela richtet sich sofort auf und rennt den Gang herab. Hilflos blicke in Miss Heas an, die jedoch zu glauben scheint, dass Kaela mit dieser Gefahr auch alleine fertig wird.
Kisenia_NPC
05.11.2006, 19:42
Grendel
Mit grunzenden, schmerzverzerrten Lauten erhebt sich Grendel von dem Boden. "Uarhg.." Angewiedert spuckt er auf den Boden. Seine Spucke ist vom Sand ganz klumpig und zäh. Sie läuft ihm die Lippen runter. "Ist ja eklig..", bemerkt Demetrio und weicht zurück. "Wie ein Baby, eh..?", sagt Fisk und grinst. "Was is'n los..?", brummt Grendel als er sich umschaut. "Nicht gerade eine tolle Herberge.." Grendel grinst. Kaela wandert durch die Sprouts direkt zu Chrystel. "Es stimmt was Veyrne sagt. Ein Wechselbalg. Jetzt wo der Kerl da wach ist, sollten wir verschwinden.." Chrystel nickt. "In fünf Minuten brechen wir wieder auf."
Der Sandsturm dröhnt auch schon deutlich schwächer über die Felsen und der Sand wirbelt nur noch langsam über den heißen, sandigen Boden. "Passt ja..", murmele ich und trete schon wieder raus. Die Dschamallahs haben geduldig vor dem Eingang gewartet und starren mich mit ihren glühenden Augen an. "Schön das ihr euch auch freut.." Als ich den seltsamen Befehl von mir gebe, senkt sich mein Dschamallah und erlaubt mir Platz auf dem Rücken des Tieres zu nehmen. Mit dem anderem Befehl setzt es sich wieder auf. Nichts wie weg hier.. Wenn es in dieser Gegend sogar Wechselbälger gibt.. "Das ist eben Niemandsland. Die Dinge die du gelesen hast, gelten hier oft nicht. Weil sich auf Athalia niemand drum schert was hier geschieht.." Wenn's so wäre, wären wir ja nicht hier, oder? "Amadah..", murmele ich als mein Blick den westlichen Himmel trifft. "Es kann nicht mehr weit sein.." "Und wenn die Leute gelogen haben..?" "Haben sie nicht.. Theresa hat es gesehen.. Und sie irrt sich selten." Obwohl Pellariah danach schweigt, weiß ich genau was ihm durch den Kopf geht. Menschen haben solche Fähigkeiten nicht.
Kisenia_NPC
05.11.2006, 21:39
Sophia
Er weiß nicht worauf ich hinaus wollte.. Aber vielleicht ist es auch besser. "Danke für das Gespräch, Tycho.", sagt sie mit geschäftsmäßigem Lächeln. "Ich hoffe wir reden bald wieder." Run.. Sophia erhebt sich ebenso und wandert an die frische Luft. Was wollt ihr..? Den Boten verschieben?
Nach und nach besteigen auch die anderen ihre Tiere, und eher träge setzen wir unsere Reise fort. Der Sand tut in den Wunden ziemlich weh und schwächt meinen Willen noch deutlich mehr. Mein Schlauch Wasser ist bereits fast leer und meine Haut ist trocken und vom Dreck vollkommen verkrustet. Das bedeutet es also ein Blutwolf zu sein.. Wir sind an den schlimmsten Einsatzgebieten stationiert und müssen die schwersten Aufträge erledigen. Zu unmenschlichen Bedingungen. "Und dieses Mal gibt es nicht einmal diese hübschen Amazonen.." Leise seufzt Pell und gibt gespielte Geräusche von einem kleinem, weinendem Mädchen von sich. Dieses Theaterschauspiel ignorierend, ist mein Blick nach Westen gerichtet. Amadah ist der Name für die Erlösung dieser Qualen. Man merkt wie es deutlich kälter geworden ist, da die Sonne bereits hinter den Dünen verschwindet und der Abend angebrochen ist.
Kisenia_NPC
05.11.2006, 23:56
Amadah
Noch eine runde Stunde geht die Reise der Blutwölfe durch die Wüste von Jaipur. Dann sehen sie es, von einer hohen Düne aus erspähen sie die Wüstenstadt Amadah. Die hohen, turmbewehrten Mauern verwehren den Einblick in die Stadt. Chrystel erblickt die Stadt mit ein wenig Erleichterung. "Blutwölfe, wir sind da." Mit diesen Worten ordnet sie an das nun der Ritt in die Stadt beginnen soll. Nun wird der Einsatz in Amadah (http://rpga.info/forum//showthread.php?t=43964)beginnen.
Kisenia_NPC
26.01.2007, 01:32
Die Bedrohung aus der Tiefe..?
Sand wird durch Kraft in die Luft gestossen und gewirbelt, eine mächtige Wölbung bewegt sich in den Sandbergen der Wüste und stößt kleine Sträucher um. Sogar die kräftigen Jaipurlöwen ergreifen voller Furcht die Flucht. Etwa zehn bis fünfzehn Schritt ist die Wölbung lang und sicherlich drei Schritt breit. Das entspricht etwa den Maßen einer kleinen Drachenart. Aber kein Drache bewegt sich im Wüstensand..
Kisenia_NPC
16.07.2007, 22:25
Das Grabmal
Die Blutwölfe reisen eine Weile durch den ewigen Sand der sengenden Wüste. Eine Wüste, die bereits vielen Reisenden einen grausamen Tod brachte. Dieses Mal jedoch, begegnet den Blutwölfen nicht einmal ein kleiner Skorpid. Der Führer, der wenige Minuten nach dem Gespräch von Tycho und Kaela die Führung übernommen hat, führt die Gruppe zielsicher zu dem wahrhaft riesigem Grabmal. Die imposante Architektur aus riesigen Steinen in Sandfarbe bringt sogar Grendel zum staunen. "Blutwölfe.. In sicherer Entfernung absteigen!", ruft Chrystel. Grendel beginnt und springt von seinem Dschamallah. "Führt sie bei den Zügeln zum Grabmal." Die Kommandantin wendet sich Veyrne und Tycho zu, die hintereinander geritten sind. "Ihr geht vor." Kaela steigt ebenso ab und spricht: "Ich erbitte mit den beiden gehen zu dürfen." Chrystel scheint nicht überrascht. Seltsamerweise lächelt sie sogar. "Gewährt." Dabei wäre das doch ein guter Zeitpunkt gewesen Veyrne nochmal auf die Besessenheit anzusprechen.. Aber scheinbar hat Kaela das auch bemerkt.
Ich bin nicht unglücklich über Chrystels Entscheidung. Zwar haben mir beide in den letzten Stunden keinerlei Anlass gegeben, ihnen zu vertrauen, doch ist mir die Gesellschaft eines möglicherweise besessenen Kriegers und einer undurchschaubaren Magierin lieber, als die von Demetrio, Fisk und Grendel.
Ich steige von meinem Reittier und ziehe an den ledernen Zügeln. Willig folgt mir das Dschamallah, ohne eine Spur von Widerstand zu zeigen. Ich kann nur hoffen, dass die Tiere ihre ruhigen Nerven auch noch vor den Toren des Grabmals behalten.
In schnellen Schritten nähern wir uns dem Grabmal. Auf meinem Weg versuche ich angestrengt den Ätherraum nach möglichen Auren abzutasten. Ein Grabmal, womöglich voller Artefakte, hinterlässt sicherlich die eine oder andere Spur im Äther.
Sie hat mich in der Hand. Jedoch vermutet sie wahrscheinlich das ich es noch nicht weiß.. Aber woher weiß sie davon? Sie wird kaum in der Lage sein dich zu spüren. So gut ist sie nicht. "Wir haben einen Fehler gemacht und haben ihn nicht bemerkt. So einfach ist das.. Wir werden sie töten müssen." Unmöglich. Zuviele Sprouts und sie ist mir überlegen. Sie ist Final-Sprout. "Ich habe da schon eine Idee." Obwohl Pellariah mir nichts von seinen dubiosen Plänen verraten will, bleibe ich ruhig. Ich kann die Ausführung noch immer verweigern. Kaela bedeutet mir nichts, aber.. Ich will keinen Kameraden töten. Es muss eine andere Lösung geben. Von der Größenordnung eines Dimitrij Dorius beispielsweise. "Mit welchem Zauber willst du dir den beschaffen? Wir können uns unsere Lösung gerade nicht aussuchen, Veyrne." Warten wir ab. Vielleicht weiß sie auch nichts. Vielleicht vermutet sie auch nur etwas und will uns zu einem Fehler zwingen. Patanickel. "Patanickel.." Mit dem Dschamallah an meiner Hand, gehe ich neben Kaela her, die mich nicht einmal zu mustern scheint. Sie scheint noch kälter und berechnender geworden zu sein.
Kisenia_NPC
17.07.2007, 02:39
Tychos Gefühl
Tycho nimmt aus dem Inneren eine seltsame Kaskade aus verschiedensten Ätherquellen wahr. Es fällt schwer einzelne Quellen im Geiste zu isolieren, weil das Gewirr einfach zu groß ist. Beängstigend ist jedoch das nicht einmal Geister auszuschließen sind. Seltsam ist jedoch das einige dieser Quellen regelmäßig zu pulsieren scheinen. Schwindende und erscheinende Ätherströme. Artefakte? Menschen? Monster?
Kaela
"Wir betreten das Grabmal.", sagt Kaela. "Und Tycho geht fünf Schritt vor uns." Ihr Wort gilt als das des ranghöchsten Sprouts in diesem Dreiergespann. Ihr Blick sagt aber das sie sich das von Anfang an genau so vorgestellt hat. An der 'Tür' steht keine der Wachen, von denen geredet wurde. Dafür ist an der Stelle, wo eigentlich die Tür sein sollte, nun ein riesiges Loch, als wäre die Stelle kürzlich in irgendeiner Stelle mit einer starken Macht in Berührung geraten. Chrystel und die anderen warten in zwanzig Schritt Entfernung auf die weiteren Bewegungen der Gruppe. "Ich hoffe du hast Zauber um das Dunkel zu erleuchten, Tycho." Veyrne ist nicht in der Lage irgendwas zu spüren, daher wohl auch seine Ruhe.
Fünf Schritt.. Sie hat vor Tycho von uns zu isolieren. Sie will mit mir reden bevor er eine Möglichkeit dazu erzählt. Natürlich ist es unsinnig einen Magier vorzuschicken, das weiß sie. Aber sie spürt wohl das der Eingangsbereich noch sicher ist. Meine Hand liegt unsicher auf dem Griff meiner Waffe. Im Gegensatz zu ihnen bin ich völlig blind. "Pass gut auf.", sage ich zu Tycho und werfe ihm ein ermutigendes Nicken zu. Er tut wozu er ausgebildet wurde. Als Sprout uns als Mönch. Darf ich ihn als Feind sehen, nur weil er meine Interessen nicht verstehen würde?
Das imposante Grabmal vor uns hat eine eigenartige, geometrische Form. In seiner Grundfläche viereckig, ragen die Mauern wie ein Turmdach schräg empor. Doch statt sich in einer Spitze zu treffen, enden sie in einer flachen Dachoberfläche. Obwohl derartige Baukunst in Kroth völlig fremd ist, diese Form wird allerhöchstens für die Dächer von Häusern und Türmen verwendet, erinnere ich mich, dass in Amadah viele Häuser eine ähnliche Form besaßen. Doch in solcher Größe ist der Eindruck ein ganz anderer.
Das Grabmal hat nichts mit den Mausoleen in Kroth gemein. Es gibt keinerlei Skulpturen oder geschwungene Säulen. Keine Fenster, Wasserspeier und dergleichen. Das Bauwerk wirkt wie ein großer Fels von unnatürlicher Glätte, ein Dorn der aus dem tristen Wüstensand ragt.
Ob die Wände einmal farbig bemalt waren, lässt sich nicht mehr erkennen. Die Sandstürme haben die Oberfläche des Grabmals unkenntlich gemacht.
Kaum haben wir das Portal, welches eher wie ein Loch in der Wand wirkt, betreten, hole ich auch schon meine Dinaskugel, die zuvor in meinem Rucksack lag, hervor und fülle sie mit magischer Energie. Sofort beginnt die Kugel zu leuchten und gibt so Auskunft über das Innere des Grabmals.
Das ausgerechnet ich die Vorhut bilden soll, ist mir unverständliche. Ich bin zweifellos der schlechteste Kämpfer unter uns. "He, eben drum, modrox. Ihr seid entbehrlich." Auch habe ich keine schwere Rüstung, die mich schützt. Ich kann nicht einmal meine Kameraden vor Fallen oder Flüchen warnen, da das Innere des Grabmals so voller Magie durchdrungen ist, dass es mir unmöglich erscheint klare Strukturen aus diesem ätherischen Maelstorm herauszulesen.
Die Ätherkugel vor mich herschweben lassend laufe ich den Gang geradeaus. Auch wenn ich stumm Kaelas Befehl befolgte, kann ich mich nicht selbst belügen. Mein donnerndes Herz verrät, dass ich den anderen beiden lieber den Vortritt lassen würde.
Ich will einen Schritt nach vorn in das Innere wagen, damit ich Tychos Schritte in der Dunkelheit zumindest verfolgen kann. Doch Kaela stellt sich mit einem schnellen Schritt in meinen Weg. "Nicht so hastig.", blafft sie und zwingt mich mit einem weiteren Schritt dazu ein Stück zurück zu wanken. "Ich weiß alles.", bringt sie hervor. Alles? "Was.. meinst du?", frage ich in einer möglichst naiven Tonlage. "Du weißt was ich meine. Spiele nicht mit dem Feuer." Ich habe eher das Gefühl auf einem gefrorenem See zu rutschen. "Wie treffend." Ihre Vorgehensweise sagt mir jedoch das sie nichts genaues weiß. Daher baue ich mich vor ihr auf und setze eine kalte, ernste Miene auf. "Ich habe keine Ahnung wovon du sprichst. Und wenn du mir drohst.." Mein Mund verzieht sich zu einem hämischen Grinsen. "..gibt es mittlerweile auch etwas das ich gegen dich verwenden kann, wenn du dich erinnerst." Ihr Blick bleibt weiterhin eiskalt. "Es ist seltsam.. Man hat dich beobachtet wie du eine Technik der Schwertkämpfer eingesetzt hast. Den 'Luftschnitt'. Das sagt dir doch sicher etwas?" Ich habe es mir schon fast gedacht. Wie gut das ich hier den Idioten spielen kann.. "Das ist richtig. Ich habe bisher aber angenommen das meine ätherischen Fähigkeiten langsam aber sicher zurückkommen. Wo auch immer sie gewesen sind.." Was für ein Blödsinn.. Kaela scheint skeptisch, denn sie schweigt und blickt mir so tief in die Augen, das ich fast das Gefühl habe sie würde versuchen meine Gedanken zu lesen. "Ich gehe jetzt rein. Du folgst nach ein paar Augenblicken.", sagt sie und verschwindet in der Finsternis. Ist mir recht.
Kisenia_NPC
17.07.2007, 23:43
Tycho als Vorhut I
Tycho vernimmt vom Eingang des Grabmals ein unverständlich leises Gemurmel, das wohl von Kaela und Veyrne stammen muss. Obwohl sie nicht zu verstehen sind, scheinen sie eine kleine Meinungsverschiedenheit zu haben. Kurz darauf betritt eine der Personen das Grab und Flamme erhellt den Gang hinter dem Mönch. Kaela ist also hinter ihm. Sie nickt ihm nur kurz zu, wenn er sich ihr zuwendet. Beide werden kurz darauf hellhörig, denn ein leises Grollen oder Stöhnen erklingt im Gang. "Da ist etwas..", zischt Kaela so laut es ihr möglich ist. Aber es scheint nicht aus dem gleichen Gang zu stammen. "Ich habe das Gefühl es sind noch Menschen hier.." Jetzt hat Tycho das gleiche Gefühl. Die ätherische Präsenz von Magiern ist spürbar.. Um genaueres zu fahren, muss er jedoch tiefer hinein (http://rpga.info/forum//showthread.php?p=408383#post408383)..
Der Beduine hält sich die Hand schützend vor das Gesicht, als er entgegen dem Sandsturm wartet. Einige Meilen legt er so zurück, auf der Suche nach den Räubern, welche die Stadt überfallen hatten. Als ihm jedoch bewusst wird, dass trotz der in dieser Umgebung geschulten Sinne die Aussicht auf Erfolg sehr gering sind, sowie der Sandsturm an Stärke gewinnt, sucht er Schutz unter einigen gewaltigen Felsen im Wüstensand. Er zieht sich die Kutte über das Gesicht und schließt die Augen, wartet ruhig.
Kisenia_NPC
01.08.2007, 16:34
Verloren im Wüstensand
Gnadenlos brennt die Sonne am Himmel und frisst sich in jedes Stück nackter Haut, die es von Lestard erreichen kann. Der von der Sonne aufgewärmte Felsen bietet nur wenig Schutz. Lestards weiß, dass schon erfahrenere Männer als er ihr Leben in der Wüste ließen. Dieser Ort ist der Tod.
Die Plünderer könnten längst Zuflucht in den westlichen Felsmassiven gefunden haben. Die dortigen Höhlensysteme bieten Schutz vor der Sonne, aber auch vor neugierigen Eindringlingen. Oder sie überfallen eine nahgelegene Oase, wobei Lestard nicht mit Bestimmtheit sagen kann, ob es überhaupt eine Oase in der Nähe gibt. Während er im Schutze des Schattens erstmals wieder klare Gedanken fassen kann, beschleicht Lestard das unangenehme Gefühl nicht genau zu wissen wo er sich befindet. Jeder, der von sich behauptet er kenne die Wüste wie seine Westentasche, ist ein Narr und Scharlatan. Die Sandstürme verändern das Wesen der Wüste Tag für Tag, die Felsmassive sehen allesamt gleich aus und nur der Sternenhimmel bietet dem Reisenden eine Möglichkeit zur Navigation.
Sollte Lestard es wagen weiterhin den Räubern zu folgen? Oder ist es sinnvoller den Rückweg anzutreten... wenn er diesen denn noch findet. Die Wasservorräte, die Lestard in der Schnelle eingepackt hat, waren nur für einen, maximal zwei Tage geplant. Sollte er nicht rechtzeitig eine Oase oder die Stadt finden, so könnte dieser Wüstensand bald sein Grab bedecken.
Als ihn der Gedanke des Rückzuges überkommt, verzieht sich seine Mimik zu einem bitteren Grinsen.
Er zieht einen kleinen Dolch unter dem Gewand hervor und legt sich flach auf den Bauch.
In edlen, geschwungenen Linien graviert er etwas in die massive Steinwand. "Salam alaikum - Liest du, Wanderer, dies, dann muss viel Zeit vergangen sein. Doch höre, was ich schreibe..." Die folgende Schrift besteht ausnahmslos aus Schriftzeichen, die einer fremden Sprache entstammen. Der Derwisch bindet sich ein altes Tuch über die Augen und verstaut die Sandalen in seinem Reisesack. Gemächlich richtet er sich auf, barfuß und blind, beginnt er über den glühenden Wüstensand zu wandern, sich offensichtlich auf Intuition und Gespür verlassend.
"Gnade euch der Allmächtige, wenn ich euch finde."
Kisenia_NPC
05.08.2007, 01:42
Die Präsenz
Die Wüste scheint alt, die Landschaft schon seit Äonen dem Verfall ausgesetzt. Doch dieser Eindruck trügt. Der heiße Wüstensand ist nur die Strafe der althalischen Götter für den Verrat des Pharaos. Fern von der glühenden Sonne, tief vergraben unter dem Sand, stehen die Fundamente des alten Reiches. Große Heiligtümer, dem Allmächtigen geweiht. Alte Städte längst vergessener Kulturen.
Auch wenn keine Spuren mehr von ihrer Gegenwart zeugen, ist die Präsenz doch deutlich zu spüren. Wie Lestard barfuß durch die Wüste schreitet, nimmt er die Macht seines alten Volkes wahr. Es ist, als lenke sie ihn an einen bestimmten Ort, in eine feste Richtung. Weit in die Wüste hinaus, zum sicheren Tod. Dort ist sein Ziel. Es ist unklar, was ihn dort erwartet, doch gibt es keinen Zweifel an der Richtigkeit dieser Vision.
Der Horizont offenbart nichts als sandige Dünen. Sollte in der Ferne irgendetwas auf ihn warten? Lohnt es sich, dieser Spur zu folgen?
Nach langer Wanderung durch die Wüste, gespickt mit Gefahren und unvorhergesehenen Ereignissen, vollkommen ohne Zeitgefühl - Waren es Tage oder Wochen? - vernimmt der Beduine einige Geräusche, die allzu menschlich klingen. Er sinkt auf die Knie und schließt die Augen, versucht die Herkunft derer zu Orten, möge er Wüstenwind ihm helfen. Als ihm bewusst wird, dass er wohl nun am Ziel angekommen ist, verzieht sich die Mimik zu einem bitteren Lächeln. Er zieht ein Wurfmesser als einem Gürtel vom Oberschenkel und lässt Dieses zwischen den Fingern wandern. Genußvoll lässt er das Genick knacken und legt sich auf die Pirsch, der Überaschungsmoment liegt auf seiner Seite.
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